schatten in ihrem gesicht, durch und durch gedämpftes licht, ich sehe sie nicht, sehe nur die stumpfe haut, gegerbt durch sonnenjahre, gebleicht die ehemals goldenen haare, die augen trüb doch wach, aufrecht steht die königin, doch schwach; stets fragte sie nach dir, nach mir; sie lebte so weiter, in ihrer art heiter, mutlosigkeit leistet sie sich nicht, langsam verliert sie an gewicht, die seele tanzt, langsam hin zum boot, ein hauch von demut die lippen fächelt, seht wie sie noch lächelt, vor der letzten überfahrt, die hätte ich ihr gern erspart.
20 Dezember 2010
19 Dezember 2010
ver/rückt
wo verrückt etwas, ist diese gesellschaft verrückt, verrückt von den werten, die das zusammen leben erleichtern, verrückt vom verrückt sein, was wurde verrückt, zur seite geschoben, das warme gefühl für den nächsten, dem ganzen; vorrücken als vermeintliches ziel; dabei verrücken wir (ihr) die maßstäbe, ethische grundsätze, die annäherung, man hätte es stehen lassen können, doch es ist schon verrückt das ganze, wie verrückt das ist.
ihre/kinder
"ihre kinder" hießen sie, die gruppe die 1969 die rockmusik mit deutschen texten hoffähig machte, lange bevor lindenberg sein "cello" auspackte und sich langsam zu ernsthaften texten entwickeln wollte, hatten sie die gesellschaftlichen mängel in rocktexten angepackt, unkommerziell, speziell, heute nach 40 Jahren erkennen wir das diese damaligen probleme auch heute noch die unseren sind, bestand haben, ihre kinder, auch eure kinder haben versagt.
02 Dezember 2010
wiki/leaks
verfolgt ihn, geißelt ihn, die die ihr eure ignoranz nicht schützen könnt, er ist kein held, kein robin hood, outet ihn den "anarchisten" eures fehlenden gewissens, er kann irren, oder nicht, er hilft ein bisschen besser zu verstehen, oder nicht.
29 November 2010
social/network
die mediale versklavung schreitet voran, bot einst das internet die möglichkeit zur unmanipulierten recherche, so fällt diese letzte bastion der medialen eigenständigkeit, denn das alles aufsaugende monster "social network" entpuppt sich zunehmend als der versuch unsere (eure) identität zu verändern, zu begreifen was ihr wollt um scheinbar zu geben was gewünscht wird, leiht die daten aus , eure daten, eure gewohnheiten, private zuneigung, leiht eure familie, euer ich, ein hurra auf facebook ( deren "like-button" wird euch zunächst virtuell kennzeichnen), google, ebay, streetview, wir erwarten in ruhe den identitätschip, zunächst im arm dann im kopf.
like button:
http://www.businessinsider.com/facebook-plans-to-take-over-the-entire-internet-starting-with-a-like-button-2010-3
like button:
http://www.businessinsider.com/facebook-plans-to-take-over-the-entire-internet-starting-with-a-like-button-2010-3
26 November 2010
nackt/scanner
welchen ausbund der fehlenden produktiven kommunikation müssen wir noch aushalten, die neueste erkenntnis der superdenker ist der nacktscanner, die maschinenpistolen schauen dem scannen zu, maschinenpistolen in unseren straßen, flughäfen, bahnhöfen, unserem kopf, wann wird der erste zivilist erschossen, nackt, vielleicht weil der scanner piept, oder piept es in den hirnen derer, die diese dinge zulassen, wem dient es, oder ist es ein darauf hin arbeiten, die panikmache vor dem kompromiss, der wieder mehr überwachung gestatten wird, scannt nur ihr maschinenpistolen, scannt unsere frauen, unsere kinder, unsere lebensform, unsere eigenschaften, unser verhalten eben, am ende scannt ihr euch vielleicht noch selbst, oder seid ihr out of order, scannt nur ihr maschinenpistolen, die seele könnt ihr nicht scannen.
nachtrag: streikende spanische fluglotsen werden durch das militär unter androhung von mehrjährigen haftstrafen (ohne prozess) zum dienst gezwungen. in spanien ist durch die regierung der ausnahmezustand ausgerufen worden. das militär hat die überwachung des spanischen luftraums übernommen 4.12.10
nachtrag: streikende spanische fluglotsen werden durch das militär unter androhung von mehrjährigen haftstrafen (ohne prozess) zum dienst gezwungen. in spanien ist durch die regierung der ausnahmezustand ausgerufen worden. das militär hat die überwachung des spanischen luftraums übernommen 4.12.10
25 November 2010
my/generation
er steigt auf der rauch, atommeiler, ich weiß nicht ist es guter rauch, er steigt einfach auf; es steigt auf das flugzeug, co2, ich weiß nicht ist es gut so, es verbrennt soviel, auf dieser erde, diese erde brennt, sonne, der ausgleich gestört, doch es steigt auf der rauch; wärme, global, sie warnen, viele millionen jahre brauchte dieser planet zum aufbau der resourcen; 200 jahre reichen uns, zu verbrennen, sie zu verbrennen, die pole brennen bald, irgendwann lässt es uns nicht mehr kalt.
24 November 2010
sanny/asin
du lebst zurückgezogen mit dir, schaust in dich, forderst deine bewusstseinsumgebung, jeden tag, jede stunde, eine lehrzeit die die zeit verliert, entsagender hirte der zufriedenheit, spiritueller meister, guru mentaler erfüllung, meditativer punkt, ruhe weckt die kraft, wandere sadhu, wandere.
nihi/list
nihilist, was betrübt dich, werden sie dich fragen, wieso gehörst du nicht zu den chronischen jasagern, die alles, jegliches, positiv bescheiden; nihilist, weiten, die dich leiten, gedankengänge, nichts ist wichtig; das lassen sie dir nicht zu nihilist; deine wahrheit will niemand hören, es würde sie stören, denn diese welt ist ihre welt, deine welt, ihr könnt nicht zusammen kommen, auch weil sie denken sie leben ewig, nihilist du gehörst zu ihnen, es sei denn du entscheidest dich anders, doch dazu fehlt oft der mut.
23 November 2010
mediale/präsenz
nun kann man sagen was man will, wenn niemand zuhört dann bleibt es still; es ist wie mit dem krieg, zu dem keiner geht, für ruhe ist es nie zu spät; mediale präsenz, du benutzt meinen kopf, schluss, aus, nein, ich drücke den knopf.
p.s. die zeitung bleibt abonniert und das radio an
21 November 2010
www./generation
internet géneration, da sitzt ihr nun, der laptop verbrennt euch die knie, les(end), mail(end), chat(end); face(book) to face, das leben virtuell, schnell, ihr sitzt nebeneinander, die rechner vernetzt, seht euch nicht, grüßt doch mal, hebt die hand; internet willkommen; ich google mal schnell nach waldspaziergang.
20 November 2010
zu/hören
unaufgeregt gewährst du der stille die macht, in bescheidener schweigsamkeit, die nur einem ziel dient; zuzuhören.
16 November 2010
streichel/zoo
streichelzoo, gefangen im feuersturm, tierkadaver, verbrannt ausgebrannt; ungestreichelt; der rauch zieht nur langsam ab, streichelzoo.
15 November 2010
das/schreiben
kann nur schreiben was ich denke, wenn ich meine gedanken lenke, oder lenken sie mich gar, wer schreibt bleibt stumm an worten, doch lesen kann man allerorten, das reden fällt mir schwer, denn so kommen doch fragen die antworten verlangen, den geist beladen; will nicht dahin, dorthin; das reden fällt mir schwer, das schreiben gibt mehr her.
trüb/vier
wenn das trübsal mich benutzt und ich suche (d)einen schutz, bin klein wie damals als ich vier, was rätst du mir, was rätst du mir?
da/hin
gehe hin, verdirb dich nicht, wanderer, erinnere dich, laufe, wanderer, zu dir, in dich, der sonne nach, wanderer, das kind an deiner hand, sucht das leben, wie du, wanderer, verharre, finde, prüfe deine motivation, wanderer, vielleicht pausierst du zu lange, rastest, oder du gehst zu schnell, kommuniziere wanderer, ich beneide dich.
lärm/end
lärmt, outet die ruhe nur, liebt die wattfahrzeuge, die doch nichts mit dem wattenmeer zu tun haben, kümmert euch nicht, der grillabend erstickt erst dann den lärm, wenn der baseballschläger der nachbarn krachend den subwoofer trifft, vermutlich ist es dann zu spät, denn pazifistische ansätze werden durch die schlaflosigkeit zerstört, die die raubritter der modernen musikkultur auslösen, lärmt, outet die ruhe, weicht dem baseballschläger aus, solange bis ihr ihn dann selber führt.
11 November 2010
schreibe/lese
der eine schreibt, der andere liest; dass der leser das liest was der schreiber meint, unwahrscheinlich, er denkt was er zu denken bereit ist, versteht was er möchte, versteht nicht, was er nicht zu verstehen duldet; der eine schreibt, der andere liest.
10 November 2010
mono/poly
der macher; bankvorstand, vorstehend seinem interesse, gegeelte, leidenschaftslose miki mouse, lechzend nach aufstieg zum donald duck der branche, monopolyspieler der selbstgewählten realität, egozentrischer machtspaziergänger, intelligent dumm; ein fauxpas der natur, denn nonnen haben mit ihm nichts zu tun, 500 millionen mal nicht.
gor/..leben
strahlende nächte, kein wetter; mehrheit, die nation angekettet, doch nun wehrhaft, gewaltlos versuchend, in sich fluchend, es werden mehr, ein meer von mehr für natur und kinder, strahlende tage; weggetragen mit und ohne bahre, hilfloser schrei der das ziel verfehlt, ..............noch!
09 November 2010
man/ne
manfred, bergkamerad; zu früh, die eiserne faust ließ dich nicht mehr los; die erinnerung an dich lässt mich schmunzeln, ich hoffe es ist dir recht.
01 November 2010
alter/kranker/mann
alter mann kranker mann; was nun ? ....ein leben lang geschuftet, für was? der stock stützt das letzte bisschen würde, dass dir gelassen wurde; wo sind die jahre hin, die freunde ? ....alter kranker mann, statt der zeit die du nun benötigst, wird dir hektik gewährt, die du nicht verstehst, sie schieben dich, nennen es wandel; mauern dich ein in ihre unzulänglichkeiten, du erkennst, sie wollen dich nicht mehr, nun wo du nichts mehr ändern kannst, dich nicht mehr wehren kannst; wie du denkst, interessiert sie nicht, sie denken an sich, alter kranker mann; alte kranke frau; stirb, schnell.
30 Oktober 2010
so/was
du hast recht, immer, recht eben, weißt alles, meinst wohl du seist der schlaueste, woher nimmst du dir das recht, die arroganz, zu glauben du seist allwissend, meinst vordenker zu sein, idealist sozusagen, begnadet, meinst wohl du weißt was neues, alle anderen sind dumm, und überhaupt wenn alle so wären wie du, wer glaubst du eigentlich wer du bist, sowas wie dich braucht die erde wohl gerade noch, denk dran, im mittelalter gab es hexenverbrennungen, sag mir mal deinen namen du besserwisser;
ich heiße........albert, albert einstein.
29 Oktober 2010
traut/euch
mehrheit, minderheit, wieviel dummheit möchtet ihr noch zulassen, wieviele derer worte; wer beleidigt wessen intelligenz, die dreistigkeit überrascht nicht mehr; meinung, gebogen im alltag der perversion, menschenverstand, wo bist du, mehrheit, minderheit, traut euch, sie trauen sich auch.
28 Oktober 2010
sonnen/schein
bleib noch etwas, du wärmst mich, der tau verbrennt, schweiß auf brauner haut, schwarze brille, bleib noch etwas, wohl befinden, verstecke dich nicht, zeige dich, begleite mich, gletschereis nicht wirklich heiß, helle welt, bleib noch etwas; vielleicht bleibe ich auch noch etwas.
sonnenschein 2010-2030
medien/schafe
neun kameras, stundenlang, tagelang, von profis bedrängt, deren mediengeilheit unerträglich ist, die da sind, da bleiben wollen, ein leben lang, vielleicht länger; du wehrst dich nicht, chancenlos, lüge oder nicht, unerheblich, sie benutzen dich, verwalten dich, vernichten dich, der schuldspruch gebührt der sittenlosen medienmafia, deren populistische darbietung ein niveau unterschreitet, welches als unvorstellbar und unmenschlich geoutet werden könnte, doch die mediale gewalt hat seine jünger schlafen gelegt und die schafe traben weiter.
mannheim2010, prozess kachelmann
ent/laufen
ameise entlaufen; ameise kreuze meinen weg, unermüdlich arbeitest du für die allgemeinheit, wählst deinen part, schaffend, erschaffend, zugeneigt dem wohle deines volkes; ameise, wesen der unauffälligkeit, komm zurück....
22 Oktober 2010
zu/spät
ausgelaugt, selbstkritik, späte erkenntnis, ausgelaugt, ausgesaugt, aufgesaugt vom monster gier, dass kein erbarmen kennt, wer am boden liegt, steht lange auf, ausgelaugt, hilfe verwehrend, bis der zuckende körper der erkenntnis raum gibt........... es ist zu spät !
20 Oktober 2010
post/scriptum
p.s. ich grüße dich, du bist die hintertür die bleibt, noch offen wenn geschriebenes wirkt. p.s. erfülle deinen zweck, lass die gedanken abschließen, um dann letztlich doch zu verändern, zu ergänzen, du nachgesetzter text, nota bene der unsicherheit, gut das es dich gibt.
16 Oktober 2010
must/go/on
die straße, langes band zum ziel, menschen, viele, die wasserwerfer der vermeintlichen macht können nicht siegen, es hat begonnen.
stuttgart21
12 Juni 2010
kikiriki/tik
niemand sollte sich die kritik ersparen, die ihm wichtig ist, kritiklos, nein wer will das schon, schon gar nicht emotionslos, ohne gier nach sich selbst, kritik, objektiv, das seelengut anderer aussetzend der betrachtungsweise des eigenen ich´s, es bleibt was es ist, kikiriki/tik.
20 Februar 2010
blogger
schreibe blogger, das was dich stört, beeindruckt, deine art des loswerdens, machtlos, schreibe blogger, unaufgeregt, wichtig, unwichtig, unbekümmert, drauf los eben, schreibe, öffentlich, verständlich, unverständlich, lass die schrift fließen blogger, resonanzresistent, lese leser, oder lese nicht, schreibe blogger...
17 Februar 2010
ruht/sanft
ruht euch aus, horden der mittelständigkeit, ruht, lasst marschieren des kaisers heerscharen, ruht nur bürger, die zurückhaltung überzeugt das schwert nicht, doch das schwert zerschneidet die ruhe, die ihr euch gestattet, um nicht zu verantworten, ruht euch aus, vielleicht ist die verwundung zu ertragen.
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