08 September 2021

sowas

es war so entspannt in der natur in dieser lauen nacht.

der wind strich durch die baumkronen; die nachtigall sang so schön; wie der zeit entrückt.

der betrunkene grüßte die mülltonne und der halbierte mond betrachtet diese szene; die luft war so klar; ich war nicht da!

erinnerungen

die erinnerung verblasst. wir glauben das war damals so, wir waren ja dabei. die erinnerung spielt nicht mit uns es ist das gedächtnis, welches nur das zulässt was wir als erinnerung behalten wollen. 

je länger etwas her ist, desto mehr verschwimmt es. das wollen wir aber nicht zulassen, zumal dann nicht, wenn es schöne erinnerungen waren.

die zeit treibt das erinnern vor sich her, wir merken das gelegentlich; oder eben auch nicht.

wenn wir einen alten film anschauen wird uns gewahr, dass wir ihn damals anders wahrgenommen haben als es heute der fall ist. die zeit als übeltäter?

letztlich ist das aber unerheblich denn diese erinnerungen gehören so und auch so zu unserem leben; ob sie noch genau stimmen; oder eben nicht.

der/bus

der bus war zu spät! wartende schimpfen, weil sie zu spät zur arbeit kommen. alle. alle wartenden schimpfen, manche laut, manche fluchen in sich hinein. es ist kalt.

der bus kommt. endlich! beim eintritt frage ich den busfahrer leicht frustriert doch immer noch höflich was denn der grund für die verspätung sei.

er brauchte nicht zu antworten, denn "alle" anderen taten es; hier der satz der mir nach der langen zeit noch haften blieb:

"was will denn dieser junge schnösel, der soll sich mal zurückhalten und erst was lernen; das der bus später kommt; kann doch mal vorkommen!"



07 September 2021

wer/menschen/trifft

wenn man menschen trifft in den bars dieser welt, hört ihnen zu denn es könnte sich lohnen. 

wenn euch menschen auf eurem weg begegnen, euch kreuzen, queren, parallel laufen holt sie her, es könnte sich lohnen.

wenn man menschen am wasser trifft, am fluss, vielleicht am see redet mit ihnen, denn es könnte sich lohnen; vielleicht werden sie sogar....in eurem herzen wohnen.

kneipen/stern

diese lichtreklame kenne ich. sie war stets da, solange ich lebe. um zwanzig uhr erstrahlte sie als kneipenstern; ich sah sie gern. nun ist sie alt und blinkt so vor sich hin, flackert und erlischt, so wie das eben ist; mist!

sonnen/untergang

dieser sonnenuntergang fleht nach dir, mir; will nicht alleine untergehen; ich kann ihn gut verstehen..

eigentliches/dilemma

kinder sind auf das wesentliche konzentriert; meistens. positive erfahrungen, die man in seiner kindheit durchlebte, die toll waren bleiben gerne in erinnerung, die anderen nicht. die negativen werden weggeschoben, ausgeatmet oder tief ins unterbewusstsein verschoben, wo sie nicht vergessen sein können, weil nicht aufgearbeitet im psychischen spectrum limitierter kraft.

so ist auch die mechanik der gegenwart angelegt. für uns unangenehmes wird weggedrängt. so gehen wir unseren eigenen weg, vermeiden das erklären unserer meinung, um etwaigem spott anderer menschen zu entgehen und beschränken dadurch den diskurs, der den kompromiss befördern könnte, den wir als gewinn für uns und andere anstreben könnten.

so wir diese destruktive haltung durchhalten, gewinnen diejenigen an motivation, die ihre meinung aus eigennutz stärker in den fokus der wahrnehmung der öffentlichkeit stellen, ohne sich an etwaigen kompromisslösungen zu beteiligen.

was uns zu der frage führt: "wer redet noch mit wem, wessen meinung akzeptieren wir eigentlich noch?" leben wir nicht auch in unserer blase und beschränken unsere kommunikation nur noch auf gleichgesinnte? welcher gegensätzliche standpunkt wird noch zugelassen, verschmilzt noch mit dem eigenen empfinden zugunsten aller? 

wer stellt andere meinungen moralisch ins abseits; wer lässt die widerrede nicht mehr zu; wie ist das mit der eigenen moral? sie kann sich durch alle bevölkerungsgruppen ziehen, doch wer argumentiert noch gegen die moralisten dieser zeit, wer verlängert die eigenen fristen der resignation gegen vermeintliche dummheit, schwarz und weiß; spott und hohn?

wenn also mit zunehmenden alter negative erfahrungen nicht mehr weggestellt werden können, ausgeatmet werden können, weil es die eigene kraft, die eigene psyche nicht mehr zulässt und man sich deshalb nicht mehr argumentativ gegen konträre meinungen stemmen kann; stellt sich unzufriedenheit ein; unzufriedenheit ob der eigenen schwäche, denn schwächen sind gesellschaftlich nicht gewünscht und schon erkennen wir unser dilemma, oder schlimmer noch, wir verstehen es nicht.

wenn man jetzt die falsche abkürzung nimmt, landet man schnell bei denen, die die anforderungen an uns besser erklären können, die welt besser erklären können und immer im gegensatz zu uns die richtige lösung anzubieten scheinen. einfache lösungen in schwerer see.

"die zeit der manipulation beginnt!"

wo bleibt nun unser ich? die erfahrungen auf die wir bauten, die so belastbar schienen? verschüttet liegen sie brach im wirrwarr der angebote anderer menschen, die bewusst oder unbewusst einfluss auf unser leben nehmen, was ja nicht schlecht wäre, wenn das im offenen diskurs erreicht würde und nicht unserer eigenen schwäche geschuldet wäre, die den steten niedergang unserer willenskraft reflektierte.

die von aussen suggerierte wichtigkeit unserer person und das schlichte uns zuhören reicht meistens schon aus, um von unserer meinung abzuweichen, fremde strukturen zu übernehmen und schlimmsten falls als eigene erkenntnis denen zu verkaufen, denen es genauso geht wie uns.

gib einem menschen keinen respekt und keine anerkennung zur eigenen leistung und er treibt auf dem ozean des lebens dahin; so wie ein schiff welches im sturm ohne treibstoff mit gebrochenem ruder zu ankern sucht.

selbst der intelligenteste mensch benötigt anerkennung, respekt und die solidarität der mitmenschen um gesund zu bleiben. manipulierte menschen die die meinung anderer als ihre verkaufen gieren genau nach diesen mechanismen, weil sie gesellschaftlich wichtig genommen werden wollen.

gesellschaftlich verkannt, gar verbrannt zu sein mündet in angst verlust des selbstvertrauens und macht psychisch krank. psychische not ist in der gesellschaft verpönt, denn vermeintlich schwache menschen will niemand und so schließt sich der teufelskreis, der menschen hinterlässt, die irgendwie aufmerksamkeit erreichen wollen und sei es letztlich sogar mit gewalt.

so entstehen gefühlskalte menschen, weil ihnen die zum leben erforderliche empathie nie bereit gestellt wurde.

das dilemma der sogenannten außenseiter ist das ergebnis einer gesellschaftlichen entwicklung, die wir alle zu verantworten haben, deren verantwortung wir aber ablehnen und das ist das...


...."eigentliche dilemma!"


über die utopie des menschen / den tod zu verstehen

philosophische gedanken über die utopie von der fähigkeit des menschen den tod zu verstehen unter dem aspekt von ausgeprägtem ab der geburt vorgegebenen egoismus gegenüber dem anspruch auf ein langes ergiebiges, möglichst nicht endendes leben im allgemeinen und der todesdiagnose im individuellen fall sind schwierig. einen versuch ist es dennoch wert, auch wenn er nicht gelingen kann. dann ist das eben so.

schwierig also, soviel ist klar. diese schwierigkeit beruht vermutlich darauf, dass der tod unerforscht ist, weil die erfahrung des todes im vergleich zu der erfahrung des lebens fehlt.

da kein mensch der nicht gestorben ist diese erfahrung kennt und das mystische an dieser wahrnehmung eine distanz aufbaut, die man nicht zu überbrücken bereit ist, wirkt der tod per se suspect und wird selbst dann in die zukunft verscheucht, wenn die eigene todesdiagnose ein unverrückbares zeitliches limit setzt.

"sterben müssen wir alle!" eine erkenntnis die uns bewusst oder unbewusst durch unser leben, erleben trägt, mal direkt, wenn menschen sterben; oder spätestens dann, wenn sich der eigene tod aufgrund von alter oder krankheit ankündigt. man ist darauf nicht vorbereitet; will es nicht sein. so wählt man die hoffnung, weil sie der zufluchtsort ist; die hoffnung auf ein längeres leben; bis zum letzten atemzug.

was geschieht mit uns wenn der tod uns urplötzlich besitzt? wenn er uns keine chance lässt? wenn ein geliebter mensch gehen muss? was wenn sich das leben plötzlich ändert; ohne ankündigung und strikt?

weshalb wird der tod gesellschaftlich isoliert, gar negiert, bis es nicht mehr anders möglich ist; während die geburt eines kindes gefeiert wird; wohl wissend, dass die eltern mit der geburt des kindes dessen tod schon eingeleitet haben?

schwieriges thema; jeder mensch wird anders darüber denken was ihn nach dem tod erwartet, oder nicht erwartet. hier kann jeder seiner fantasie freien lauf lassen, was in geringen teilen eine schwierige akzeptanz gegenüber dem tod bewirken kann, so man dazu bereit ist. 

ja klar, es gibt menschen die bescheid wissen; jederzeit, oder jene die zugeben etwas bescheid wissen zu wollen und es gibt diejenigen die zugeben nichts zu wissen. das ist die minderheit.

"nach dem tod kommt nichts!" eine strenge behauptung hinterlässt manchmal keine zweifel. mal ehrlich, wer weiß denn schon was beim tod passiert; beim töten schon eher, aber nach dem tod?

und weil das so ist erinnere ich an die alte frau, die gefragt wurde wie sie denn so alt werden könne:

"ich habe einfach immer nur weitergelebt!"





dunkler/geselle

ok mein freund, alles ist gut. ich lasse es gut sein. nehme dich einfach in mein herz hinein. du bohrst gerne, doch ich bemühe mich dich zu verstehen, weil du die, meine, vielleicht deine, unsere oberfläche zerstörst. das ist dein ding, du gräbst dich durch die oberfläche zum licht, das du nicht sicher sehen kannst,  weil du blind deinem eifer nachgibst. wenn du das wenige licht siehst , dass du nur grob spüren kannst, hältst du inne, ziehst dich zurück in deinen dunklen raum. 

es fällt mir schwer das, dich, zu verstehen, doch so bist du eben; so ist dein leben, dein lebensentwurf. oberfläche zerstören gräben bauen und nur nach dir, dich selber schauen; als arroganz des eigenen ich? nein mein freund, so bist du nicht. du verteidigst nicht mal dein revier, bist manchmal da und manchmal hier, ganz wie es deine haltung ist, als wahr genommener egoist. 

so ziehe ich die hügel glatt, die du mir aufgetürmt überlässt und stelle danach für mich fest; dass ich dich etwas fragen will; doch du bleibst im dunkeln und auch still:

"weshalb wohnst du nur bei mir und nicht beim nachbarn nebenan, weil der dich nicht gut leiden kann?" 


ps: und die moral von der geschichte? maulwürfe bringen gelegentlich licht ins dunkel; doch nicht jeder weiß das zu schätzen. 


05 September 2021

e/biker

e/biker was mutest du der gesellschaft zu; gehts noch? zu faul zum treten; denk an die umwelt  was glaubst du eigentlich wer du bist ein straßenmonopolist; gar jesus christ? 


geduckt; wählt er die stärkste fahrstufe aus. nur schnell weg; der opa winkt ihm zu, doch er winkt nicht zurück und kämpft nicht für sein kleines bisschen glück.



sonntag/morgen

sonntagmorgen; ich stehe nicht auf. der kaffeeduft interessiert mich nicht. ich bleibe liegen. denke nicht; nicht an euch, nicht an dich, nicht an mich; garnicht. welt da draußen du bleibst aussen vor; ich benötige dich nicht. nicht deine wilde dominanz, nicht des menschen mummenschanz und diese eitle tuerei; ich bleibe liegen bin nicht dabei. sorge dich nicht um mich; denn ich sorge mich nicht, berate mich nicht, das brauche ich nicht; ich bleibe liegen, so kann mich keiner sehen und keiner wird meine liebe kriegen, denn ich bin heute aussen vor, verkrieche mich in meiner burg,  und lockt mich selbst der sonnenschein; ich sperre ihn aus, bleibe lieber allein. heute lasse ich nix und niemand in meinen sinn, weil ich eigenwillig und egoistisch bin. 

ihr glaubt das alles kann nicht sein, doch heute lasse ich selbst dich; nicht in mein bett hinein.