07 Februar 2015

selbst/bewusstsein

menschen können sich selbst in der rolle eines anderen vorstellen und die perspektive des anderen auf sich selbst einnehmen. das erlaubt eine position außerhalb von sich selbst. menschen, brauchen menschen. wären keine anderen menschen da, würde man nicht durch  andere wahrgenommen, anerkannt, oder abgelehnt werden.  

freund/schaft

freundschaft; die entscheidung miteinander zu leben, gemeinsame absichten und interessen, authentizität, geteilte freude, geteiltes leid, der freund ist freund weil er er ist und weil ich ich bin, begegnend unhierarchisch auf augenhöhe, emphatisch, wechselseitiges profitieren, erwartung an tugendhaftigkeit, gerechtigkeit, mut und weisheit.
in der freundschaft gibt es kein geschäft und handel, sie beschäftigt sich ausschliesslich mit sich und erklärt sich nicht. 

06 Februar 2015

möglichst/verschieben

morgen, heute können wir tot sein. mit dieser erkenntnis ergeben sich gedankenskizzen; der mensch verschiebt den tod. seinen und den der anderen. die eigene lebenserwartung wird statistisch hochgerechnet und soweit in die zukunft verbracht, dass wir uns beruhigen können. die angst vor dem tod, ignoriert ihn, man belügt sich und strengt sich an, die eigene wirklichkeit zu leben. so verschieben wir uns; unfälle krankheiten, die leben beenden; 
ja, aber doch nicht bei uns. dann stirbt ein geliebter mensch und der blitz schlägt ein. damit konfrontiert, dass die erwartung selten bedient wird, der zufall nicht zu beherrschen ist, zeigt sich unsicherheit und angst. unsere wirklichkeit zerfällt und wir merken, dass wir in der möglichkeit leben. was möglich ist
begrenzt der tod.

05 Februar 2015

nur/sein

es gibt kein haben nur ein sein, nur ein nach dem letzten atem, nach ersticken verlangendes sein.

franz kafka

meist

so die sonne den nebel bricht, kommt dieses licht; erwärmt den körper und den geist; meist.

let/it/grow

lasst es wachsen,  was wächst kann blühen; doch, in diesem bemühen nachzulassen,  um menschen zu hassen; kann nicht jeder lassen.

03 Februar 2015

protagonist/ei(g)ner/list

ich bin protagonist der eigenen list. es wehrt sich mein anspruch gegen die gedankliche auflistung meiner inneren versprechen, als sei das ein verbrechen.

dhammapada

wer andere wesen quält, die auch nach wohlsein streben, so wie er selbst, der hat kein glück im nächsten leben.

den dingen geht der geist voran; der geist entscheidet: kommt aus getrübtem geist dein wort und betragen, so folgt dir unheil, wie dem zugtier folgt der wagen.

dhammapada 3. jahrhundert vor christi

quelle: wikipedia