morgen, heute können wir tot sein. mit dieser erkenntnis ergeben sich gedankenskizzen; der mensch verschiebt den tod. seinen und den der anderen. die eigene lebenserwartung wird statistisch hochgerechnet und soweit in die zukunft verbracht, dass wir uns beruhigen können. die angst vor dem tod, ignoriert ihn, man belügt sich und strengt sich an, die eigene wirklichkeit zu leben. so verschieben wir uns; unfälle krankheiten, die leben beenden;
ja, aber doch nicht bei uns. dann stirbt ein geliebter mensch und der blitz schlägt ein. damit konfrontiert, dass die erwartung selten bedient wird, der zufall nicht zu beherrschen ist, zeigt sich unsicherheit und angst. unsere wirklichkeit zerfällt und wir merken, dass wir in der möglichkeit leben. was möglich ist
begrenzt der tod.
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