30 April 2022

stunden/lang/einfach/so

er steht da; stundenlang. niemand bestraft ihn. er tut nichts. er denkt nichts; stundenlang. plötzlich breitet der reiher sein gefieder aus und fliegt davon. einfach so. 

29 April 2022

back/yard

irgendwo in einem verwilderten hinterhof, greift der verrostete grill deine späte erinnerung an; spielt mit ihr. damals als alles gut war; deine vergangene welt; sie greift nach dir nur deshalb, weil niemand diesen alten grill entsorgte, oder dieses gestrüpp, was ihn tarnte und was dir den weg zu ihm verstellt. 

tanze mit dir in den hof. mit dieser halbvollen flasche gin, aber dann; gehe nie mehr hin. 


25 April 2022

wer/weiß

wer weiß schon was? dort unten wächst kein gras, freunde. ihr könnt den samen in die dunkelheit streuen, dadurch entsteht kein licht. ok das gießen hilft? dunkelheit gedeiht nicht, gedeiht nichts.  

deshalb wollt ihr hell sehen, eure helligkeit herstellen. kein kurzes blitzlicht. ihr wollt alles wissen? wozu? 

die nacht weiß nicht das der morgen folgt, die sonne aufgeht, bis der abend wieder die nacht befreit. der morgen kennt den abend nicht, die nacht nicht den tag. die dunkelheit das licht nicht. weshalb bitte müsst ihr alles wissen wollen? es fließt ohne euch, mit euch; das alles macht doch "nichts."

irgend/wann

erinnerungen bringen nichts, denn das ist ein nichts, wie jedes andere auch? vordenken bringt nichts, weil doch alles anders kommt. du wünschst kein nichts? "nichts" kann dich davon abhalten dieses (dein) nichts korrigieren zu wollen, um das "etwas" zu sehen und danach das "viel" zu erreichen?  

jeder kann sein nichts nicht sehen  es  spannend interpretieren, dieses nichts was letztlich von jedem übrig bleibt; irgendwann. 


24 April 2022

arche



wer archen baut sollte die (ge)zeiten berücksichtigen.





 


such/maschine

durch suchen zu finden ist schwer. wer nicht sucht findet plötzlich öfters.

andere

der vergleich mit anderen führt in die derbe finsternis längst verziehener eigener unklarheiten gegenüber des eigenen anspruchs an sich und dem umgang damit diese welt bis zum selbsttod  nicht weiter erlernen zu müssen.

bild/verdruss

ich male mir (m)ein bild. meine fantasie schwingt sich  auf und zwingt mich dem ausdruck zu genügen, der mich hindert dieses bild zu beginnen.

das/genügt

frei-testen heißt das neue zauberwort. man testet sich in die freiheit, man genügt. das genügt. 

feiger/despot

er wird immer um sein leben winseln; der feige despot.

laufe

wer schwenkt die fahne, wem hilft der wind. wenn fahnen bemüht werden, laufe davon.

nicht/draußen

dann bleibe ich eben zuhause. da draussen wartet keine letzte spannung auf mich. nichts was nicht erwartbar wäre. 

die überraschung bleibt den kindern der naivität. selbst mein eigen initiiertes preisgeben zur lächerlichkeit bemüht mich nicht genug; um nach draußen zu gehen.

eigene/prognose

überschriften beherrschen die eigene prognose. das kleingedruckte bleibt eher sekundär.