16 Dezember 2015

einatmen/ausatmen

wir sollten luft kaufen; bunkern, für schlechte zeiten. auf flaschen gezogene frische luft, versetzt mit lebensduft. die chinesen sind hier wieder die ersten gewesen. flasche auf und frische luft. dollars kosten die flaschen, denn sie kommen aus kanada, dort gibt es noch frische luft. 

einatmen, ausatmen, selbstständig.

multi/tasking

sei besser als andere, mache schnell vieles besser; alles gut! das macht selbstbewusst, so wie die coole zigarette an der bar der disko unserer jugend. so wird fast minütlich das smartphone angeschaut, als zigarette dieser zeit. mails,  whattsapp, sms, twitter, facebook gecheckt; daumenschnell, fast gleichzeitig. 

wenn sich das smartphone meldet unerbrechen wir unsere tätigkeit, der wir doch konzentriert nachgehen wollten und zwar sofort. 

wir belohnen uns durch unaufmerksame aufmerksamkeit. das was wir eigentlich tun wollten bleibt unaufmerksam zurück, wird ins nachher verschoben, die nachrichten und die neu(e)gier darauf bricht unsere priorität. 

schon stehen wir in unserem medialen licht, sind anerkannt, was uns schmeichelt, sind stolz und stets innerlich auf dem sprung. wir reagieren auf die angebote anderer, warenangebote, vermeintliche freundschaftsangebote und sind medial achtsamer. der blick auf das smartphone kaschiert oft unsere unsicherheit im gesellschaftlichen umgang? wir liken hier bewerten da, stellen uns; etwas dar. wir fluten unseren geist; öffentlich. doch diese anforderung darf uns nicht überfordern, das ist uncool.

so zerstreuen wir uns und zerstören  die verantwortung für das zuvor begonnene. 

die kontrolle über das wesentliche flieht, anderes wird wichtiger und unsere achtsamkeit abgelenkt, autos rasen ineinander, weil wichtiges nicht wichtig scheint.

ist effektivität nicht eher gewährleistet, wenn wir uns zeitnehmend und ablenkungsfrei nur mit einer sache beschäftigen? wie cool ist das denn?