17 August 2024

das/Buch

Wenn du dein Buch füllst, vergiss die Zeichnungen nicht. Deine Zeichnungen. Bezeichnungen. Du hast dir deine Welt aufgezeichnet, jahrelang. Mit den Pinseln deiner Wahl, den Farben deiner Wahl. Bunt, grau, schwarz, weiß – alles gehört dazu. 


Auch wenn du gern nur bunt malen würdest, hast du es nicht getan. Nicht nur. Das hat Gründe. Lass sie links liegen, kümmere dich nicht darum, sie sind einfach ein Teil von dir. Nur Grafiken für dein Lebensbuch, das du zu einer Biografie ausweitest – wie jeder Mensch. 2024


wünsch/dir/nichts

Wünsch dir nichts? Vielleicht ist das der Schlüssel zu echter Freiheit. Ohne Erwartungen und ohne das ständige Streben nach mehr, öffnet sich ein Raum, in dem alles möglich ist. In diesem Raum erkennst du, dass du nicht allein bist, sondern dass du die Kontrolle über dein Leben in den eigenen Händen hältst.


Die leeren Seiten, die dich erwarten, sind nicht bedrohlich, sondern voller Potenzial. Sie sind dein Buch, das du mit neuen Geschichten füllen kannst. Die nummerierten Seiten, die einst ohne Inhalt erschienen, bieten dir die Freiheit, deinen eigenen Weg zu gestalten, ohne die Last vergangener Erwartungen.


Wünsch dir nichts, und finde die Kraft, dich von alten Vorstellungen zu trennen. In dieser Freiheit entdeckst du den wahren Rhythmus des Lebens – einen, der nicht von Hoffnungslosigkeit und Gefahr geprägt ist, sondern von der Chance, jeden Moment neu zu gestalten. 


Du bist jetzt da, um deine Geschichte zu schreiben, ohne Druck und ohne Angst. Wünsch dir nichts, und erlaube dir, alles zu sein, was du sein kannst. 2024

15 August 2024

keine/Ruhe

Ruhe dich aus, bevor die Hektik des Alltags dich überwältigt. Wie kann man Ruhe finden, wenn man unruhig ist? Wenn du keine innere Ruhe finden kannst, egal wie sehr du es dir wünschst, wenn Gedanken dich belagern und schnelle Ergebnisse erzwingen? Ruhe ist ein kostbares Gut. Aber wie erreicht man sie?


Wer sich einfach hinlegt und die Füße ausstreckt, wird den Kopf nicht abschalten können. Manche Menschen behaupten, das zu können, aber ich zweifle daran. Sorgen – egal welcher Art – lassen keine Ruhe zu. Wer hat keine Sorgen? Hängt nicht vor jeder Tür ein Kreuz, selbst wenn man es nicht zugeben will?


Ruhe herzustellen, scheint also schwieriger zu sein, als es sich viele vorstellen. Vielleicht belügen sich die Menschen selbst in diesem Punkt. Der eine kann besser abschalten, der andere weniger gut. Aber den Kopf ganz ausschalten, das kann niemand. Selbst wenn man sich einredet, Ruhe zu finden, kommt irgendwann alles zurück. 2024

14 August 2024

Menschen/schauen

Verabschiedet sich meine Willkür in eine Blase aus Egoismus und ungereimten Sätzen? Benetze ich nur, anstatt zu wässern? Woraus besteht Ambivalenz, und warum erkennt man sie so selten? Selbstkritik – uihh, da geht aber die Post ab!


Sich an die eigene Nase fassen, um die vermeintliche Selbstherrlichkeit wegzublasen – das gibt sich doch keiner. Da wird gemauert und zementiert, vor allem die eigene Meinung. Oder sie wird in Stein gemeißelt, damit niemand sie korrigieren kann.


Rückzug erfolgt oft nur aus Bequemlichkeit, um keine Diskussionen führen zu müssen, um andere Meinungen nicht aushalten zu müssen. Da galoppiert doch jeder für sich, und gesetzt wird nur auf sich selbst. Egal, wie man denkt – Kritik will niemand hören, da lässt sich niemand stören.


Es geht bis zur vorgefertigten Meinungsverschiebung, zugunsten der eigenen eitlen Prämisse. Und wenn dann Unheil droht, wird die eigene Inspiration bedroht, verroht der Mensch oft hin zur emotionalen Explosion.


Kurze, knappe Schläge aus individuell eingestelltem verbalem Erguss regeln die Szene, oder die eigene Stille verdrängt das Verlangen nach aktiver Konfrontation. Komm, wir gehen Menschen schauen. 2024


13 August 2024

Ich

Nun schaut euch das an: wieder ein Text, einer von so vielen, viel zu vielen. Ich lasse die Gedanken einfach heraus. Selbstverständlich ist das nicht. Wer macht das schon ohne Not? Ich! 2024


p.s Man stelle sich vor das würde jeder so machen?


gut/so

Über Menschen zu schreiben macht Spaß, weil sie auf den ersten Blick überschaubar erscheinen. Es ist faszinierend, wie Menschen sich in verschiedenen Situationen verhalten und welchen Weg sie wählen.


Viele Menschen versuchen, ihr Leben zu planen, weil diese Sehnsucht nach Sicherheit in uns verankert ist. In der eigenen Dynamik lebend, meiden wir oft Veränderungen.


Doch das Leben fragt nicht nach unseren Plänen. Es bringt Herausforderungen, die immer wieder an die Tür unserer Bequemlichkeit klopfen. 2024

Regen/tropfen


Es fällt oft schwer sich wieder einzunorten, besonders wenn sich negative Ereignisse häufen, sich über einen stülpen und der Ausweg aus der Situation nicht sofort erkennbar ist, vor allem, wenn keine freundschaftliche Hilfe verfügbar scheint und man im Chaos zu versinken droht.


Das alles geht vorüber. Das Leben zieht mit all seinen Facetten einfach weiter – manchmal ruhig, manchmal schnell, langsam, bewusst oder unbewusst, all das liegt im Auge des Betrachters.


Dinge kehren dramatisch zurück oder verblassen im Nebel des Vergessens, als nur ein kleiner Teil des Lebens. Sonnenschein ist schön; aber auch Regentropfen können neuen Elan bringen und schützen helfen. 2024

Mein/Punkt

Das Verständnis sucht nach Akzeptanz. Doch das gelingt nicht immer. Verstehen ist das eine, Akzeptanz das andere. Man kann verstehen, ohne zu akzeptieren.


Diese Situation bleibt unbefriedigend, denn wenn man etwas versteht, will man es auch akzeptieren. Am Ende ist es ein langer Prozess oder eine schnelle Entscheidung, je nachdem, worum es geht.


Geht es um reflektierende Menschen, wird es oft schwierig. Die Erkenntnis des Verstehens und die zu erwartende Akzeptanz stehen in Konkurrenz.


Akzeptanz lehnt sich an das an, was man wertet und erwartet – natürlich subjektiv und aus der eigenen Erfahrung geboren.


Ich finde, Akzeptanz ist meistens schwieriger als das empathische Verstehen oder der Wille zu verstehen. Akzeptanz wehrt sich, wenn eigene Werte  unterminiert werden.


Das Unterbewusstsein lässt dann diese Akzeptanz nicht zu, so sehr man es sich auch wünscht, und fordert die eigenen Werte ein.


Das Festhalten an eigenen Werten kann man kritisieren, doch Menschen brauchen Orientierung und einen Ankerpunkt für ihr eigenes Erleben. 


Letztlich geht es nicht um Schwarz und Weiß oder das rechtfertigende Grau. Es geht um Klarheit, und in dieser Klarheit gibt es kein Grau mehr.  2024



11 August 2024

Game/Changer

Die Welt wird, ist schwarz. Man könnte sie zurzeit so malen, energisch pessimistisch, ohne Substanz und völlig entrückt von der Forderung vernünftiger Lebensweisen, die jeden berücksichtigen. “Jeden” ist natürlich schwierig. “Jeder” auch, “jede”. Jeder ist jene, und jene ist jener, und vielleicht jedem entrückt?


Vielfalt. Vielleicht und doch alles gleich. Menschen bleiben gleichartig. Sie unterscheiden sich nur durch den Willen, besonders sein zu wollen.


Wer besondere Fähigkeiten hat, ist deshalb nicht mehr Mensch; er wird nur durch die Gesellschaft zum Mehr-Menschen gemacht. Und wer wehrt sich da schon?


Die “menschlichen Mechanismen” bleiben über die Jahrhunderte gleich. Privilegierte prügeln Mehrheiten und sorgen für den eigenen Nutzen. Also dunkelschwarz. Kritische Stimmen werden in diesem Schwarz erstickt und erklärt, dass es auch Grautöne gibt, was ja so sein kann, aber nur der Manipulation dient.


Gamechanger:


Auf einmal geht die Sonne auf und beleuchtet das dunkle Wrack. Menschen blinzeln und steigen aus dem Wrack, nicht um es zu erneuern oder gar ein neues zu bauen. Nein, sie genießen die Wärme und die hellen Strahlen, die positive Energien freisetzen, die Ideen sammeln lassen, die gleiche Voraussetzungen schaffen. Und das Sommerfeld blüht.


Grenzen werden niedergerissen, und die leuchtende Vielfalt benennt den neuen Versuch nach Liebe und Zuversicht. Es beherrscht das warme Licht die Szenerie, und Menschen schaffen sich ihren hellen Blumentraum in die Realität hinüber, zunächst zögernd, dann durch Erfolge gestärkt, rascher und energischer.


Andere Menschen erkennen diese Chance und beteiligen sich, indem sie in der Nacht die hellen Laternen denen entgegenhalten, die sich noch ängstlich dem neuen Erleben entgegenstellen.


Solidarität: Man bemerkt, Menschen wählen solidarisches Verhalten und behindern nicht diejenigen, die diesen Weg noch suchen. Sie behindern deren Entwicklung nicht, sondern helfen mit empathischem Verhalten, das neue Ziel zu erreichen, das längst beschriebene helle Ziel in Einigkeit, Empathie, Liebe und zuversichtlicher Bereitschaft, das zu finden, was alle Menschen suchen: nämlich ausgeglichene Balance im Leben mit anderen, um ein freies und spannendes, lebendiges Leben zu führen, welches im hellen Sonnenlicht besser funktioniert als im kalten Zustand hoffnungsloser Aussichten.


Das Wrack ist verbrannt, die Sommerwiese ist für alle da. Das ist mein Traum. Wer ihn als naiv betrachtet, hat den Jetzt-Zustand noch nicht überwunden. Wird noch!? 20/24