01 Juni 2024

bequemes/unbequem

unbequem. na und. bequem machen kann es sich doch jeder. unbequem leben, unbequem sein, werden, fordert mehr, erfordert mehr und zwar in häufiger hinsicht. physisch. psychisch. doch nicht das unbequem sein wollen strafft den punkt. 

unbequemes aushalten zu wollen, um sich aus lärmend lähmenden komfortzonen zu befreien, das ist spannend; und das ist auch gemeint. wer es sich bequem macht? alles gut. bequem hat einen leicht negativen gesellschaftlichen touch. das finde ich unfair. 

unbequem sein aber auch. das finde ich auch unfair. und von den bequem unbequemen ganz zu schweigen. nein nichts ist schlimm. man wählt oft unbewusst und variiert nach gegebenheiten. mir ist das zu bequem (geworden). zu unbequem.

"es könnte unbequem werden", ist ein satz, den fast jeder kennt. unbequem im sinne von schwierig. schwierig will man nicht leben. unbequem. bequem aber auch nicht. zu bequem. 

die darstellung eines eigenen bequemen lebens will niemand. lieber doch etwas unbequem? so ein kleines bisschen wenigstens. interessanter? unbequem im bequemen raum? 

20/24

lebens/diebe

es sind immer noch die hiebe. sie sind nicht tot. waren es nie. alt vielleicht; wieder neu alt. ansichtssache. fatal. allemal. hiebe sind hiebe. lebensdiebe. da geht nichts vorbei. leise hiebe, laute diebe. 

so geht das nicht. man wird nichts los. das ist ein irrtum. niemand. keiner. man kann nicht ausweichen. glaubt das nicht. man kann nicht darauf verzichten, nicht mal sein eigenes trübsal belichten. mitnichten, denn hiebe sind lebensdiebe. 20/24

29 Mai 2024

nichts/passiert

ein neues hobby.  ich warte bis nichts mehr passiert. ich will nicht wissen was sein soll, wird. ich will es nicht. will niemals sicher sein. von mir aus lasst alles passieren was ihr wollt, ich bin für nichts, nur dafür; dass nichts mehr passiert.

was sich lohnt, was nicht; interessiert mich nicht. ihr passiert immer wieder eure eigenen grenzen, vielleicht; und doch passiert real doch nichts. seid ihr passagiere im (nicht) passieren? passagen der ungenauen sozialen streuung begleiten den aushub an zunehmenden irrationalem umgang mit anderen und sich; ich will das nicht. 

so warte ich. das nichts mehr passiert. das mich niemand mehr im gleichschritt getarnt passiert. ein hobby was mir einfach so passiert. so regnet vielleicht nichts mehr meine seele an, weil das ja (dann) nicht (mehr) passieren kann.

20/24

p.s. dieser ansatz betont die bewusste minimierung äußerer einflüsse zum schutz der eigenen inneren ruhe, ohne dabei den eindruck einer vollständigen abschottung erwecken zu wollen.

zu/schnell

zu schnell vorbei. erinnerungen. genug gesehen. schon wieder die zeit. sie peilt mich an. augen zu. durch. zeitpunkte im schnellen weich. zu stark genossen. wie schnell das geht. 

punkte fliehen. ersatzlos gestrichene kontrastorgien. gegensätze. sätze dagegen. setze dagegen, oder klaust du dir die eigenen sätze. prekäre lichtleitlinien im breiten sein wollen begleiten die reisenden, die stauen den fluss. quellen nah. abstruse grauweiten bemächtigen sich. verhindern. mit falschen farben wird gerne gemalt, 

beinahe entkomme ich nicht. benommener verzicht. gleitet über mich. amon düül konzerte im müll. manchmal hilft gegen reden nur reden. 

erhebt die hand. zeigt euch an. lehnt euch nicht (an mich) an. versprecht euch nichts. straßen sind leer. fegt den bahnsteig nur, bis der zug kommt. cognac im tunnel des melodischen einerleis.

lasst euch ruhig feiern, bis es vorbei ist....zu schnell......

20/24