03 März 2023

gedanken/illusion

glaube ich meinen gedanken? glaube ich dem was in mich einfließt? willkürlich? gedanken die ohne mein zutun in meinen kopf einfliessen, pausenlos? ohnmächtig schaue ich zu oder versuche sie zu bändigen? wir betrauen unsere gedanken unser gehirn zu besetzen?

nehmen sie als gegeben hin? wähnen sie als eigenes konstrukt? aus mir/uns kommend, entstanden? für meinen körper und dessen wohlbefinden erstellt? wer stellt seine gedanken ab, um selbst zu entscheiden? wer kann das? 

sie fließen ständig, sooft, dass man das kontrollieren kann? hinnehmen muss? den eigenen gedankenfluss als aktivitätsmuster, als flüchtigen zustand, als fremdes netzwerk in uns, was wir zu akzeptieren haben?

können wir unsere neuronalen kunstgeflechte in ein für uns günstiges licht setzen um unsere eitelkeit zu verbessern, weil wir glauben wollen, dass die entwicklung dieser gedanken von uns angestoßen wurde? auch im traum?

sind gedanken an die materie gekoppelt? nach dem tod hat man keine gedanken mehr? setzen wir unsere neuroplastizität richtig ein? wird sie uns vorgegeben? wer beherrscht uns, unsere gedanken und somit unser leben? ist unsere gesamte körperchemie abhängig von guten, schlechten gedanken, auch wenn sie einfach nur auftauchen, ganz ohne uns?

gedanken wegschieben? wer kann das? müssen wir diese gedanken zulassen? welche botenstoffe werde bei welchem gedankengang ausgestoßen? gedanken bewirken veränderungen in uns? flüchtige zustände die kommen und gehen bewirken veränderungen in uns?

bringt mir die placebos die das gehirn täuschen, damit ich mich wieder sicher fühlen kann?  oder ist das eine illusion?

02 März 2023

egoistischer/altruist

ich kann es nicht wissen können. wieso auch gerade ich? sie wissen nichts, wie wir, auch ich, oder sehr wenig bis garnichts. 

das ist so gewollt. durch wen entzieht sich meiner kenntnis, wie so vieles, doch wer (ver)zweifelt schon an sokrates‘ worten?

ich weiß nicht mal etwas davon, dass ich wenig bis garnichts weiß, erahne aber meinen miserablen schnitt. 

ist der abendländische altruist mehr christ, als der morgenländische egoist, oder umgekehrt? wie moralisch wirkt deren moral, was ist wann egal? genbestimmte evolution nun helfe mir doch mal!

keiner weiß was, nicht die die sich (gegen besseren wissens meist zum eigenen vorteil) zu wissen gestatten und die anderen auch nicht.

die möchten aber glauben wollen, dass es andere wissen, damit sie sich nicht vermissen müssen und gestatten sich den eigenen verdruss nur ungern.

sie verehren deshalb ihren falschen kaiser, der es ganz bestimmt weiß, weil er es wissen muss?

seid ehrlich ihr lieben, wo ist denn eure demut geblieben die euch zu erkennen gibt, dass wir nichts wissen, auch wenn wir es unbedingt wollen und uns deshalb sogar von unseren werten und vorstellungen trennen? 

wer lebt frei heraus und ohne die sucht nach der besseren wahl? ist das eure qual? ich denke; das ist egal!

mensch; du gengetriebene lebensmaschine auch wenn du es nicht wahrhaben willst, du kennst dein nichts noch nicht; es gelingt dir einfach nicht.

das/märchen/vom/kontrabass

es war einmal ein kontrabass. seine bestimmung war bass zu spielen. weil der bass zu dominant wurde beschwerten sich die anderen instrumente, solidarisierten sich gegen ihn und so entstand das kontra gegen den bass. kontrabass.

was bitte sollte nun der kontrabass tun, dessen bestimmung doch darin lag tief unten zu bleiben, beim bass. das orchester mobbte ihn solange bis er letztlich aufgab und das spielen einstellte. bräsig spielte er nun seine solos in der gartenlaube von tiger woods.

die geigen und die cellos, die pauken und trompeten, das ganze orchester wurde glücklich und spielte sich frei, hin in die herzen der zuhörer. 

doch die kamen nicht mehr. sie vermissten den bass, den unterschwelligen tiefen ton, der die hellen geigen als gegenpart unterstützte der flöte den weichen raum bereitstellte, damit sie im dumpfen klangumfeld glänzen konnte. die leichtigkeit der verbliebenen instrumente, wurde nicht mehr durch den bass unterstützt, er fehlte einfach.

als der kontrabass hörte, dass das orchester in not war spielte er wie ein gott auf und die menschen kamen zu der gartenlaube, ergötzten sich am feinen kontra des basses, winkten mit den leichten sektgläsern tiger woods zu und wählten den kontrabass zum instrument des jahres und des nächsten jahres auch. 

so wurde das kontra wieder vom bass entfernt und der bass ist bis heute ein wesentlicher bestandteil der musik geblieben, ohne den man sich keinen song mehr vorstellen kann. 

das kontrabasslose orchester hat sich nie wieder von der trennung des basses erholt, erwägten die gartenlaube abzubrennen, oder freiwillig den kontrabass wieder umzubenennen und bereuten die entscheidung ein leben lang. 

und wenn sie nicht gestorben sind.....



01 März 2023

das narrativ vom lebend/sterbenden hund

es war einmal ein astronautenhund. als die gewasserte kapsel von astronautentauchern geöffnet wurde, waren alle astronauten tot, nur nicht der hund. 

tote astronauten sterben nicht und leben nicht, aber der hund! der sprang aus der kapsel in das kalte meer? herzinfarkt!!

der dumme hund wartete also extra solange bis er dran war; diese geschichte ist vielleicht sogar wahr, doch wenn sie schon gestorben sind; leben sie nicht mehr!

die substanz dieses märchens kann man nur in promille messen. ja die astronautentaucher haben den hund im meer vergessen! 

die astronauten waren garnicht in der kapsel und wenn sie nicht gestorben sind? die kapsel war aber ein piratenschiff, deren kapitän betrunken den hund opferte. 

er meinte er sehe die astronauten im regen schwimmen, so nass. das kann doch gar nicht stimmen. den regenbogen sah nur der sterbende hund. er hieß; kunterbunt. 

und wenn er nicht gestorben ist, schwimmt er immer noch der kapsel entgegen, die ein u-boot war. vielleicht die schatzinsel von tschigis khan. der kapitän wird das aber nie erfahren und nicht der tote hund. wir auch nicht.

und nun in herrgotts namen; euch ein amen. 

was/soll/das

nie im ärger zu entscheiden heißt sich im ersten moment zurückzunehmen, durchzuatmen und dann dem gesellschaftlichen anspruch zu genügen, indem man reflektiert auf anfeindungen reagiert? 

man soll am besten sofort souveräne besonnenheit darstellen und das verzeihen an den start bringen, um eine seriöse haltung herzustellen, obwohl das schuldhafte verhalten beim gegenüber lag? 

demjenigen, der das gleichgewicht störte, indem er die despektierlichen worte sprach, verletzende gesten? 

was soll das? 

wer wütend ist, ist nicht souverän, nicht ausgeglichen, reflektiert, will nicht durchatmen, will nicht angemessen reagieren, erzählt mir doch was ihr wollt! 


kompromisslos

kompromisslos? leben, heißt entscheiden. jeden tag. entscheidungen benötigen grundlagen.

erleben und erfahren. erfahrungen helfen zur bewerbung an die noch zu erkundenden eigenen ansprüche.

wer kompromisslos entscheidet bleibt gesellschaftlich zurück, denn was richtig und falsch ist, entscheidet die gesellschaftliche entwicklung, auch durch den konträren diskurs ohne den man nur schwer auskommen wird?

kompromissloses leben (gilt) als das nirvana himself? 

(innerlich) autark sein, heißt auch alleine sein, um seine gesellschaftliche unabhängigkeit zu (er)leben und die vielleicht dadurch erwartbare eigene einsamkeit und isolation wertvoll als gewinn zu verbuchen?

wird der „einsiedler in sich“ glücklich werden können, ohne kompromisse zu (er)leben? ist progressives denken auch ohne kompromisse möglich? wie setzt man den noch zu erlernenden lebensentwurf durch? will man das?

die relevanz dieser fragen und die eigenen antworten kann jeder für sich beurteilen, vielleicht sogar „kompromisslos, kompromissbereit?“ 


28 Februar 2023

mir/bekannt oder niemands/land

unglaubliche menschen und tolle typen; ich kenne einige. darum bin ich sehr dankbar. sie stehen in meinem weg. auf ihrem weg.

spannend. sie sind stabil und winken. rufen mich, diese kleine weile. verkleiden mir meine eile. diesen zu schnellen schritt zu mir. auf mich zu. weg vom fremden kurs.

all das geschieht mir; konsequent. steht ihr einfach aufrecht und mir zugewandt, denn so seid ihr mir bekannt. der rest; der liegt im niemandsland.