23 April 2013

babylon

eine kleine hand voll liebe
hab' ich gestern noch gesucht
heute weiß ich, ich hab' nichts gefunden
 

auf der einen seite goldrausch
auf der anderen ein hungerfeld
dazwischen nur dumme kunden
 

denn wenn der mensch nach den
sternen greift dann wird nichts verschont
 

einer stirbt den hungertod
der andere fliegt zum mond



aus jesus wurde judas
und aus liebe macht
nur das alte kreuz ist geblieben
 

vor mir sehe ich viele führer
die zum würfelspielen geh'n
und sie verspiel'n unseren frieden
 

doch die braven menschenkinder
nehmen das in kauf und wenn ich aus der luft falle fängt mich niemand auf.


babylon - ich seh dich zum himmel
geh'n, babylon - du erschlägst meine zeit 

songtext: ihre/kinder 


schleier/"haft"

man fühlt sich wie im grauen dunst versteckt, in einer weißen  nebelmasse, wie rauch. man sieht ungenau, eben verschleiert. so meint man eine welt, menschen, zu erkennen, doch versteht sie nicht. das was zu erkennen ist, scheint der geistigen entwicklung abträglich. doch schaut man dennoch hin, versucht zu verstehen, windet sich hilflos, um sich letztlich abzuwenden. so erzwungen entwickelt man nun seinen schutzegoismus, sucht jene eigene identität zu entwickeln, die es ermöglicht weiter zu leben, klar zu sehen, um auszubrechen aus der "schleier/haft". so erkämpft man sich die schritte zu seiner eigenheit, geht seinen weg; ganz allein, in seine eigene welt, seinen eigenen tod.

22 April 2013

steuer/sünder oder medial/fatal 2

steuern zahlen die dummen; als "clever" gilt, wer die dummen betrügt, sich vorteile vom allgemeinwohl verschafft und die pflichten der von ihm zum eigenen vorteil benutzten gesellschaft anderen überlässt. selbstgerechtigkeit generiert eine innere genugtung, die als intelligenz vermarktet wird. so entsteht ein staat im staat. die allianz der gesetzlosen führt diesen staat professionell und medial/fatal

"steuersünder" als verharmlosung verbrecherischer, betrügerischer aktivität; empfehle ich als unwort des jahrzehnts.

21 April 2013