ok. der bus ist da. ich habe es gemacht. gekauft. in heidelberg. vw-bus, sie nennen ihn seit jahrzehnten "bulli." grün. wie ein laubfrosch. california, (wie amerika) ocean.
das meer fährt mit. der berg ruft. alles drin. meiner bequemlichkeit geschuldet. naja, so bequem wie ein wohnmobil wird das nicht. soll es auch nicht.
flexibel, feine klinge. motorradfahren ging auch so. wenig mit, wenig stress. von daher habe ich zuviel mit. zuviel nachgedacht. das wollte ich vermeiden. ging nicht. mein ideenrausch. kleinigkeiten, aber eben doch.
da steht er nun. der bus. stabil. er dringt in mich ein. in meine emotion. prüft mich ab. meine philosophie. nur durch das da sein.
nein es gibt keinen namen und kein emotionales geplänkel mit einem auto, aber so wie gesprochenes wort gilt, gilt ab nun auch der bus. er gilt als mein versprechen an meine freiheit, solange ich sie noch finden kann; habe.
die realität wird die vorstellung ablösen, meine vorstellung hin zu meiner realität. es gibt keine wilde reiserei. ich fahre nicht irgendwo hin um da gewesen zu sein. das busfahren macht spaß. das aufbrechen ins ungewisse, wohl wissend das der bus schützt.
das kommunizieren, mit leuten, wenn gewollt, oder nötig und das verweilen in der ruhe meiner selbst? keine ahnung. woher soll ich das wissen. was gelingt und was nicht, wenn ich nichts suche und vielleicht nichts, oder vieles; weniges, finde.
es gibt keinen auftrag, es gibt kein tagebuch. es gibt kein ziel. eine richtung. ja die brauche ich. in dieser richtung passiert, oder passiert nichts. da lass ich mich mal überraschen, wenn ich dann losfahre.
vielleicht bleibe ich auch einfach da. hier. fahre nicht. jetzt nicht. um morgen, übermorgen, oder irgendwann, irgendwo zu sein, oder ich kehre um in meine selbstgestrikte eitelkeit, die mir wenig spielraum lässt. i don`t care.
er ist nicht alt. kein schrauberbus. dafür bin ich zu alt. so stelle ich mir vor er hält mich aus. ich freue mich wenn er funktioniert, wenn nicht wird er repariert. grün? ja er war eben grün. hätte auch blau, schwarz, oder braun sein können, aber nicht weiß. weiß ist keine farbe.
ich melde mich wenn ich losfahre, loslasse, sozusagen. das kann morgen sein, übermorgen, oder einfach irgendwann. wer was liest, ist mir vollkommen egal, ich schreibe es trotzdem auf. vielleicht als tagebuch, vielleicht als besuch in meiner einfalt, wichtig zu sein, sein zu wollen. egal, keine ahnung. ich schreibe wenn ich schreiben will, wenn es was zu schreiben gibt, vielleicht wenn ich nichts zu sagen habe, aber immer frisch heraus ohne doppelten boden.
es geht um den bus und um mich, sonst um nichts. politik interessiert mich nicht, meinungen nur manchmal, kritik nehme ich von mir aus, brauche ich aber nicht. von daher sind mir kommentare unlieb. keiner muss lesen, ich muss nicht schreiben, schreibe unregelmäßig, vielleicht mäßig, aber über den bus und somit auch über mich.
20/24
https://lebenmitbus.blogspot.com/