30 März 2024

29 März 2024

ein/mal(ig)

nur dieses eine mal. wenn es gefiel bleibt es nicht dabei. dann gibt es weitere "einmal." sie gliedern sich an. wie die kette deren glieder ineinandergreifen. 

einmal nur. so belügt, betrügt man sich. einmal ist keinmal. ist es nicht. es ist wenigstens einmal. einmalig. vielleicht. mehrmalig. die verteidigung steht. wer kann schon etwas gegen einmal haben. es wird ja nicht wiederholt.

einmalig dieser einfall, dass einmal nicht schlimm werden kann, da es nur einmal war, wenn es auch einmal mehr gewesen ist. oder zwei, dreimal. man belastet sich doch nicht selbst. man redet aus; einmalig. einmalige ausreden; oder deren mehr. 

einmal dachte ich, dass dieses eine mal einmalig gewesen wäre. dann kam ein einmaligeres anderes und das war auch einmalig. vielmalig mag ich nicht, das passt nicht. das ist einmalig; nicht wahr.

20/24

immer/wieder

diejenigen die kein gas im leben geben, leben auch nicht länger. wichtig ist das man sich gut fühlt. dabei ist. 

gasgeben heißt freudig(es) (er)leben. dafür ist das leben ja da. mancher merkt das spät, andere recht früh. niemand ist dadurch privilegiert; schlauer. das erleben richtet sich natürlich immer wieder anders aus, je nachdem wo der lebensmittelpunkt ist; sein/muss. 

bremsen, einhalt gebieten, gehört auch zum gasgeben, oder halbgas,  damit man nicht aus der kurve getragen wird. geraden sind da eher langweilig, sie tauchen auch auf, auf der reise durch das leben. zum ziel.

dieses ziel definierst du sicher nicht. der tod macht was er will. wann er will. wie er will. du machst nur alles zwischendurch. zwischen geburt und tod.

am besten jedoch; gibst du gas. genießt dein leben. diejenigen die dir das verbieten wollen; lasse sie einfach ziehen. 

iss deinen fisch, wenn du dich dadurch besser fühlst und dich damit für deinen weingenuss entschuldigen willst. selbst diese rotarmisten haben ihre fristen. glaube an die zuversicht und negiere die falsche angst. 

gebe dich frei. erlaube es. du stehst im getümmel deiner gedanken? traust dir nicht, schwankst in deine ambivalenz?

trau dir. wem sonst? das klappt. wenn nicht. dann nicht. dann bewegst du dich trotzdem. vielleicht ist manchmal zuviel gegenverkehr, gegenwind? vielleicht glaubst du dir nicht? doch......

es geht immer wieder die sonne auf, ob mit dir, oder ohne dich. bringt sie ihr licht. eine tür geht auf. noch eine weitere. diese noch. siehste! immer/wieder.

20/24


28 März 2024

statusQ oder im/augenblick

ältere menschen vergraben sich gerne in ihrer sozialisierung. das was damals galt, erforderlich war, wird heute aber seltener benötigt. neues umdenken. wird/ist gefordert.

es wird nicht mehr benötigt. man wird nicht mehr gebraucht. das kennt man nicht. das geht garnicht. das neue wird nicht so gut sein. das alte hat sich ja bewährt. 

dieses neue was man nicht versteht, verstehen will, was unsicher macht. das wollen ältere/alte menschen nicht. 

jeder wird alt. jedes neue. wird alt. das neue der jüngeren wird auch alt und für die dann wieder jüngeren erst recht. die jüngeren der älteren verstehen zum teil noch das „gesellschaftlich geforderte.“ dann auch nicht mehr. spätestens wenn sie älter werden. 

sie behelfen sich mit erfahrung. das ist es was sie haben. erfahrung aus einer älteren zeit. mit anderen anforderungen.

so werden die jüngeren älter in sich. die noch älteren vergreisen gesellschaftlich. zusehends. 

es gibt ausnahmen. wenige. die erfahrenen älteren und die vielleicht weniger erfahrenen jüngeren umgeben sich aber meistens mit gleichgesinnten, um ihre berechtigung zur gesellschaftlichen teinahme/mitsprache abzufragen, bzw. sich verstanden zu fühlen.

da die jüngeren menschen gesellschaftlich relevanter sind, verstummen die älteren zusehends, weil sie sich abgehängt fühlen gar von den jüngeren dominiert. ergo. alt und jung geht nicht? vielleicht doch?

wenn jüngere aus den erfahrungen der älteren profitieren, zuhören, sich dann das nehmen was sie für ihre lebensperformance brauchen; sind sie dann klug?! 

sind alte menschen klug, wenn sie den jüngeren ernsthaft zuhören und ihr spektrum dadurch erweitern?

es gibt ältere jüngere, oder auch ältere ältere, die sich mit der sich ständig erneuernden welt befassen wollen. 

die sich nicht selbst in ihren erfahrungen zuschaufeln und offen auf das neue, auf (das) jüngere zugehen. 

einige verlassen dafür sogar ihren statusQ, bevor sie sich abgehängt fühlen müssen. sie wollen immer noch lernen, welche anforderungen das "jetzt" im leben  an sie stellt. neugierig gebliebene, vielleicht sogar zeitgeister im hier und jetzt. 

andere wieder fühlen sich mit dem wohl was sie haben, sich erarbeitet haben. 

das sich fast jeder als fortschrittlich einschätzt liegt in der natur der sache. wer will schon rückwärtsgewandt dargestellt werden. 

die frage ist nur, ob das interesse am anderen standpunkt nur geheuchelt ist?

wer sich in welcher rolle sieht und sich wie alt oder jung fühlt, definiert jeder für sich selbst. 

die gesellschaft will jedoch hierbei gerne mitwirken um den statusQ zu bestimmen. 

vielleicht ist aber auch mal das innehalten und einen kleinen schritt zurückzugehen, oder zur selbstreflexion beiseite zu treten; 

einfach mal das von außen draufschauen das, was man braucht, um seinen weg im augenblick zu finden.

20/24



27 März 2024

der/neue/bus

ok. der bus ist da. ich habe es gemacht. gekauft. in heidelberg. vw-bus, sie nennen ihn seit jahrzehnten "bulli." grün. wie ein laubfrosch. california, (wie amerika) ocean. 

das meer fährt mit. der berg ruft. alles drin. meiner bequemlichkeit geschuldet. naja, so bequem wie ein wohnmobil wird das nicht. soll es auch nicht. 

flexibel, feine klinge. motorradfahren ging auch so. wenig mit, wenig stress. von daher habe ich zuviel mit. zuviel nachgedacht. das wollte ich vermeiden. ging nicht. mein ideenrausch. kleinigkeiten, aber eben doch.

da steht er nun. der bus. stabil. er dringt in mich ein. in meine emotion. prüft mich ab. meine philosophie. nur durch das da sein. 

nein es gibt keinen namen und kein emotionales geplänkel mit einem auto, aber so wie gesprochenes wort gilt, gilt ab nun auch der bus. er gilt als mein versprechen an meine freiheit, solange ich sie noch finden kann; habe.

die realität wird die vorstellung ablösen, meine vorstellung hin zu meiner realität. es gibt keine wilde reiserei. ich fahre nicht irgendwo hin um da gewesen zu sein. das busfahren macht spaß. das aufbrechen ins ungewisse, wohl wissend das der bus schützt. 

das kommunizieren, mit leuten, wenn gewollt, oder nötig und das verweilen in der ruhe meiner selbst? keine ahnung. woher soll ich das wissen. was gelingt und was nicht, wenn ich nichts suche und vielleicht nichts, oder vieles; weniges, finde.

es gibt keinen auftrag, es gibt kein tagebuch. es gibt kein ziel. eine richtung. ja die brauche ich. in dieser richtung passiert, oder passiert nichts. da lass ich mich mal überraschen, wenn ich dann losfahre. 

vielleicht bleibe ich auch einfach da. hier. fahre nicht. jetzt nicht. um morgen, übermorgen, oder irgendwann, irgendwo zu sein, oder ich kehre um in meine selbstgestrikte eitelkeit, die mir wenig spielraum lässt. i don`t care.

er ist nicht alt. kein schrauberbus. dafür bin ich zu alt. so stelle ich mir vor er hält mich aus. ich freue mich wenn er funktioniert, wenn nicht wird er repariert. grün? ja er war eben grün. hätte auch blau, schwarz, oder braun sein können, aber nicht weiß. weiß ist keine farbe.

ich melde mich wenn ich losfahre, loslasse, sozusagen. das kann morgen sein, übermorgen, oder einfach irgendwann. wer was liest, ist mir vollkommen egal, ich schreibe es trotzdem auf. vielleicht als tagebuch, vielleicht als besuch in meiner einfalt, wichtig zu sein, sein zu wollen. egal, keine ahnung. ich schreibe wenn ich schreiben will, wenn es was zu schreiben gibt, vielleicht wenn ich nichts zu sagen habe, aber immer frisch heraus ohne doppelten boden.

es geht um den bus und um mich, sonst um nichts. politik interessiert mich nicht, meinungen nur manchmal, kritik nehme ich von mir aus, brauche ich aber nicht. von daher sind mir kommentare unlieb. keiner muss lesen, ich muss nicht schreiben, schreibe unregelmäßig, vielleicht mäßig, aber über den bus und somit auch über mich.

20/24

https://lebenmitbus.blogspot.com/