08 Juli 2016

deutsche/fußball/em


jetzt haben sie es doch nicht geschafft, so wie in brasilien trotz diesen trainers die meisterschaft zu erringen.

es nützt eben wenig, wenn man seit den siebziger bzw. neunziger jahren die beste nationalmannschaft hat, aber das management und das trainerteam zweitklassig sind. 

einmal kann man vielleicht mit glück trotzdem gewinnen, so sich die mannschaft alleine aus dem dreck zieht (gegen ghana und algerien wm 2014), zweimal geht es nicht; wie man sieht. 

erst der mediale aufschrei veranlasste damals (2014) löw sich von seiner nur ihm eigenen taktikwelt (höhepunkt vier innenverteidiger stellten die abwehr) zu verabschieden. dieser taktik, der wir nur mit manuel neuers risikoreichen ausflügen standhalten konnten, als serienweise gegnerische spieler frei vor ihm auftauchten. 

ab dem viertelfinale gegen frankreich lief es dann, als man endlich gegen löws einfluss ein spielsystem wählte das den stärken der mannschaft entsprach und die richtigen personalentscheidungen getroffen wurden. 

nun also die em in frankreich. in dieser  gruppe hätten wir mit unserem potenzial alle gegner deutlich distanzieren müssen, nur gegen die slowakei gelang das später im achtelfinale! 

die von mehmet scholl (wie haben sie ihn medial verbrennen wollen, nur weil einer mal den mut hat etwas kritisches gegen fußballgott löw zu sagen) zu recht kritisierte haltung löws sich nach dem gegner zu richten und damit das offensivspiel zu unterminieren, konnte noch mit viel glück zu einem guten ende gebracht werden, weil sage und schreibe vier italiener im elfmeterschießen versagten. doch damit war das glück der "taktikabteilung" löw aufgebraucht.

glückwunsch liebe französischen fußballfreunde, glückwunsch frankreich! ihr habt den langweiligen, abschlusslosen ballbesitzfussball mit falscher neun locker ausgesessen und im entscheidenden moment die deutschen schwächen eiskalt genutzt. 

das deutschland trotz des ausfalls von wesentlichen leistungsträgern ein konkurrenzfähiges team hatte, war in der zweiten halbzeit nicht mehr sichtbar. 

chancen waren erst dann möglich, als der markt schon verlaufen war. eine wesentliche anstrengung von seiten des trainerteams nicht ersichtlich, denn anstatt junge kräfte zu bringen (weigl, sane; vielleicht auch schon mal ein paar spiele vorher, wozu sind sie denn sonst dabei) wurde der heilsbringer götze eingewechselt, der überhaupt keinen einfluss auf das spiel hatte. 

die alibieinwechslung des stürmers sane zehn minuten vor schluss zeigt die ganze hilflosigkeit des trainerteams, man konnte schon froh sein, dass nicht noch der in der "zweitklassigen" ersten türkischen liga angekommene podolski eingewechselt wurde(mit zehnminütigen gefälligkeitseinsätzen, kann man auch zum rekordnationalspieler werden, so es der trainer zulässt, obwohl es die form nicht hergibt). manchmal fragt man sich, was podolski gegen löw in der hand hat, so er doch sein karierende in der nationalmannschaft ausschloss. 

die an das frankreichspiel anschließende respektlose meinungsmachende manipulation von seiten der presse bzw. den stimmen deutscher nationalspieler  oder herrn löws, um das "soo viel bessere deutsche team" kann leicht abprallen, frankreich ist zu recht im finale dieser em, denn sie haben die dazu notwendigen tore geschossen. 

keiner (außer ihrem torwart, selten genug beschäftigt) hat den ball im strafraum mit der hand bespielt. diese neue "qualität", die der dem handballspiel ähnlichen taktik die krone aufsetzt haben nur die deutschen für sich entdeckt! ich wünsche frankreich viel glück im finale!

ps. das eines klar ist, die deutsche mannschaft verfügt über ein herausragendes potenzial, sie hat bewiesen wozu sie fähig ist, doch es ist sehr traurig für den deutschen fußballfan wie falsche personalentscheidungen und taktiken wirken können.

nachtrag vom 11.07.16

glückwunsch portugal! diese mannschaft ist nicht "die mannschaft", aber ein verschworener haufen mit einer auf die stärken ausgelegten taktik. 

die geschlagenen werden neiden und kritisieren und schreiben, dass portugal ein glücklicher gewinner ist, doch glück erzwingt man mit können und so ist es dann auch möglich trotz wichtiger personeller ausfälle ein jetzt-erst-recht-gefühl zum erfolg zu bringen, was der deutschen mannschaft  nicht gelang. 

kriklosigkeit und verordnete wir-waren-besser-statements werden hier eher nichts helfen, aber auch nicht die qualität der deutschen mannschaft anzuzweifeln.

die vermutung liegt nahe und lässt sich leider nicht beweisen, dass deutschlands potenzial und qualität mit dem portugiesischen trainer, mindestens ins finale geführt hätte, zu mehr braucht es dann eben auch das quäntchen glück, welches die tüchtigen portugiesen hatten.