ich will nicht immer konzentriert sein; schnell denken müssen um zu genügen, denen die schneller sind als ich. schneller müde werden und es nicht merken, weil sie gefangen sind in ihrem schlichten sein; allein.
07 Oktober 2021
face/to/face
ich lasse das jetzt, diese digitale konversation ; diese so unpersönlich art, die missverständnisse zulässt, das mag ich nicht; lieber von gesicht zu gesicht.
zwei/promille
flughäfen mag ich nicht, diese menschenmassen filternden bewegungsstätten, flugzeuge bewegen menschen, wer weiß wohin. woanders sein, das war schon immer der menschen wunsch, wegsein, davon berichten wie es woanders war. weit weg.
sie setzen sich also in von menschen betriebenen fortbewegungsmittel und vertrauen denen, die sie steuern. sitzen zehn kilometer über dem erdboden in einem großen sarg und vertrauen dem pilot und darauf, dass es sie nicht trifft. machen auf cool.
"wissen sie, das ist nun mein fünfzigster flug, da passiert nichts". manchmal doch. wer in kein flugzeug sitzt, stürzt nicht ab.
der autoverkehr ist zehnmal gefährlicher, so hört man. mag sein, sagt das mal den passagieren des 11. September 2001 die in die new yorker türme rasten.
wenn es sich nicht vermeiden lässt, steige auch ich mal ungern ein und vertraue wem auch immer mein leben an, aber stets nur mit zwei promille im blut.
billie/holiday
wenn ich mich zurücknehme, chille, langweilen will, höre ich dich. deine texte sind einfach und erzählen von liebe und all diesen dingen.
ich höre dir zu nebenbei, nicht so wirklich richtig, praktisch ohne bezug zu irgendeinem musikalischen aspekt. den erwarte ich auch nicht.
ich erwarte gar nichts, lasse mich zurauschen von dieser musik aus vergangener zeit, man mag diese geschundene stimme oder nicht. billie holiday.
eigentlich/eitel
menschen wollen konstruktiv sein, ihr leben lang. etwas (er)schaffen. ihres. dafür respektiert werden, geehrt; das verwehrt nicht mal der schlaue fuchs.
eitelkeiten befördern dieses verhalten, wer eitel ist, ist angreifbar, kann instrumentalisiert werden, weil er dem belohnungsprinzip anderer menschen folgt, sich dadurch manipulierbar macht.
einem hund gleich bettelt er nach lob, das kostet; zumindest respekt.
andere menschen nutzen das um besser dazustehen gesellschaftlich. eitelkeit ist so unnötig wie das Wort eigentlich.
wer wem gefällt, kann eh nur periphär gesteuert werden, da kann sich ein mensch noch so anstrengen, denn wenn es nicht passt, passt es auch nicht, wenn er sich noch so devot oder eitel verhält; meist, oft, ist das sogar kontraproduktiv.
mach/es/einfach/nicht
versuche es, wie du kannst das nicht? hast du das noch nie gemacht? traust dich nicht; nicht mehr; du hast es also oft gemacht, brauchst es und traust dich nicht mehr?
körperlich wäre es kein problem, sagst du. du knickst in dich ein vor dieser für dich neuen erfahrung?
weißt du was: "dann mach es jetzt nicht!"
ich/gehöre/dazu/tattoo
früher waren tattoos häftlingen vorbehalten, den fremdenlegionären und diesen armen juden.
irgendwann kippte das um und wurde zum jugendtrend. mit dem weiblichen arschgeweih fing alles an.
junge männer wollten nicht nachstehen und so wurde das arschgeweih zur zierde; am arsch.
tattoos und piercing setzt ab, von anderen, das ist es was gewollt wird, die langen haare der siebziger sind heute die arschgeweihs und piercings dieser zeit; selbst dann wenn das arschgeweih längst out ist.
das äußerliche absetzen von dem mainstream, wird zum neuen mainstream, was wurde denn dann eigentlich erreicht?
was jeder hat gefällt plötzlich? sie werden sagen ich mache das nur weil es gut an mir aussieht; bis der nächste trend einschlägt, vielleicht heißt der ja tattoos entfernen; aber alles gut; kein ding.
pur
das pure lebt, niemand kommt daran vorbei. so er das pure überhaupt sehen kann.
pure sympathie, pure analoge menschlichkeit, manchmal genügt nur pures interesse.
die pure bereitschaft zum erkennen und die Vervollständigung dieser gabe; dass pure sehen erlernen, ist in dieser überfrachteten zeit sehr schwierig. wohl dem, dem das gelingt.
06 Oktober 2021
die/masse/oder/ helden/der weisheit
gedanken, negativ verankert, gedanken taugen nicht. nie; gedankenlos bist du frei; das ist uns einerlei, weil wir degeneriert sind, weil wir denken wollen, müssen.
wer am besten denkt, die masse am besten bei dem denken unterstützt, wird populär, wer populär ist ist nicht mehr in der masse.
die masse denkt, aber nicht nach. nachdenken ist eh nichts, vordenken, das ist nicht der masse ding; und nicht deren anderen.
wir könnten das denken lassen, massenhaft sein lassen, mit "einfach sein" prassen, das geht nicht.
die masse will das nicht. die die die masse beobachten nutzen das um darüber nachzudenken was man mit denen anfangen kann, die masse merkt das selten, so entstehen helden der Weisheit.
ps. wenn das nicht verstanden wird; bitte melden, bei der masse.
roter/teppich
ich gehe nicht über diesen roten teppich; ich doch nicht. wer hat den da hingelegt? wer hat das angewiesen? ich würde nicht darüber gehen, wenn er blau, grün, lila wäre; nie, absolut nicht.
lass die sternchen und ihre sterne darüber schlurfen, das lächeln blitzt; kamera hier und da; was hat das mit mir zu tun, weg mit dem ding, ach wie schön ist es mehr wert zu sein, weil man gerade über einen laufsteg laufen kann oder zwei sätze gerade aussprechen kann, wer erhöht menschen, so das sie sich so wichtig fühlen, wer belächelt sie, doch das bemerken sie nicht, während sie diesen, ihren blöden roten teppich benutzen.
etwas
ja klar etwas; etwas kann groß werden; so sehr groß. etwas großes. wie kann das etwas groß sein? es müsste doch zumindest größer als etwas sein; vielleicht mehr; wer mehr will, bekommt etwas, das ist manchmal so.
wer etwas bekommt ist nicht zufrieden weil er nicht etwas großes schaffen kann, das spiel nervt entweder ich bekomme etwas oder viel, oder viel zu viel, oder viel zu viel von etwas, etwas wird sozusagen migriert in etwas großes.
etwas großes? ist doch nicht wirklich euer ernst? wenn man etwas hat dann doch nichts großes, wenn man was großes hat dann ist es doch nicht etwas; also ich kenne mich da gelegentlich aus; etwas.
der/chinese/in/mir
wenn ich chinese wäre? dann wäre es eben so. die chinesen können auch krawatten binden, nein nicht mit diesen stäbchen.
ich würde messer, löffel und gabeln aus der eu importieren, soviel ist klar.
nudeln mit stäbchen und dann den ganzen tisch versauen da gehört etwas europäische kultur rein.
wer 1200 millionen chinesen mit messer, gabel und löffel versorgen möchte, muss sich warm anziehen.
man stelle sich vor jeder chinese hätte eine waschmaschine, den Wasserverbrauch; meere müssten entsalzen werden.
ich glaube ich lasse die chinesen im reich der mitte mit stäbchen in der suppe; ist mir doch schnuppe.
dein/traum
wenn dein traum dich verlässt, klage darüber. es war dein traum; dieser kleine tod nur für dich aus dem du nun erwacht bist.
nein dieser traumdeuter hilft dir nicht; er fesselt dich nur an der vergangenheit fest.
frag ihn nach kommenden träumen; so wird er lügen.
du versuchst ihm zu glauben, weil du glauben willst, weil du deinen vergangenen traum zurückwünschst; bis du deinen nächsten traum findest.
my/yougest/son/came/home
mein jüngster sohn ist heute nach hause gekommen,
seine freunde marschierten mit ihm den ganzen Weg,
die flöten und trommeln schlagen die zeit
wie in seiner kiste aus poliertem kiefer
- wie totes fleisch auf einem metzgertablett -
mein jüngster sohn ist heute nach hause gekommen.
mein jüngster sohn war ein feiner junger mann,
mit frau, tochter und sohn.
éin mann, er hätte gelebt und wäre gestorben
durch eine kugel geheiligt;
jetzt ist er ein heiliger - so sagt man.
sie haben heute ihren heiligen nach hause gebracht.
über den engen straßen von belfast,
ein irischer himmel schaut nach unten und weint
auf kinderblut das in dachrinnen vergossen
für unerfüllte freiheitsträume.
als teil des zu zahlenden preises der freiheit,
mein jüngster sohn ist heute nach hause gekommen.
und diesmal ist er zu hause, um zu bleiben.
quelle: eric bogle (* 23. september 1944 in peebles, schottland) ist ein schottisch-australischer sänger, singer-songwriter und friedensaktivist.
dr./neugebauer/und/ines
dr. neugebauer; notaufnahme; 22:30. hellwach wirkt er; helle. nein, so jung ist er auch nicht mehr; sachlich und ruhig, bestimmt.
er kennt mich nicht, wie soll er auch und auch nicht meinen patient.
wen er kennt, ist ines; die war mal da vor einiger zeit; sagt er. er lächelt.
daddy/kommt/heim
daddy kommt heim. kann ich heimkommen? sag mama, kann ich heimkommen? weine nicht wegen mir, mama. weine nicht, wenn daddy heimkommt. daddy kommt heim; ich komme nicht heim. weine nicht wegen mir; mama.
dreißig/millionen
gratulation, zum gewinn von dreißig millionen. dreißig na dann. ich springe nicht auf. früher vor jahren, da hätte ich mich wohl im siebten himmel gefühlt.
heute weiß ich, besitz ist verpflichtung. besitz vereinnahmt dich und was du heute kaufst ist morgen normal, denn die Vorfreude auf etwas ist der kick.
dreißig millionen; einfach so. was soll ich damit? soll ich mir eine große villa kaufen, die ich als millionär nicht putzen will?
soll ich angestellte verpflichten die mir in den füßen herumlaufen und ständig nach irgendetwas fragen, oder diesen oberbutler, der alles managt.
eine riesenyacht dreihundert meter lang, in der ich mich einmal im jahr aufhalte; siebzehn luxusautos, von denen ich nur eines fahren kann, einen chauffeur, der die flotte pflegt und dieser kapitän.
oder soll ich ins weltall fliegen, damit ich etwas mit mir anfangen kann? dreißig millionen mal; nein!
jeder/zeit
ja doch, man kann deinen tanzschritt sehen, diesen federnden vetreterschritt; du hast talent. nein nicht zum vetreterberuf, zum tanzen.
das sehe ich in deinem gesicht, das hörst du gerne, ob es auch stimmt? bin laie. du riechst gut. wie ein frischeingeschäumter liftboy vor dienstantritt.
respekt, was alles dazugehört habe ich nicht gedacht. den partner? brauchst du nicht. tanzt für dich allein. tanzt in dich hinein, sagst du.
stöckelschuhe bringen dich nicht aus der ruhe und dieses enge kleid. ich sehe es du bist bereit für deinen tanzkurs; jederzeit.
damals
tilly, palmolive; hb-männchen wer wird denn gleich in die luft gehen?
werbung in den siebzigern, achtzigern; damals als der ton nicht lauter wurde, als die werbung kam.
berufs/wunsch
wenn ich groß bin werde ich politischer sachverständiger für in der politik angewandte emphatische ästhetik.
das hält mich frisch. wenn ich da genauer hingucke, habe ich wenig zu tun; bin ja nur sachverständiger, für nichts. ich stelle fest was ist. mehr ist nicht meine aufgabe.
ich vermute mal, der (m)istzustand wird nicht nur akzeptiert, sondern hofiert.
kritik ist da nicht zu erwarten, man will sich ja nicht bloßstellen.
du willst mich zu meiner berufswahl beglückwünschen; ob du das wohl so alles richtig verstanden hast?
zum/wohle/des/deutschen/volkes
das politische farbenspiel, ränkespiel tobt; durch berlin, durch deutschland nicht.
da ist nur neugier darauf was nun wieder mal instrumentalisiert wird um den ach so doofen deutschen das als fortschrittliche politik zu verkaufen, was doch nur dem eigenen machtanspruch dient.
strich drunter.
anbiedern, schmeicheln, speichellecken, schlagzeilengeile journalisten instrumentalisieren, all das passiert nur vordergründig.
die eiskalten machtspiele werden in den hinteren räumen menschlicher unwucht ausgetragen, jeder sucht den vorteil um mehr macht zu erhalten, um menschen zu gängeln bzw. den sogenannten fortschritt anzurufen, der nur mit dem oder dem erreichbar wäre, weil man ja so klug in die zukunft programmieren kann, das es nicht mehr auszuhalten ist, doch:
"es geht nur um macht und geld!"
es geht darum als erster; menschen einzuschränken, vorne zu sein. da ist nichts mit:
""zum Wohle, des deutschen volkes!"
was/ich/will
männer und frauen passen nicht zusammen, das wird auch von frauen nur selten bestritten. so sucht sich jeder seinen anteil im leben und kämpft darum.
waren es früher die männer, die öffentlich bevorzugt wurden, privilegiert waren, so hat sich das blatt gedreht. die frage nach dem warum spare ich mir; bin ja mann.
mit der männlichen bundeskanzlerin habe ich keine probleme, wenn es das ist was gebraucht wird. mit gleicher bezahlung zur gleicher leistung sowieso nicht. das müsste selbstverständlich sein; werden.
es gibt viele tolle frauen in vielen tollen berufen, die sich jeden tag auf das neue beweisen, wie es aber auch männer tun.
schon schreien die feministinnen auf:
ja aber......
ist ja schon gut, ja aber geht oft, fast immer; ich weiß, dass das funktioniert.
vielleicht sogar bis hin zur frauenquote, die fähige frauen nicht brauchen, nur die, die an qualifizierteren männern nicht vorbei kommen; oder wurde das abgeschafft, das ein mann besser sein kann als eine frau; so wie auch eine frau besser sein kann als ein mann.
wer so argumentiert steht schon im feministischen abseits, sollte verschämt weggucken, oder ruhig sein, dieser obermacho; sei es drum; ich schreibe was ich will.
05 Oktober 2021
warum/weshalb
ok wir thematisieren das warum. warum sollte das etwas bringen, warum sollten menschen davon lernen?
warum hält sich der an das und der an das andere? wieviele warum brauchen wir die uns nicht ausfüllen mit dem was als antwort übrig gelassen wird.
sicher kann jeder frei nach dem warum fragen; warum dieses, warum das. man kann der illusion nachhängen, das sich etwas ändert, wenn man nach dem warum fragt. wer will das warum eigentlich hören?
wen stört man damit, wer wagt den konstruktiven schritt? warum stelle ich die frage nach dem warum? warum kritisch, unkritisch?
warum, ist dumm, wer sagt das? warum leben wir, warum lieben wir, warum sterben wir, warum geht die sonne unter, warum trifft uns dieser blitz; warum stirbt dieser mensch, dieses kind?
bringt uns das warum auf kurs? oder wählen wir gar den kleinen bruder weshalb? warum gieren wir nach der frage warum; lässt es uns besser leben und wenn; warum, weshalb?
humanistischer/verkehr
sehr geehrter bundesminister für verkehr,
ich möchte mich ausdrücklich dafür bedanken, dass sie persönlich meinen brief vom sechsten des monats beantwortet haben und mein verwundern zum ausdruck bringen, dass sie nicht bereit waren, sich meiner meinung zu öffnen und somit verhindern, dass sämtlicher verkehr in deutschland gestoppt werden würde.
mein ökologische ansatz neigt sich fusend auf dem humanistischen bildungsideal von herrn dr. nopuls zu der ansicht: ohne verkehr; kein c02.
sie aber herr bundesminister retten sich mit ihrer kontraproduktiven haltung ins nichts.
ihre frage, wie deutschland demografisch ohne verkehr überleben soll, bzw. wer dann später die renten erwirtschaften soll; habe ich in diesem zusammenhang nicht verstanden.
ich versichere ihnen, dass ich nicht mit mir spielen lasse und eine kommission beauftragt habe ihren ablehnenden brief zum anlass zu nehmen, ihr persönliches Verkehrsverhalten zu untersuchen, damit ein etwaiges fehlverhalten sofort öffentlich thematisiert werden kann. hochachtungsvoll...
na/denn
gut ich suche mir ein vorbild, denn ich möchte vorbildlich sein und das hat seinen grund.
vorbilder leben vor, wie gelebt werden sollte, leben ansätze vor, eben so, wie es mir passt.
so wie der will ich leben, so wie der will ich sein. so ein scheiß!
wer lebt schon so wie ein anderer und wer sagt das der andere so lebt wie er es vorgibt; zu leben.
wer erhebt ihn zum vorbild? ist der massenmörder vorbild für den doppelmörder der sich nicht traut noch mehr zu morden?
ist der korrupte präsident vorbild weil er die landesflagge schwenkt? dieser polizist, der den streifenwagen stielt?
vorbilder taugen selten; oder nicht, selbst nicht; für den wichtigen wicht.
für/mich
man kann dieses leben nur im suff ertragen; wer so argumentativ stark fakten aufbaut; hat meinen respekt.
na ja, man müsste suff noch definieren, aber vom prinzip her hat dieser mensch nachgedacht, oder spricht anderen menschen nach; die nachgedacht haben.
was ja nicht so unklug ist, so diese aussage stimmig und entschlossen formuliert; schlüssig wirkt; für mich.
ziemlich/gut
"Wenn du etwas tust und es sich als ziemlich gut herausstellt, dann solltest du etwas anderes Wunderbares tun und dich nicht zu lange damit aufhalten. Überleg dir einfach, was als Nächstes kommt."
"sunny/side/up"
das ei ist es was mich interessiert; speziell das spiegelei . wer in amerika ein spiegelei gewendet gebacken haben möchte bestellt:
"sunny side up",
was bitte ist daran so schwer zu verstehen, dass sich halb europa hilflos zurückzieht wenn man ein doppelt gebratenes ei wünscht? ich fordere das ende der diskriminierung für sunny-side-up-konsumenten; verdammt nochmal.
ps. wenn man bilder googelt findet man im ganzen netz kein scharf gebackenes gewendetes ei!
rote/bank
sie steht im garten. diese bank. rote bank. mein ruhepol. bequem ist sie nicht.
ich sitze in der sonne, denke nichts. fühle mich bei mir. so eine art meditation. völlig ungewollt.
die sonne geht unter. ich sitze noch da. warum die bank rot ist? das ist doch nicht das thema!
die/schlange
es windet sich diese schlange in mir, schlängelt sich durch mein bewusstsein, nährt die angst und schleicht weiter ins unterbewusstsein um ständig zu pendeln; dazu ist sie da.
nein, ich baue diesen fahrstuhl nicht, ich nicht; damit es ihr besser geht, damit sie schneller wechseln kann, das tu ich mir nicht an.
so hat sie es schwerer meine bewusstseinsstrukturen durch angst anzureichern, in ihrem sinne, denn diese schlange ist böse; wie die im paradies. sich zu wehren ist nicht so einfach, denn die schlange ist schlau.
du kannst sie mit liebe lenken, damit ihre kraft ertränken um wieder völlig bei dir zu sein; lass diese schlange; nicht mehr in dein leben rein.
gedanken/narrativ
ja klar, jeder leser, schreibende, will sich im text erkennen, das ist der sinn von schreiben, vom lesen. ich schreibe narrative. gedanken/narrative.
dem leser allerdings kann und will ich nicht genügen, so wie jener musiker der jahrelang auf der straße spielt und zufrieden seines Weges zieht, bis ihn dieser agent entdeckt und sein leben verändert, das bisher doch so in Ordnung war und ihn "seiner öffentlichkeit" preisgibt.
oder jener buchautor der einfach für sich losschreibt, seine welt beschreibt, bis dann dieser Verlag anruft und ihn kommerziell zu kompromitieren sucht.
ich genüge nicht einmal mir, ok unsinn schreiben, "rumlabern" das möchte ich nicht und ehrlich, so gesehen werden möchte ich auch nicht, was nicht in meiner hand liegt, natürlich gibt es auch klamaukige texte, aber eher selten und dann sind sie so auch erkennbar.
wenn mich also jemand so erkennt, habe ich vielleicht etwas richtig gemacht und ich freue mich und wenn nicht liegt es an mir.
letztlich ist mir das egal denn ich schreibe mich weg, so wie sich dieser alkoholiker wegschießt, so schiebe ich gedanken/narrataive in die welt.
welcher leser was denkt, was liest, was wichtig nimmt, was für sich in anspruch setzt, bleibt ihm überlassen.
so erkenne ich meinen text, als textwriter der dem musiker gleicht, dem minnesänger längst vergessener zeit; der stets die straße berührt; denn das ist mein ich und das macht mich froh.
04 Oktober 2021
foot/steps
fußstapfen, footsteps; nö. ich muss das nicht hinterlassen. man könnte meinen, wenn man öffentlich schreibt, sei das auch eine der eitlen motivationen.
wenn ich überlege, warum ich öffentlich schreibe, begegne ich mir. in diesem fall fällt es mir schwer.
ich weiß doch, dass dieser fußabdruck vom anbrandenden meer verschluckt wird, meiner, deiner.
manche menschen haben andere fußabdrücke, sie bleiben nicht, so sehr sie sich auch anstrengen.
man kann davon träumen, in der nacht, am tag, oder man lässt den gedanken fliehen.
03 Oktober 2021
kindesfragen/zum/stand-up-paddeln oder hau/endlich/ab
man kann das stand-up-paddel, nicht mit einem U-boot vergleichen, das ist töricht. allein schon deshalb, weil es oberflächlich wirkt.
nein nicht die besteigenden mitreisenden, sondern das board an sich wird an der oberfläche verwendet. ja man besteigt ein board, der länge nach. klar auch ins Wasser knallt man der länge nach, logisch.
nein natürlich ist es nicht bewaffnet, nur der paddler; mit dem paddel; richtig u-boote paddeln nicht; das ist wieder eine wichtiges unterscheidungsmerkmal.
aber sonst du hast recht, es schwimmt man kann auf ihm sonnenbaden und wackelt im sturm.
nein wenn es abgetaucht ist nicht, da spürt das u-boot keinen sturm, der paddler aber liegt längst in der brühe; ganz recht mein kind.
nein es gibt auch boards, die man aufblasen kann, ein u-boot bläst an, ich weiß das, mensch!
kennst du dich jetzt aus oder ich, du neunmalkluges kind? nein man säuft nicht ab mit doppelkammer, ja 1,5 bar, richtig wenn es auch bestritten werden kann, du willst lieber u-boot fahren, weil man da kommandant sein kann. hau endlich ab!
sonnen/brille
ich setze diese sonnenbrille nicht auf, sie relativiert mein gesichtsfeld, verdunkelt die sicht; das mag ich nicht.
so suche ich die sonne nicht, in meinem gesicht; ich tauche einfach unter ihr weg; als selbstbestimmter zweck.
manchmal erwische ich mich, will dunkel sehen, will dunkel mich nicht sehen lassen, will anonyme augen, will ruhen, im gegenüber ruhen, dann ziehe ich die brille auf, schweige und bin ganz bei mir.
relativierte/relevanz
angenommen, nur mal angenommen, du würdest das nicht lesen, stünde es dann da? wäre es dann relevant? kann sein, dass es da steht und ist nicht relevant, das meine ich aber nicht.
wer seine relevanz gewichtet kann zu der überzeugung geraten, keine relevanz zu erzeugen, ohne der relevanz zu leben, oder die relevanz zu beschränken so er sich das leisten will, kann.
wer seine relevanz relativiert, völlig frei und ungeniert, lebt besser, schlechter? fragen; vielleicht sind sie sogar relevant.
dieser/see
du gehst weg, weg von diesem szenario, ruhst aus, durch weggehen, woanders sein, moderierst dein eigenes angebot; das angebot derer die dir mehr entsprechen, die vor denen du weggehst verstehen das nicht.
das wollen sie nicht. du sollst da bleiben für sie. für die darstellung ihrer eitelkeit; sie jagen dich in ihren Wald, deren bäume sie gepflanzt und derer wurzeln sie gießen stundenlang, tagelang, immer, vielleicht ewig.
doch du gehst weg, weg von diesem Wald, diesen bäumen, atmest durch, niemand ist hinter dir, dein vortrieb ungebremst, langsam erholst du dich und dann:
"siehst du diesen see!"
stunden/lang
schon mal in diesem kreis gefahren; umkreis? der kreis um dich herum, dein gebiet. kennst du dein gebiet; deinen kreis?
du meinst du fährst ständig im kreis, oh, weißt du das meinte ich nicht, hat aber gewicht. du findest den ausgang nicht, die abfahrt zu dir.
das ist ja ein ganz anderes thema. darauf bin ich jetzt nicht vorbereitet.
du meinst du findest nicht mehr deinen weg? wolltest dein gebiet befahren, doch dein inneres navi streikt, du brauchst das navi aber für deinen weg?
oops, ich glaube ich sollte dir mal zuhören; stundenlang.
gute/idee
ok, ich spreche euch an; ja euch, ihr wisst wer gemeint ist, du und du auch; natürlich selbst du; du zögerer ob der tatsache auch dazuzugehören. ja du gehörst auch dazu.
nicht alle; das glaubt mal nicht, diese nicht und jene nicht, ich appelliere nicht, an dich, an diese, jene, das mache ich nicht, du gehörst nicht dazu; erkennst dich da sicher.
ich spreche euch an; öffentlich, jene eben die zu mir gehören, in mir wohnen, das lohnt sich für mich, vielleicht für euch; aber das ist es nicht, was mir wichtig ist; doch!
dich verstehe ich nicht! du möchtest wechseln? umziehen? in meine wg?
naja, was sage ich jetzt dazu? ich habe ja nicht das recht dich zu manipulieren, zu ändern und du lässt es wahrscheinlich auch nicht zu und wärest du verändert wärst du ja nicht mehr du selbst und du selbst; passt nicht. nicht weil du so bist, sondern weil ich dich nicht leiden kann, wie du bist.
ich will nicht arrogant wirken, meine wg heroisieren, aber weißt du das sind schon tolle leute!
du meinst, du überlegst es dir noch mal; gute Idee!
spiegel/der/jugend
gut ich schreibe einmal so wie ihr es wollt. nicht so dunkel, negativ, wie ihr es euch zu verstehen angewöhnt habt, mehr lustvoll, ausgelassen, tanzend, kritiklos, bin ausgelassen; will nichts auslassen, menschen in gassen, werde mir dieses t-shirt kaufen, was noch keiner hat. als einzelstück für ein einzelstück; wie mich.
ich lasse mich treiben in den genuss des augenblicks und schaue in keinen spiegel, der mich nur frustriert, erinnere mich an meine jugend zurück, da war das doch mein ganzes glück; dieses sein, vorbehaltloses "einfach sein!"
ich spiele mit euch zusammen euer spiel, mein spiel und merke endlich; was auf diesem t-shirt steht:
"wie war ich doch vermessen; das alles zu vergessen!"
ps. einmal, nur einmal.
der/ buddhist/in/mir
beachten, achtsam sein; der buddhist in mir sagt mir, wichtig das ganze. zuhören, nicht stören, ruhelos danach trachten ruhig zu bleiben, die innere ruhe zu errichten.
das sieht der buddhist als seine pflichten, das spricht mich an; das empathische innehalten, die zögernde antwort, die balance eigener worte, die positive erkenntnis im hier zu sein und nicht allein.
spartanisch, minimalistisch das finden was die allgemeinheit als glück definiert, das ausgeglichene nivellieren des eigenen anspruch an sich selbst, als lebensart voll freude und ohne diese gier nach macht.
die mainstreamer werden mich beraten werden mir sagen, wo bleibt da die lust zum leben, die ausgelassene ekstase, die äußeren einflüsse das markenkleid, sie werden sagen:
"dazu bin ich nicht bereit!"
der buddhist in mir schweigt sich zu, denkt nichts, oder nicht in diesem sinn;
doch es ist nicht nur "dieser buddhist"; in meinem herzen drin.
uhr/der/illusion
wer hat schon mal an der uhr gedreht; seine persönliche zeit eingestellt; die zeiger verstellt in eigener regie, sozusagen am regiepult der zeit. jeder kann die zeit verstellen; toll nicht wahr, man muss nur an der uhr drehen.
wer viele uhren hat kann sich viele zeiten einstellen, eine für den vormittag, oder man stellt die uhr auf tag und die andere auf nacht, das ist besonders clever denn so kann man stets die tageszeit leben, die man wünscht; man muss nur auf die entsprechende uhr schauen; oder nicht?
man schaut immer auf die uhr, die gerade vormittag anzeigt und es ist immer tag. es kommt also stets auf die sichtweise an, wie man seine zeit betrachtet; mancher schaut sich nur die nacht an, das kann er tagsüber nicht und umgekehrt.
man hat immer die wahl, seine uhren so einzustellen, wie man es will, sogar die sommerzeit geht uns dann nichts an; wir setzen sie einfach aus. meine uhren laufen so wie ich es will!
meine zeit steht dennoch niemals still.
wahr/sager
wahrsager; sage mir die zeit, die zukunft voraus. das wahre in nächster zeit, was mich betrifft, meine freunde, familie, einfach alles. schonungslos, auf keinen fall negatives.
schaust du in diese glaskugel, die für dich die welt bedeutet, legst du meine karten auf den tisch? deine karten, deine wahren karten, für das mich? wahrsager; ich vermute mich in dir und vielleicht glaube ich dir; sonst wäre ich nicht hier.
