08 Dezember 2012

stand/bild

es ist nur eine fotografie, was anderes habe ich nicht; diese fotografie erinnert mich an diese situation in jenem moment, jener zeit; standbild meiner erinnerungen, emotionen kehren zurück; meine vergangenheit trifft mein inneres auge, trifft mein herz. 

ballast

die arche schwankt, noah hatte falsch beladen, war falsch beraten, zu überladen! so überlebt die arche nicht, sie hat zuviel gewicht.

bei/trag

gib einem menschen ein dach über dem kopf, zu essen und zu trinken und er wird kreativ; sind grund/sorgen beseitigt, wird er anfangen zu arbeiten, seine entwicklung suchen; beschränke nicht seine gedanken, beschränke nicht seine zeit; dann ist er für seinen beitrag am leben bereit.

07 Dezember 2012

gesellschafts/not

es quält der gedanke, dass kreative und innovative menschen ihre ideen und angebote deshalb nicht der allgemeinheit zur verfügung stellen könnten, weil finanzielle mittel fehlen, oder nicht bereit gestellt werden.






an/klage

beklage dich nicht mensch, beklage nicht dein leben, beklage keine not; denn morgen bist du tot.

04 Dezember 2012

oskar/niemeyer

konventionen haben dich nie interessiert; weiche stahlbetonformen,  das spiel zwischen  volumen und der leichtigkeit deiner ideen; sie lieben und ehren dich für deine kunst; brasilien ist stolz auf deine lebensleistung; respekt, alter mann.


nachtrag: oskar niemeyer ist am 05/12/12 gestorben.

03 Dezember 2012

der/brief

ok, ich schreibe einen brief; keine e-mail oder eine sms, nein einen brief; der postbote soll ihn unter einsatz seiner vollen leidenschaft zustellen; warum ich (diesen) (einen) brief schreibe? weil er persönlich ist; handschriftlich muss er sein, des ausdrucks willen, eine klare struktur, die richtige anrede, der prolog des briefes ist entscheidend, respektvoll soll er sein, keineswegs theatralisch, nicht zu gehaltvoll, doch auch nicht schüchtern, kugelschreiber oder tinte, man muss sehr aufpassen was man schreibt, denn briefe werden immer mehrmals gelesen, weggelegt, nach jahren wieder geöffnet, manchmal sogar durch spätere generationen. ok, ich schreibe einen brief; das weiße blatt papier, vor mir; ich telefoniere lieber.

vier*hundert/jahre

in vierhundert jahren ist atomarer abfall vergessen,  irgendwo in einem bergwerk, tief unten im salz; in vierhundert jahren sind die dokumentationen dieser epoche und deren ersteller nicht mehr vorhanden; wenn in vierhundert jahren noch menschen leben, werden sie nicht wissen auf welchem pulverfass längst vergessener technologien sie ihre häuser bauen; irgendwann stoßen sie auf tonnen voller kummer und elend und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen; doch was in vierhundert jahren ist, geht uns ja nichts mehr an.


was für den einen vierhundert jahre sind, ist für den anderen vielleicht nur die zeitspanne seines lebens, eines jahres, eines quartals, oder eines einzigen tages.

tiger/löwe

sozialer rückzug  folgt dem zynismus nach, der der hilflosigkeit ausdruck verleiht; denn der tiger/löwe killt die wahrheit für den schnellen profit; so erkennen wir die tränen der geknechteten seelen und wollten doch nur in die farben der liebe sehen.