der zynische alkoholiker in mir versucht die eigenen werte über den wandel und die fortlaufenden veränderungen dieser gesellschaft zu stellen. so bin ich ohne alkohol betrunken, ob der eile dieser epoche menschlichen strebens und lerne, dass werte nur über die akzeptanz der mehrheit bestand haben. so fülle ich dieses "antiquierte" glas nicht mehr und lasse mir ein neues hinstellen; hoffentlich fällt es mir nicht runter; mannomann.
24 April 2015
oder/nicht
gedanken, das kopfkino in dir; belasten und erschöpfen dich; oder nicht. die fortwährende gedankliche manipulation durch andere, durch dich, erkennst du selten; oder nicht. du kannst dem gewicht verleihen; du kannst dich sogar gegen gedanken wehren; ruhe herstellen; oder nicht.
21 April 2015
der/kleine/wicht
nein, daran denke ich nicht, du immer mit diesem, deinem vielleicht! vielleicht erleben wir das nicht mehr, vielleicht haben wir schlechtes wetter, oder vielleicht wird der nachbar reich, vielleicht überspült der fluss den deich und der stinkende hund ertrinkt, während das singende nachbarskind winkt; vielleicht geht auch die menschheit unter, vielleicht wird dieser teufel munter, vielleicht verstellt ein kleiner wicht deine sicht; und das alles passiert gar nicht.
kopf/spiel
ich stehe früh auf und gehe spät zu bett. ich wache auf und gehe raus und kaufe mir die zeitungen, nice matin und irgendeine andere. dann gehe ich wieder nach hause und arbeite, im augenblick lese ich die fahne meines neuen buches. ich spaziere zum hafen, ich gehe bis zum leuchtturm oder auf die festung. jeden mittag esse ich im selben bistro, dann halte ich ein nickerchen. es ist ein sehr undramatisches leben, es ist nicht so, dass ich jeden morgen aufschrecke und denke: o gott, ich habe diese tödliche krankheit. das drama meines lebens spielt sich hier oben ab (zeigt auf seinen kopf).
henning mankell
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