22 Oktober 2021

seelen/ocean

ankernd an der boje meiner seele; sanft wiegt sich das boot des vertrauens, auf den wellen der berechenbarkeit; treue geistboten umschwirren das boot; geistboten, die die angst nehmen, flüsternd den atem des sturmes lähmen; dankbar setze ich die segel, vertraue dem lotsen, der mich in den neuen ocean entlässt, die boje suchend, die der seele folgt.


21 Oktober 2021

ohne/ein/wort

die erinnerungen an dich mein freund, verblassen, du bist nicht mehr da. kommst nicht mehr. hast abreißen lassen, dich so entschieden. 

ob ich das erwartet hatte, nein, wirklich nicht, da bin ich ehrlich, man kann nichts erzwingen mein freund, das weiß ich, das bleibt, bleibt bei mir, so wie alle fragen offenbleiben, weil du nicht mehr da bist. 

es ist nicht so, dass ich leichtsinnig auf einen freund verzichten möchte, nein dir unterstelle ich es auch nicht, glaube mir. du bist nicht mehr da, gingst einfach fort; ohne ein Wort.

die/frage/des/standpunktes

wer glaubt er sei mit sich konfliktfrei, kann sich belügen, oder er treibt dem paradies entgegen. bei mir ist das nicht so. 

meine inneren gegensätze stehen sich stetig gegenüber, kampfbereit, wehe wenn sich da jemand einmischt. einerseits möchte man dahin, dort, andererseits steht das entgegen, oder das, oder vielleicht doch nicht. 

diese ambivalenz will ich mir nicht gestatten. wie soll ich frei in mir werden, für mich werden, wenn entscheidungen schwer fallen. also entscheide ich mich. 

damit beginnt das nächste dilemma, nämlich dann wenn ich irre. jeder mensch irrt. kommt immer auf den standpunkt an, seiner sichtweise, von seinem standpunkt, andere menschen haben aufgrund eines anderen standpunktes andere sichtweisen. 

ok ich nehme meine entscheidung für mich in anspruch und dann stellt sich heraus, dass mein standpunkt völlig falsch gewählt ist und ich dadurch keine klare sicht auf die sache erhalten konnte. 

schon brüllt der konflikt in mir, warum hast du deinen standpunkt nicht so verändert, das du das ergebnis deiner bemühungen besser erkennen konntest. 

soll ich weniger entscheiden, mich weniger der gefahr zu irren aussetzen? meine irrungen und Wirrungen hinnehmen, um konfliktfrei, das zu tun was mir meine dann erkaufte innere freiheit rät?

20 Oktober 2021

nicht/immer

balance herstellen. balance also. alle sagen balance ist gut. ausbalanciert! wie langweilig ist das denn? 

ich balanciere im leben rum, oder versuche es zumindest. gelingt nicht immer, aber manchmal!

betriebene/illusion

wer streitet die wahrheit herbei? wer erstreitet das was als Wahrheit wahrgenommen werden soll, eure Wahrheit, die zu unserer Wahrheit wird. 

unwahrheiten will niemand, deshalb gibt es sie auch nicht, nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, das passiert fast nie. 

die Wahrheit steht wie dieser fels. das bietet viele vorteile. wer unwahres in warheiten wäscht, ist ein grenzgänger, der die grenze nicht passiert aber den pass dabei hat. 

wahrheitspässe werden gerne ausgestellt, viele staaten tun das. die Wahrheit wird gehandelt; verhandelt. wer will da zweifeln, wer putzt sich den mund ab? 

viele wahrheiten beherrschen den markt, die teuersten wahrheiten sind die eilmeldungen längst betriebener Illusionen.

anderes/anders

wir erlauben uns anders zu sein. anders als ihr und ihr und wer weiß noch wer. vielleicht sind wir aber wie ihr und nicht anders, ganz anders; weil anders als andere zu sein keine vorteile bietet, wenn sie so leben wie wir; und wir deshalb anders leben wollen um anders zu sein. 

wir sind also nicht ganz anders als die, die so leben wie wir. das ist mal eine erkenntnis. wir denken wir sind anders, als andere doch es gibt andere, die sind genauso anders wie wir. 

sie leben dasselbe anders wie wir. damit gehen wir jetzt um. zunächst akzeptieren wir das, wohl vermutend, das sie unser anders bei uns abgeguckt haben. 

da wir aber anders denken, lassen wir deren, unser, anders sein zu; respektieren jegliches und auch unsere nachbarn, die genauso anders leben, wie wir anders leben. das selbe anders wohlgemerkt.

irgendwie gefällt uns das nicht. wir wollen unser anders allein leben. nicht zu vielen, denn das ist unser anders, nicht deren. und schon geht es los, man kann nicht einmal allein anders sein, schon ist ein anderer da und ist anders so wie wir. 

gefühlt schulden wir denen nichts, sie könnten aber genauso denken wie wir, weil sie genauso anders sind wie wir anders sind, das ist fatal, das schaffe ich jetzt nicht mehr. 

es kann doch nicht sein, das wir ein anderes anders für uns entdecken müssen nur weil die gleich anders sind wie wir. da gibt es keine chance. wer wählt ein anderes anders um nicht gleichzeitig das selbe anders zu bedienen? 

ne was, seid anders wie ihr wollt ich bin anders oder nicht, sagt der kleine wicht.

gerne/treffen

ich kenne nicht viele leute, viele leute kennen mich nicht. hier in meinem bereich, nicht in der welt, da sowieso nicht. dankbar bin ich dafür, so werde ich in ruhe gelassen nicht so wie dieser lehrer, gemeinderat; frisör. 

das ist gut, so wollte ich es immer. andere menschen möchten da gegrüßt werden und dort ich gehe da lieber fort, um nicht genügen zu müssen. 

ganz kann man dem nicht entrinnen und floskeln verdunkeln dann den tag, das ist ganz anders; wenn man jemand trifft; den man gerne mag.

vor/bereitet

man bereitet sich vor auf das was kommt. auf das was man denkt, das kommen wird, nicht kommt; vielleicht. wenn es kommt ist man vorbereitet, auf alles erdenkliche, jede kleinste kleinigkeit wurde bedacht. 

planung und vorbereitung, das wetten auf das was passieren wird und darauf reagieren, so ist der mensch meistens strukturiert, denn es verleiht ihm ein stück sicherheit gegen das ungewisse, welches immer möglich werden kann und das man scheut wie das kamel das eis. 

unvorbereitet! ohlala das geht gar nicht, damit gehen wir mal garnicht um. das leben könnte uns ja überraschen, was es zwar eh macht, aber wenigstens sind wir dann darauf vorbereitet?

hassen/verpassen

verpasst; das ist so wie wenn man erwartet und dann doch verpasst. ich verpasse nicht, erwarte nicht und wenn würde ich in mir bleiben. verpasst, das ist nicht so schlimm wie es sich anhört; wer verpasst schon gerne? 

die gelegenheit, den zug, den flirt, die aussicht; menschen verpassen. menschen verpassen flugzeuge, abstürzende flugzeuge, einstürzende gebäude und diesen hundebiss. sie verpassen sich zu verlassen, verpassen ihr geld zu verprassen und diesen roten regenschirm, diese tram. 

verpasst euch, leute verpasst euch, seid pünktlich, unpünktlich, genießt die verpasste Idee, verpasst den roten schnee; lasst euch das leben nicht verpassen; ihr könntet euch dafür dann hassen.

ich/mache/mit

von mir aus könntet ihr euch alle freuen, ich mache mit. von mir aus weint, gleicht aus, vereint, lacht; nein die blumen sind nicht von mir. dieser stacheldraht auch nicht. es wird wieder öffnen, ihr müsst es nur fest hoffen, dann steht das tor sehr bald weit offen. 

diese bannmeile betrittst du nicht. nicht diesen klostergarten, minarett. lass sie fluchen, kuchen versuchen, ich bin da, in dieser bar. und weg. 

weggeschoben von euch; nicht lange, da ist mir nicht bange. es gibt diesen fluch nicht, diesen besuch nicht, nicht jetzt, niemand hetzt durch dieses tor, geschlossen stehen wir davor. warten auf den nächsten schritt; ich mache mit.

problem/lösung

früher dachte ich ich müsse dieses problem lösen, schnell und in sich schlüssig, egal welches problem entstand ich packte zu, löste alles kurz und klein, war auf mich stolz und dachte das ginge immer so weiter. 

ging es nicht. irgendwann bemerkte ich das mir die probleme zuliefen. des problems lösung war, möglichst keine probleme zuzulassen, keine von mir gemachten und keine die von anderen an mich gesendet; mich überhaupt nichts angingen. 

von da an lief es besser mit mir, ich konnte sogar erkennen, dass es anderen ähnlich ging. 


problem/lösung

früher dachte ich ich müsse dieses problem lösen, schnell und in sich schlüssig, egal welches problem entstand ich packte zu, löste alles kurz und klein, war auf mich stolz und dachte das ginge immer so weiter. 

ging es nicht. irgendwann bemerkte ich das mir die probleme zuliefen. des problems lösung war, möglichst keine probleme zuzulassen, keine von mir gemachten und keine die von anderen an mich gesendet; mich überhaupt nichts angingen. 

von da an lief es besser mit mir, ich konnte sogar erkennen, dass es anderen ähnlich ging. 


nicht/mit/mir

wer über die klarheit ausgelassener menschlicher möglichkeiten philosophiert müsste ein buch schreiben. wer über die klarheit (zu)gelassener menschlicher möglichkeiten philosophiert auch. 

man kann beides tun, müsste dann mindestens zwei bücher schreiben, oder wenn man der fortsetzung nicht müde ist; mehrere. 

also ich traue mich da nicht heran. das Wort klarheit verstößt schon gegen meinen inneren Verhaltenskodex. das ist das einzige was mir klar ist. immerhin. 

ausgelassene menschliche möglichkeiten. das wäre mal eine doktorarbeit. 

klarheit zugelassener menschlicher möglichkeiten, ne was da ducke ich mich weg. nicht mit mir.

lenkungs/wirkung

ich lenke mal gar nichts. keine lust.  lenke doch wer will. geht mich nichts an. es gibt genug lenkende; dem lenken zustrebende. denen überlasse ich diese lenkungsaufgaben großherzig. 

einer muss es ja machen. ich nicht; sicher nicht; dazu bin ich nicht bereit, das liegt mir nicht, habe nicht mal lust darauf mich zu lenken. wohin auch. 

gestaltende lenkungswirkung; respekt, darauf muss man mal kommen. 

ökologisch, sozialverträgliche, gestaltende lenkungswirkung unter berücksichtigung, der finanziellen belastbarkeit des staates im allgemeinen und deren bürger im besonderen. 

im besonderen? sie lenken die bürger besonders? ich lenke mal nichts, mein auto; manchmal; vielleicht.

rare/wahrhaftigkeit

rar muss es sein, das was wir gerne darstellen und als unser bezeichnen. wer etwas hat, das der andere nicht mehr bekommen kann, freut sich diebisch, so denn der andere neidet. 

wenn der neid nicht bereitgestellt wird ist die rarität nicht von gesteigertem wert. es wird also mit dem neid der anderen menschen zumindest umgegangen; gespielt. 

die frage ist zu welchem zweck. bin ich mehr wert, weil ich etwas mehr besitze als der andere mensch, weniger wenn nicht. 

dieses (kindergarten)spiel ziehen menschen gnadenlos durch, sich zu überhöhen, abzusetzen, die wahrhaftigkeit für sich in anspruch nehmend. 


komplexe/sachverhalte

komplexität erhöht die aufmerksamkeit. weniger komplexes, oder weniger komplex dargestelltes, entbehrt zusehends der wichtigleit. 

es kommt deshalb zunehmend darauf an, wer was darstellt, wer wessen aufmerksamkeit erreicht und wie dieses schema angewandt wird; wie wichtig etwas wird; ist. 

je komplexer etwas wirkt, je mehr hinterfragen wir, schmieden pläne wie es gehen könnte, wie man es besser machen könnte, sind interessiert. wer also auch einfaches komplex darstellt kann auf erhöhte aufmerksamkeit hoffen. 

was? das stimmt nicht? diejenigen die komplexe sachverhalte einfach darstellen, den leuten vermitteln, sind diejenigen die aufmerksamkeit erfahren. achso? hm....so kann man das auch sehen!

schwarzes/dösschen oder nicht/nur

warum ich paddle? warum ich mich dazu entschlossen habe motorfrei dahinzugleiten, zu verharren, auszuruhen, auf dem board zu liegen, treiben zu lassen, den segler zu begrüßen, den barsch fliehend zu begleiten, gänse zu mäßigen, das schilf zu durchtrennen, mich zu erkennen, dich vielleicht; oder diese tollen menschen vor Ort? 

ihr fragt mich nach dem warum? spricht der obige text nicht für sich? 

dieses kleine schwarze dösschen (insider reagieren hier richtig) war es; nein natürlich nicht nur! 

p.s. wer auch immer das stand-up-paddeln belächelt, sollte mal versuchen mit drei dösschen auf dem board zu stehen, wie wir!

holz/klasse

holzklasse; hier würde ich gerne sitzen bei den "einfachen leuten", doch bei uns gibt es keine holzklasse mehr, das waren früher die waggons, die mit holzbänken ausgestattet, das billigste angebot des reisens darstellten. 

hier saßen diejenigen, die sich anderes nicht leisten konnten, deren leben ein überlebenskampf war und die deshalb das leben kannten, in allen seinen facetten. 

heute kann man diese erfahrenen menschen, deren lebensziel das überleben war, nicht mehr klar erkennen und so lernt man nicht mehr von ihnen; sie bleiben im dunkel der gesellschaft, die auch kein interesse an ihnen erkennen lässt. 

es gibt keine holzklasse mehr. es gibt eine erster klasse und eine zweiter klasse. diejenigen, die sich die erste klasse leisten, wählen die zweite klasse nicht, bleiben bei ihresgleichen. 

diejenigen, die die zweite klasse nutzen, bleiben bei sich, kümmern sich nicht um die erste klasse. 

die damalige holzklasse war die dritte klasse, sie benutzten die menschen der dritten kategorie. das einteilen von menschen ob materiell, sozial, oder nach anderen kriterien kotzt mich an. ja, ich würde die holzklasse wählen; punkt!


19 Oktober 2021

dorf/trottel

was ist denn das für ein vogel. was soll ich mit dem denn anfangen, der ist ja wohl völlig schräg. clever ist er, aber bildet der sich was ein? schlauer zu sein als andere? wie soll ich damit umgehen, will ja nicht als dorftrottel dastehen. 

wer hier ein dorftrottel ist doch die frage. derjenige, der den fokus auf sich legt und ständig seine überlegenheit zu zeigen droht, oder derjenige der still ist, fehler auch öffentlich begeht, dazu steht, vielleicht sich nicht immer traut das zu sagen was er wirklich meint, weil ihm suggeriert wird er sei nichts wert, oder weil er schlicht nicht teilnehmen möchte.

vielleicht ist der dorftrottel sogar der, der all dieses zu seiner "ansicht" verstetigt und mit diesem wissen spielend, glücklich sein leben belebt. wer diesen dorftrottel unterschätzt; überschätzt sich, ob das dann besser ist?

das/große/ganze

man kann das periodisch durchgehen, das ganze. man kann es lassen, das ganze. man kann es sehen, das große ganze, oder man lässt es aus. 

wer ganz genau das ganze sieht melde sich bei mir. wer sich bei mir meldet, wird erfahren, dass ich das große ganze nicht erkennen kann. so vertraut bin ich mit dem ganzen dann doch nicht.

lautlos/still

mensch sein; einfach nur menschlich. der mensch für den menschen, die menschheit; wo ist da die abzweigung falsch gewählt worden, wer verwechselt wen, was, weshalb und wer sagt dazu nichts, oder zuwenig und wie ist hierzu die begründung? bist du mensch; menschlich? welche anforderungen erfüllst du; stellst du hierbei an dich?

fragen die sich mit den menschen nicht klären lassen, weil es die/den menschen nicht gibt, oder dieses oder jenes volk; diese armee. wer erklärt das, sich, oder wer kehrt um? 

es gibt menschen die kennen das nicht anders, weil  sie hineingeboren wurden in dieses elende sein, wofür sie nichts konnten. ungeborgen, auf sich selbst gestellt, verlassen vom mensch werden, mensch sein wollen, mensch sein können, klagen sie selten das an, was sie nie erfahren konnten, durften; sind lautlos; still.

so fliehen sie und wissen nicht wohin, weil ihnen ihr "wir" fehlt, oder ihr "ich", meistens beides, weil sie sich verlassen fühlen, einsam in ihrer seelennot und außen vor. 

manchmal, selten, gibt es zufälle, helfende hände und es geht eine tür auf und der mensch fängt an zu lieben. 

wer liebt ist menschlich, liebe ist das menschsein für menschen, das elexier für die menschheit schlechthin. 

wer früher hasst als liebt, stand zu früh vor dieser gabelung, abzweigung. hat er/sie die kraft zurückzukehren, oder bleibt er/sie in sich, mit sich sterbend; lautlos still?


aufmerksamkeit

die aufmerksamkeit gilt nicht dem ehrlichen buchhalter, der treuen ehefrau, dem ernsten gelehrten. unsere ungeteilte aufmerksamkeit widmen wir vielmehr dem betrüger, scharlatan und egoist; warum das so ist?

momentan/spontan

momentan/spontan. spontan entscheide ich, dass es momentan nicht geht. momentan entscheide ich, dass es spontan nicht geht.

der/regenschirm

kasachstan, sie leben in jurten, deren kinder nicht mehr. sie arbeiten schwer und sind dennoch meistens glücklich. es sieht zumindest mal so aus. sie bauen die jurten ab, ziehen weiter, oder bleiben da. 

ihre kinder sind längst nicht mehr da, sind weitergezogen in eine andere welt. in eine neue urbane welt. die eltern weinen manchmal. die kinder auch. 

vielleicht werden die kinder eines tages zurückkehren, ob des hohen anspruchs an sie, den die urbane welt nicht an ihnen abtropfen lässt. sie werden nass werden, das ist so in dieser neuen welt. 

manchmal gebärt der minimalismus die kinder, die den regenschirm suchend finden und zu den eltern bringen; die ihn doch nicht benötigen.

das/pokerspiel

es lebe die ampeltransformation. die ökologischen minnesänger singen ihr lied vom größten umbau der deutschen industrie seit hundert jahren. den wahnsinnigen energiebedarf (strom) den diese scheinbar gottgzugewandte transformation benötigt soll also ohne atomstrom machbar werden. 

dieser strom der benötigt wird, soll also nur durch ökologische stromerzeugung funktionieren, deren Infrastruktur noch in vielen jahren nicht hergestellt werden kann, weil beschleunigungsverfahren, schlicht an den bürgern scheitern müssen, deren anliegen man sicher auch mit verboten, nicht negieren kann. 

die letzten sechs stabilen  stromerzeuger (kernkraftwerke) werden bis ende 2022 abgeschafft. in der jahrelangen Übergangszeit wird man sich also von putins gas und dem amerikanischen frackinggas ohne not abhängig machen, ohne eigene stromquellen zu haben. notfalls bedient man sich des ach so grünen stroms aus polen und der tschechei.

stopp, die industrie schreit auf und die stimmen mehren sich, dass es unabhängig von der finanzierung so auf keinen fall funktionieren wird und die erhaltung der letzten kernkraftwerke wird längst nicht mehr hinter verschlossenen türen angedacht.

andere europäischen partnerländer, speziell auch frankreich und england bauen sogar neue kernkraftwerke damit ihre länder keinen wettbewerbsnachteil erleiden müssen. 

china kann aus der kohle und erdgasgewinnung für den eigenen strombedarf erst bis 2060 aussteigen. 

deutschland spielt also meiner meinung nach völlig losgelöst auch von europäischen interessen, welche immer wieder bemüht werden sein eigenes spiel; ein pokerspiel; mit dem jahrhundertelang aufgebauten wohlstand der menschen in diesem land.

18 Oktober 2021

der/traum/vom/fliegen

ich gebe es ja zu, manchmal stark in worte zu investieren.

das gute ist, ich schreibe hier ein stück und da und manchmal ganz woanders, etwas anderes, oder weniger vom vielen.

gelegentlich zwinge ich mich nicht mehr durchzufliegen durch diese räume, die von mir ausgedacht, mich den rahmen vermissen lassen, den ich doch nicht mehr zu benötigen suchte. 

während ich mich also nicht mehr verfange in den Widersprüchen längst erodierter parolen und kompromissen vergangener epochen und zeiträumen und mich mental aufrichte, bricht auf einmal mein ganzes  gefüge zusammen; wie dieser stahl der schmilzt. 

so versuche ich der gegenwart zu helfen um wieder auf mich zuzugreifen, doch der banale strich wird selten zum kreis. 

ich fühle ich träume in diesem traum; doch möchte ich gern weiter wie ein vogel fliegen, die welt; lass ich einfach unten liegen.

zu/neunzig/prozent/immer/manchmal

zu neunzig prozent immer, sagt der zu mir. wie? zu neunzig prozent immer. ich dachte "immer" sei hundert prozent. 

wenn er also zu neunzig prozent immer sagt, heißt das wohl zu einer sehr hohen wahrscheinlichkeit. 

da muss man mal drauf kommen. ich bin zu neunzig prozent immer am rhein. 

also nicht immer, was ja hundert prozent wären, sondern zu neunzig prozent. 

ich bin zu neunzig prozent manchmal da. hm...sind dann manchmal auch hundert prozent? manchmal bin ich zu neunzig prozent am rhein. wenn er also manchmal am rhein ist und das zu neunzig prozent, ist das doch oft, oder?

ich lege mich immer zu neunzig prozent fest, so herum scheint es zu gehen, nicht zu gehen, da wird man ja bekloppt. ok anders. ich lege mich manchmal zu neunzig prozent fest und das zu neunzig prozent, immer. geht doch!