28 März 2011

weiß/nicht

wenn ich es wüsste, doch dem ist nicht so, ich weiß nicht, das weiß ich wenigstens; wenn ich also rede transportiere ich unwissen, wissentlich; ich sollte schweigen.

wieder/einer

der baum fällt, gefällt, begräbt sich, oberirdisch, peitschende äste auf nassem moos, der krachende Tod verstummt, so liegt er da; wieder einer.

27 März 2011

bilder/album

bilder in mir schildern mein befinden, bilder in euch schildern euer befinden, bilder in uns schildern unser befinden, bilder in unseren kindern schildern uns was wir brauchen; kinderalbum, lebensalbum.

gedanken/los

meditiert endlich meine gedanken; oder seit wenigstens ruhig in mir; sowas hält doch niemand aus, schlaft doch mal aus, lasst mir den kopf mal nur noch pur, ja rund um die uhr, einen tag vielleicht, oder noch einen, oder einen augenblick nur einen kleinen; will euch zur stille lenken nicht darüber nachdenken, helft mir, einfach gedankenlos.

ein/schritt

ich gehe durch mein haus, die wände grau, es regnet hinaus, die terrasse tränennass, die tanne dimmt sonnenlicht, schattengespenster erreichen den rand der illusion, derer ich mich bediene, bedienen muss und ich atme ruhiger, suche beweise und gehe einen schritt zur seite; die sonne blendet mich nun, trocknet den grund, graue wände lichtweiß, wie gemalt, die tanne riecht in mich hinein; es geht doch sage ich mir, es geht doch.