10 Januar 2026

Konsum zur vermeintliche Freiheit

Kaufe dir deine Freiheit weg. Sei nett zu dir; Konsum ist es, was dich erfreut. Was du nicht bereust. Was dich bestätigt, dir zeigt, wer du bist. Anderen zeigt, was du bist, weil dir das wichtig ist. Weil du eitel bist und dadurch manipulierbar.

Das macht nichts; viele Menschen leben sich das vor und sind glücklich damit – mit jedem weiteren Kauf, mit jedem weiteren Schritt. Oberflächlich ist das nicht mehr. Es ist sozialisiert, wird nicht kritisiert, wenn jemand in diese Richtung marschiert. Es wird zum Konsens stilisiert, weil sonst wenig im Leben passiert.

Große Reisen, da war ich schon, da war es toll. Es muss toll gewesen sein, es darf keine Kritik geben, das wäre so daneben. Das gibt es nicht, das ist die Pflicht, die man sich auferlegt, wenn man sich in diesem Leben bewegt. Vielleicht merkt man es bald, vielleicht auch sehr spät, dass das auch ganz anders geht. Dass Umgang und empathische Herzlichkeit mehr ergeben als das äußere Erleben, das Sich-Geben, wie man sein will, wie man sich einredet zu sein, sein zu wollen; zu gefallen anderen, sich selbst, aber anderen mehr.

Das stellt nur Verletzlichkeit her. Der Speer der Unerheblichkeit fliegt durch die Luft, und wer ihn nicht weit genug werfen kann, fängt einfach von vorne an. Gesellschaftliche Akzeptanz bleibt nur ein individueller Mummenschanz – subjektiv geformt von denen, die das Leben nicht gar so ernst nehmen. Und das mag gut sein oder nicht. Ich weiß es nicht.“

Rainer Schulz im Jänner 2026 dem 10.

08 Januar 2026

Wer immer geht.....

Ihr nennt es Fortschritt, doch es ist Erosion. Wer immer weitergeht, entzieht dem Ankommen die Basis. Das Ziel ist kein Ort in der Ferne, es ist die Schwelle, die man erkennt und besetzt. Doch eure Eitelkeit braucht den Horizont als Ausrede, um eurem Territorium zu entkommen.

Wer immer geht, kommt niemals an. Ihr seid nicht zu weit weg, ihr seid schon darüber hinaus. Man kann das Glück nicht finden, wenn man es überholt. Der Drang im Vorwärts ist die Angst vor der Relevanz, ein Fluchtreflex, den ihr mit Ambition verwechselt.

Wer steht, der weicht nicht zurück – er nimmt den Raum erst ein. Der Mainstream lehrt euch die Sehnsucht nach dem Nächsten, damit ihr das Vorhandene als Rückschritt begreift. So wird das Gehen zur Tilgung der Substanz. Das Ziel war kein Punkt, es war der Moment des Verweilens.

Die Reichweite wächst, doch der Mensch verkommt in der Weite des Seins. Was früher neu und unheimlich war, ist heute die Mechanik der Globalität. Wer das Haus im Gehen nicht erkennt, wird auf jeder Strecke heimatlos bleiben. Umkehren ist kein Versagen. Es ist die Korrektur einer sinnlosen Flucht.

Wer immer geht, kommt niemals an. Das Zuhause liegt längst hinter euch. Ihr seid nicht zu weit weg, ihr seid schon darüber hinaus. Ankommen ist das Ende der Bewegung. Wer steht, der weicht nicht, aber auch das Stehenbleiben hat seine Tücken, nämlich dann, wenn man irrt.

Rainer Schulz im Jänner 2026 dem 8.

06 Januar 2026

Kosten

 Bevor es kostet koste ich das leben und wenn es dann kostet bin ich überlegen.

Anstatt

Anstatt sich um Kriege und Ganoven zu kümmern hätte sich die Menschheit gegen die KI stemmen müssen.