07 Oktober 2023

das/vierte/bier

komm ich fahre doch weg; vielleicht? die welt ist schön. zum strand an die bar. 

ich lenke mein auto selbst. ich höre musik, tango internationale. ich brauche nichts; meine träume stehen in mir; erstes bier.

diese party lasse ich aus. alles ist von alleine gut. ich brauche nichts, nicht mal meinen verstaubten mut. geht gut; sonnenhut.

parolengeschrei ich gehe vorbei. wir reden von frieden und meinen den krieg.

so vertraue ich dem wind und diesem kleinen kind, zuckerwatte im zirkuszelt.

komm her tunnel zum licht, ich glaube meinem gefühl, weil ich die angst verliere; am strand; zweites bier. 

ich fühle mich wohl, diesen moment und will nicht sehen was wirklich passiert, das wird nun negiert, zwar pikiert aber engagiert.

denn ich sitze an der bar, stelle den vergessenen motor ab und schaue niemals diese leinwand an, kann da improvisieren, will nicht sehen wie sie wieder marschieren, kaschiere mein gefühl im lebensgewühl; drittes bier.

das leben ist schön, überzeuge ich mich, ich habe sooft geträumt frei zu sein und habe nur erwartungen erfüllt, zu laut mit zuviel wut; hier an der bar geht es mir gut; viertes bier.

ich fahre nicht nach hause denn da müsste ich hin zu mir reisen; ich bleib lieber am strand sitzen, sehe das gewitter blitzen und hebe träge das fünfte bier mit geballter hand; die welt ist schön; gott sei dank!

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das/schlimmste/beste

ich mache mir zu viele gedanken, die mich von euch isolieren. ich bin das schlimmste was euch passieren kann.

ich bin kein versprechen, eher ein verbrechen an eurer lebenden struktur, doch ihr seid das beste was mir passieren kann. 

ihr gebt mir oft recht und nun habe ich zuviel davon und so lebe ich mit euch in mein neues unentschieden und besiege mich dabei, vielleicht bin ich nun sicher und das ist besser für mich? ich glaube ich bleibe eine weile, oder vielleicht auch lieber nicht?

ich gebe keine versprechen, was gut ist und was ich kann; bleibe lieber liegen und fange heute nichts mehr an. glaubt mir; ich bin das schlimmste was euch passieren kann.

die anderen und ich? ich verzichte lieber auf wünsche, kaufe mir einen scooter und bleibe so  doch lieber ganz nahe an euch dran, denn ihr seid das beste was mir passieren kann.

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05 Oktober 2023

alles/jetzt

alles ist jetzt. wir leben im jetzt und gewöhnen uns ein.

ich habe gelernt wenn alles schief geht, geht die sonne morgen trotzdem wieder auf und stück für stück fließt ein lächeln wieder in das jetzt zurück.

so ziehe ich den korken aus der flasche, damit ich hier und jetzt nichts verpasse.

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03 Oktober 2023

manche/männer und ein amen

manche männer sitzen gelegentlich zusammen auf der kalten bank im winter und sehnen niemanden sonst herbei. 

es ploppt das bier und ihnen wird innerlich kalt und nass.

männer können brücken bauen ohne nach dem kleid zu schauen, aber jetzt nicht, so kalt. 

sie reden nicht. versteht doch, sie sind still und nicht einsam.

sie haben das klischee bereitgestellt, männer seien so und so, oder ganz anders, bestenfalls eindimensional; denn das birgt vorteile.

plopp; wieder ist ein bier auf; wieder mehr kalt. es ist jetzt die zeit für kalt; bleibt ihr nur im warmen; ihr armen, amen.