24 November 2017

regen/sauna/tag



                        
wenn man so wie wir an einem regennachmittag in der sauna sitzt und schwitzt, kommen die gedanken und gehen nicht. weichen nicht. auch nicht im ruhe/raum auf dieser ruhe/liege, die doch ruhe gebietet, schon allein durch ihre form. man kann sich aufrecht hinsetzen, oder nach hinten kippen lassen, die augen öffnen, oder schließen. selbst mit geschlossenen augen weinen, ob der dinge die die welt bewegen.

oder man schläft ein. nein nicht so richtig;
oder doch? ein saunakollege schläft; schnarcht! wo gibts denn sowas, wo wir doch verbal die probleme der welt bekämpfen um sie vielleicht zu retten; einsichten werden abgewogen, bewertet; verschoben, doch liegen wir nicht letztlich in den ketten der eigenen dimension? 

er nicht; er schläft! nimmt nicht teil! er nimmt einfach nicht teil! am ende träumt er nicht mal? ist erholt vom nicht mitdenken. bewusstlos, bewusst frei liegt er da, lächelt in seine innere stimme hinein, die ihn dann wohl doch  zum dritten saunagang ruft. 

ich denke über ihn; das gesagte nach; schleppe mich gedankenschwer in den hitzeraum, spüre die eigene hitze kaum; und frage mich wer, was, wann sagt und wer, was, wie meint; wer wen weshalb schätzt und mag; doch es ist doch bloß ein....
                 regen sauna tag