26 Juli 2024

Cinncinati

Die Reise nach Cincinnati habe ich nie angetreten. Warum auch? Ich war an vielen Orten der Welt nicht. Diejenigen, die viel reisen, auch nicht. 


"Der Nutzen des Reisens besteht darin, anderen Menschen beim Leben zuzusehen, eine Weile lang. Eine kurze Weile lang, weil man ja beim Reisen nicht dableiben wird. Ich war schon da und dort. Toll, Respekt. Alles gut. Ich war vielleicht weniger da und dort und nun? Auch alles gut bei dir, Reisender? Mehrreisender?


Es stellt sich hier gar keine Frage, nur die Reisenden wollen sich mitteilen. Mehr Mensch sein durch Anerkennung ihres Tuns. Sie glauben sie sind diejenigen, die allein den Mut haben, Neues zu sehen und den Mief des Alltags, den andere erleben, zu verlassen. Sie kommen fast alle wieder und erzählen, wie toll es war. Warum sind sie dann zurückgekehrt?” 20/24

25 Juli 2024

das/Kopfkissen/der/Seele

“Sicher; weine nur in das Kopfkissen hinein, wenn du enttäuscht bist. Das löst den Schmerz zwar nicht, aber hilft, das Kopfkissen zu benässen. In gleichem Rhythmus, indem das Kopfkissen nass wird, regnet es dann auch in deine Seele.”

2024

ein/glas/rotwein






“eine tasse kaffee, eine tasse tee. setzt euch einfach zusammen und trinkt gemeinsam eine tasse kaffee oder eine tasse tee. wenn der dissens im diskurs bleibt, wechselt zu rotwein und beginnt von vorne.”

20/24

grund/dimension

Worin soll man sich behaupten? Woher soll ich das wissen? Fragt doch jemanden, der das besser beurteilen kann oder will. Welches Recht soll man durchsetzen? Das, was man als sein Recht betrachtet? Das ist doch alles stimmungsabhängig. Im großen gesellschaftlichen Rahmen betrachtet? Das ist mir zu viel, das kann und will ich schon lange nicht mehr.


Gesellschaften ändern sich permanent, sowohl privat als auch global. Wo soll man da hingehören? Wer will dazugehören? Und zu welchem Preis? Zu denen oder zu denen und nicht zu denen? Wessen Pflicht entsteht da? Von wem und weshalb? Es ist ein ständiges Rudern mit oder gegen den Strom, ermüdend allemal.


Das Gesellschaftsspiel ist für viele das Interessanteste im Leben. Andere wiederum sind es leid geworden, Machtspiele zu beleben, und ziehen sich zurück, weil ihnen im Laufe der Jahre die Kraft ausging und jüngere Menschen mehr Energie freisetzen können, bis auch sie so alt werden, dass es ihnen egal wird. Egal wie mir?


Hat mich die Gesellschaft geschafft? Oder nur die Protagonisten des Spiels im Spiel? Die Würfelspieler ihrer Zeit, die nie ein Schachbrett sahen? Es ficht mich gelegentlich noch an, fordert mich heraus, mit dieser Situation umzugehen. Da sich der Mensch nicht ändert, die Gesellschaft aber schon und erst recht das Gesellschaftsspiel, juckt es mich immer mal wieder, teilzunehmen; trotz der Erkenntnis, nichts bewirken zu können.


Letztendlich läuft alles wie immer, mit neuen Leuten, neuem Personal zwar, doch das Rad wird nicht neu erfunden werden. Und wenn doch, ändert sich die Grunddimension für Menschen doch nicht, oder? 20/24

21 Juli 2024

Schwarz/Weiß

Schau vorwärts, nicht zurück? Wurde man nicht durch gemachte Erfahrungen sozialisiert? Von denen man meistens profitierte? Die man im Rückwärtsblicken herauskramt? Wie definiert man eigentlich vorwärts? Im Zurückblicken? 


Im Vorwärts sind vielleicht Erfahrungen noch nicht gemacht? Ein Leben als ständiges Voran, Vorwärts? Um jeden Preis, ohne zu wissen, wie was wird? 


Spannend? Anspannend? Stets fordernd? Schwarz oder weiß? Oder schwarz und weiß? 20/24