15 Dezember 2023

wach/müde

hellwach sind sie müde. müde um doch hellwach zu bleiben. wache geschichten mit müdem verlust. 

das erkennt man nicht nachts um halb drei, wenn die politischen entscheidungen danach ausfallen, wer weniger müde, oder mehr wach zu sein scheint.

müde, wach, wachmüde politiker bestellen so ihr feld. es geht um sehr viel geld. 

stolz präsentieren sie nach einer langen nacht am morgen ihre ergebnisse, die sie den mehr müden abgerungen haben, weil sie in ihrer müdigkeit weniger müde aber doch nicht wach waren.

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13 Dezember 2023

neidisch?!.

weshalb ich nicht neide, niemandem neidisch bin? das ist zeitverschwendung. eigene prioritäten vernetzen sich in jedem leben. fremde stehen nur daneben?

das fragezeichen hat soviel macht. macht die ich habe diesen oder einen anderen satz damit zu beenden. oder ich wähle das ausrufezeichen, welches vital seinen anspruch untermauert.

man stelle sich vor der punkt, der nur den satz beendet wäre auf das ausrufezeichen neidisch, weil das doch so viel mehr kann, oder gar auf den primus; das fragezeichen.

das macht doch wirklich keinen sinn, zumal der punkt sich ja sozusagen als trojanisches pferd sowohl im fragezeichen, als auch im ausrufezeichen wiederfindet und auch am häufigsten benutzt wird.

nun was willst du sein? punktuell ein fragezeichen, was nach antworten schreit, dieses ausrufezeichen welches machtvoll der posaune gleich, den ton angibt? oder setzt der gemachte punkt dem neid ein ende!

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12 Dezember 2023

feminin/maskulin

es könnte böse enden, wenn man heute frauen kritisiert. der leiseste verdacht auf maskuline ambivalenz im umgang mit dem feminismus genügt schon und das gender/schwert wird geschwungen?

wer nicht gendert ist gegen die frauen und wer auch nur den leisesten verdacht auf ein situatives weibliches wertigkeitsdefizit im umgang mit den meisten männern andeutet, wird eiskalt in die ecke des feministisch asozialen verhaltens gedrängt?

maskulin ist vorbei es lebe die weiblichkeit? "feminin first?" 

viele frauen haben die allgemeingültigkeit ihrer meinung im sozial-medialen umfeld so zu verfestigen verstanden, dass gegenteilige meinungen mindestens mit misstrauen, wenn nicht mit sozialer verachtung begegnet wird? 

sollte eigentlich feminine und maskuline balance wiederhergestellt werden?


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11 Dezember 2023

i/don´t care/at/all

die geheimnisse fliehen, je mehr man von sich preisgibt und das fremde interesse an der eigenen person schmilzt weg.

wer schweigt und nichts oder wenig von sich äußert, bleibt interessant und wird besonders be(ob)achtet. 

wer sich also ("ohne not") öffnet, wird zunächst betrachtet dann bewertet und letztlich in schubladen verschoben. 

wem dieses gesellschaftliche verhalten bewusst ist, der kann das zu seinem nutzen anwenden und verliert dadurch zwar seine authenzität, aber nicht den gesellschaftlichen respekt. 

der allerdings scheint sehr vielen menschen so wichtig zu sein, dass sie sich dafür verbiegen, verbergen und ununterbrochen damit beschäftigt zu sein scheinen ihre lebensstruktur ins rechte gesellschaftliche licht zu rücken. meistens dann, wenn beifall zu erwarten ist.

meine entscheidung die verschiedenen gesellschaftslieder nicht mehr mitzusingen geschweige denn anzustimmen traf ich sehr spät im leben nämlich dann, als ich beschloss  nicht mehr genügen zu wollen.

deshalb lehne ich mich zurück wann ich will, sage was ich will, bin laut wann ich will und wenn ich still sein will, bin ich still; völlig unabhängig davon; wem das passt, oder nicht passt. "i don´t care at all."

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10 Dezember 2023

immer/besser

leute  bemüht euch nicht. für mich stürmt es nur, wenn der bass nicht mehr zu hören ist. 

das zur seite treten lernte ich schon vor einiger zeit. aber nicht wegen jedem lüftchen.

es sollten sich schon massen von abgerissenen braunen blättern in mein gemüt stapeln ehe ich das haus verrammeln würde, doch das ich nicht mehr gerne nach draußen blicke hat andere gründe….

…denn die selbstgefälligen windmacher und selbstgelehrten diskursverweigerer erwarten dort anerkennenden worte, damit sie weiter in ihr vermeintliches vorwärts stürmen können.

da husche ich gerne so schnell es geht vorbei und es gelingt mir immer besser.

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nicht/bereit

es ist diese letzte ultimative konsequenz die mir abgeht. dieses gnadenlose durchziehen des eigenen anspruchs gegenüber anderen und mir.

durchziehen mit getaktetem kalkül war nie mein ding. eher das laufenlassen zu vielfältigem nutzen.

das wollen menschen aber nicht, sie wollen klare strukturen um letztlich einschätzen und beurteilen zu können.

alles andere besorgt ihnen nur ambivalente gefühle, die sie vielleicht aus neugier aufarbeiten könnten dazu sind sie aber selten bereit; nicht für dich und nicht für mich.

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