Was mich ärgert? Das werde ich euch gerade sagen, damit ich angreifbar bin. Nee, meine Freunde des eitlen Überschusses, so haben wir nicht gewettet. Mein Selbstbild vom verrückten Vernunftsmenschen passt doch nicht zu dem Reflexbündel, das ihr entfaltet, so ich meine Meinung entfalte.
Das Versteckspiel kann ich gut. Ich verstecke mich aber aufrichtig vor denen, die ich nicht zulasse; das suche ich mir dann schon selbst aus. Wenn ich mich wieder mal versehentlich selbst besuche, beobachte ich, wie Datenströme, wie Computer, Einfluss nehmen wollen, aber das hatten wir ja schon. Es wird mir auch langsam langweilig, denn alles hat seine Zeit. So lasse ich mal zu, mal nicht; manchmal geht es, manchmal nicht.
Hohe moralische Ansprüche obliegen eher nicht meiner durchschnittlichen Natur, und so bewege ich mich recht geschmeidig durch das, was ihr Leben nennt.
Ich bin auch ein Sünder und mache mich selten gerade. Weiteres erfahrt ihr darüber nicht, das hat aber nichts mit den Sünden per se zu tun, mehr damit, dass ich mir ziemlich genau überlege, wem ich was von mir sage, gar an vertraue.
Das hat sich auch etwas geändert, weil ich keine Angst mehr habe, mir etwas zu vergeben. Was soll schon geschehen? Im Moment, wenn sich das politisch ändert, habe ich mich eh verrannt. Man sollte sich vor Gott ehrlich machen. Fragezeichen.
Dazu sage ich nichts; das gehört zu dem, was Menschen stets für sich entschieden haben. So oder so.
Ich bin so froh, so flexibel sein zu können, dass meine Standpunkte gerne verschwimmen dürfen, damit der Schmutz abgewaschen wird, der erst später erkennbar wird. Aber das sollen andere entscheiden. Dies hier ist kein Tagebuch, auch wenn es sich so anfühlt. Ich reichere es nicht mehr für euch mit meinem Leben an, glaube ich wenigstens. aber egal.