22 Dezember 2011

kirchen/macht

wieviel kraft hast du weggegeben, wieviele male hast du dich zur predigt gequält; allein gelassen, kummer gespürt; nachgedacht; vielleicht sagen sie dir schwäche nach, ob deiner stärke, denn du bist stark und auch stark genug den strich zu ziehen, neu zu beginnen, du hast noch kraft, gott sei dank.

ein(e)/sicht

der tod lebt nicht; das leben geht mich an.

21 Dezember 2011

bewegend

die welt ist bewegend, bewegt sich, bewegt dich, dreht sich; ich hoffe sie dreht sich nicht weg; niemand möchte sich gegenüber stehen, tag für tag; die welt dreht dich; menschen schauen auf die mauer, doch die bilder hängen nicht mehr, verlasse deine stadt; die welt bewegt sich.

an/weihnachten

ich denke an dich afrikas kind; immer an weihnachten; ich denke an dich bettler im kalten gewand; immer an weihnachten; ich denke an dich mensch der onkologie; immer an weihnachten; ich denke an dich tschernobyl; immer an weihnachten; ich denke an dich waisenhaus; immer an weihnachten; ich spende für mein schlechtes gewissen, oder nicht; immer an weihnachten; ich schäme mich und doch nicht; immer an weihnachten.

dunkel/licht

das licht geht an; es war dunkel, nun ist es hell; die dunkelheit mit argusaugen betrachtet; licht als positive kraft; das licht im dunkel, das licht am ende des tunnels; sonnenschein ins herz; wir wollen das licht, doch ohne das eine, verstehen wir das andere nicht.

18 Dezember 2011

f(j)or(d)t/bewegung

Ich möchte losfahren, langsam, ohne Anspruch auf Wiederkehr. Ich möchte Fjorde berühren, den Sinnen begegnen, Salzluft schmecken. Fahren, frei, stoppen, Natur erleben. Den Motor abstellen, einfach so; nichts tun, faul, lautlos staunen. Sitzen, stundenlang, Menschen begegnen, Menschen verlassen. 


Farben bunt, Farben verblassen. Nasses Gras, Ruhe, Gummischuhe. Ich möchte die Schiffe sehen, weiß, gleitend auf dem berggerahmten Meeresband. Kaffee trinken, Abendhimmel, meine Sonne stirbt. Morgengrauen, lass sie neu erwachen. Wohnmobil, Fortbewegung. Ich möchte losfahren.


14 Dezember 2011

alp/traum

also, sprach das enkelkind,
"was habt ihr da denn nur getan"?
alle werte so verschwommen!
ihr habt das wohl nicht ernst genommen?
ihr und eure eltern nicht!
das ist das gewicht,
das ich doch gar nicht stemmen kann,
streng ich mich auch noch so an!
"opa, ihr seid schuld daran"!



euro/"reich"

absichtserklärungen als siege verkauft, protokolle als verträge; eurokönige, gekrönt durch die medien, durch sich selbst, staatenkontrollen ohne konsequenz, im politischen konsenz; vertrauen und selbstverantwortlichkeit zur farce verkommen, aufgeweichte rechtsstaatlichkeit, machtansprüche ausgelebt, staaten politisch weggefegt; geblendet der bürger, der nichts mehr sieht, keine ahnung von dem was geschieht, die wunde klafft größer zwischen arm und reich, sie zahlen geld das niemand hat, bankrotte rettungsschirme massenweise, wer finanziert die ganze sch..... doch die könige irren nie, marionetten der bourgeoisie, ohne rückgrat auf die knie und mit ihnen der kleine mann, der bald nicht(s) mehr zahlen kann.


brüssel im dezember2011

13 Dezember 2011

kraftloser/kompromiss

sie gehören zu dir, du bist ein teil, willst es nicht sein, bist dann allein; der allianz entstiegen, entsteht das vakuum, doch sie sind stark, stigmatisieren dich; kraftlos siegt der kompromiss.

12 Dezember 2011

champagner/laune

das telefon in der hand, kaufen und verkaufen was mir nicht gehört; das gewissen nicht gestört; millionen in zwei minuten,  für meinesgleichen,  für die guten; zocken um des zockens willen, diesen hunger kann niemand stillen; geht der transfer dann daneben, werden schon die anderen geben; somit ich weiterzocken kann, "schenkt" mir champagner, ich stoße drauf an.

seelen/aas

seelenaas, die geier essen das, menschlichkeit wird schwäche genannt, die geier warten schon gespannt, bis der boden empfängt die arme seele; sie steht nicht mehr auf, denn der  kampf ist entschieden, hilfe wird vermieden; das ego vorwärtsschieben,  für die macht der eigenen kälte; seelenaas, die geier essen das ganz pur, so stirbt unsere kultur.

10 Dezember 2011

mehr/meer

wenig ist mehr; wie wenig ist denn mehr? ganz wenig, oder doch etwas mehr? etwas mehr ist das mehr, oder eine mär?...ich möchte mehr meer.

rating/agentur

rating-agentur, wir grüßen dich, du amerikanisches wunderwerk von wunderkindern, bewerte uns, rating-agentur, erst eine dann zwei dann drei dann vier, schon stehen interessen vor der tür. rating agentur wir lassen deine macht gedeihen; banken, firmen, staaten, auf und ab und nach belieben, lässt sich die bonität verschieben; zielgerichtete manipulation mutiert in dollar`s namen; amen.

europa/usa 2011

platz/halter

sie stehen auf den plätzen wehren sich, gegen panzer und granaten, die despoten unserer zeit werden ausgetauscht, menschen sterben für ein kleines stück würdiges leben, wenn es keine solidarität gibt tobt der kampf und die revolution nimmt sich was sie braucht.

bade/weihnachts/traum

mit dem weihnachtsbaum am see, warmer sandstrand keinen schnee, cuba libre anstatt tee, die fellmütze weggeschlossen, nähern wir uns unverdrossen, der badeweihnachtszeit, den dezember lassen wir aus, feiern im juli ausser haus, sonnenbad am heiligabend, bescherung im see erfrischend und labend, das christkind hat nen sonnenbrand, allerhand; ich wache auf, schau aus dem fenster, vertreibe brav derlei gespenster und schmücke nun den tannenbaum; vergessen ist der badeweihnachtstraum.

08 Dezember 2011

wer/nun?

wir spielen daten auf die festplatte des lebens; viele daten, wenige daten, wie ist es richtig; wann benötigen wir welche bereiche, defragmentieren ja das passt in unsere welt, damit der zugriff schneller wird; virenprogramm, firewall, oder vertrauen wir dem leben so wie es ist; wie gehen wir mit den angebotenen updates um? was passiert denn wenn die festplatte zerstört ist, haben wir eine sicherung? ist ein image vorhanden? formatieren als letzte wahl? programmierer, rechenzentrum, cloud ?!! wie was?!! wer nun entscheidet was?

besser/so

tür, wenn du dich öffnest, was erwartet mich, bleib zu, besser so; tür wenn du verschlossen bleibst, bleibe auch ich  verschlossen; ich öffne dich; besser so.

06 Dezember 2011

hoch/zeit

küsse die braut, fremder, die ohrfeige klatscht in dein gesicht; sie will ihn nicht, sie will ihn nicht.

gut/so

wir lassen es wie es ist, ganz einfach, denn es reicht uns; sie sagen macht es doch anders, gönnt euch dieses oder das; wir lassen es wie es ist, denn es ist gut so.

vom/müller

der müller zieht aus; er geht nun ohne zorn, möchte nicht zurücksehen, zurückgehen, die zeit ist rum, er dreht sich nicht mehr um, versucht die jahre zu vergessen, die entscheidung zu ermessen, möchte nicht mehr daran denken, sich die neue freiheit schenken, lässt sein leben langsam sacken, schreitet fort reibt sich den nacken, die mühle wird er nicht mehr sehen, er weiß es wird ihm besser gehen, sein herz empfängt den sonnenschein! möchtest du der müller sein?

grauer/tag

nass, ich sehe durch ein fenster, nasse wiesen, dezembertag, ob ich dich jemals mag? grauer tag du magst die sonne nicht, bringst kein licht, düster umgibst du die landschaft, mich, windgepeitscht die tanne, daueregen fließt in meinen körper, meine seele; ich gebe dir nicht nach, grauer tag, will nicht; will warten, bis der himmel aufreißt meine sinne grüßt; grauer tag ich halte dich aus.

05 Dezember 2011

tanz/schritt

lasst tanzen, tanzt, lasst euch lehren die mitte der sympathie, bleibt im einklang mit euch,  gebt euch hin der melodie, der harmonie, tanzt, lacht in euer herz, wiegeschritt der ausgeglichenheit, kostbare musik, wie magie; engumschlungen folgen wir dir; schritt für schritt.

eigentlich/egal

"eigentlich" dieses wort benötige ich nicht, eigentlich nimmt mir die entschlossenheit, denn eigentlich wollte ich dieses und jenes tun, werde es aber wohl doch nicht; eigentlich ist es ja "egal";  egal, noch ein unwort. "eigentlich ist es mir egal" ! ja was nun, ist es egal oder nicht, mir ist das inzwischen egal; eigentlich.

demut

deutschland, 80 millionen; 
china 1200 millionen, indien 1300 millionen; 
europa 740 millionen;
weltbevölkerung 6000 millionen, tendenz steigend;
wer nennt wen ausländer? 
wer ist gegen europa?
wer sind wir deutschen, im globalen rahmen?
wer lehrt uns 80 millionen mal demut?

04 Dezember 2011

beschleunige/entschleunigung

das leben wird bewusst beschleunigt, wir lassen es zu, wir lassen es zu schnell sein zu müssen, schnell und genau, wie geht das? schnell dinge gut zu machen erfordert das nicht erst zu überlegen und dann langsam zu üben? schnell, der modeanspruch unser epoche; wir sind schnell, somit schnell fertig, leben schnell, weil es trendig ist, vor allem ist es wichtig schnell im kopf zu sein; zeit gewinnen, wir haben jedoch dennoch keine zeit, trotz unserer geschwindigkeit! und nun......werden wir schneller müde...


....wer sich demzufolge zeit nimmt, pausen sucht um ruhe herzustellen ist faul; wer faul ist steht in der ecke, die die gesellschaft für diejenigen aussucht die nicht "schnell" funktionieren, wie alte menschen, kranke menschen etc.; wer sich keine zeit nimmt oder es langsamer angehen lässt, den straft der körper,  ergo:

"LANGSAM IST DAS NEUE SCHNELL."
"ICH NEHME MIR ZEIT ZUM LEBEN."
"ICH HABE KEINE ZEIT MICH ZU BEEILEN."

p.s." ich  habe keine zeit mich zu beeilen", ist ein zitat von igor fjodorowitsch strawinsky

pause

und es ist genau dann zeit eine pause zu machen, wenn keine zeit ist, eine pause zu machen.

shaolin

shaolin

wer nach der gier seines gegners zielt, trifft diesen an der verwundbarsten stelle.

aus der lehre der shaolin-mönche

03 Dezember 2011

kleiner/tod

traum, ein kleiner tod? hilflos bin ich dir ausgeliefert, filme, kino des unterbewussten; die hingabe ins ungewisse, man kann sich nicht wehren, nicht gegen den traum, nicht gegen den schlaf; wir wachen auf, erkennen, dass wir wehrlos sind, der körper übernimmt uns; die gedanken und die kontrolle außer kraft gesetzt; traum, schlaf, vielleicht wachen wir wieder auf; zusammenhänge die nicht erklärt werden können; vielleicht schlafen wir jeden tag  mit dem tod; durch den tod; in den tod ?


vekehrs/schutz/schild

verkehrsschild du begleitest mich, mein leben lang, du führst mich, reglementierst mich, ich sehe dich, sehe dich nicht, es gibt so viele;  schildermacher du wirst nicht arm, arm sind unsere sinne, verkehrsschild ich sortiere dich; gelegentlich; es gelingt mir nicht; es kommt mir so vor, als würde ich ein (schutz) schild benötigen.

rhein/schiff

rheinschiff, ich sehe dich, da treibst du durch den großen strom, schwarz und lang, die fahne am heck; plötzlich, reduzierst du den vortrieb, scheinst zu stehen, der bug dreht sich zu mir, drohend wirkst du, fast als wolltest du zu mir, ins trockene; mich fröstelt; langsam nimmst du wieder fahrt auf, biegst ab, der rhein ist dein revier, wo willst du denn hin; langsam und düstern folgst du dem altrhein, ich folge dir, um zu erkennen, dass der see dein ziel sein muss, du tauschst den strom mit dem see, der motor stirbt, du  findest ruhe; so wie ich.

winter/sonne2

und wieder begrüßt uns die wintersonne schummelt sich durch den nebel und scheint in unser herz; welke blätter hüpfen ihr im aufwind entgegen; sie erreichen die sonne nicht, mögen sie sich auch noch so anstrengen, erschöpft empfangen die blätter am boden liegend die wärmenden strahlen und trocknen dem staub entgegegen, zu dem sie zerfallen werden; wie wir; dennoch wintersonne; ich danke dir.


02 Dezember 2011

fahne/im/wind

fahne im wind, flatternd folgst du der windrichtung, oder hängst schlapp, um wieder getrieben deine fläche zu entfalten, wenn es die böe wünscht, der sturm mag dich nicht; fahne im wind, ich beneide dich nicht.

ab/schalten

abschalten, das tv, das radio, wer drückt den knopf für sich, für die ruhe: man kann abschalten, so man es wünscht, das erkennen ist das problem, erkennen das ruhe entschleunigung bedeuten kann, graue theorie? wer kann abschalten? derjenige der umtriebig ist? derjenige , der im laufschritt lebt? abschalten können nicht alle menschen; burnout; der körper sendet; der mensch kann sich trotzdem nicht wehren; dilemma der gesellschaft; abschalten.

spieglein/spieglein

der spiegel lügt nicht, so wie eine sporttabelle nicht lügt, so wie der tod nicht lügt,so wie ein baby nicht lügt; ich begrüße mich, das gesicht dass ich kenne; ich sehe in den spiegel und frage mich, machst du es richtig, kannst du dir in die augen sehen und denke darüber nach, ob ich auch morgen wieder hier stehen werde.

26 November 2011

josip

josef ist tot, sank dahin, ohne wort, ohne hinweis, so eine sch..... die lebenslust sprach aus ihm ; er war immer so erfrischend , so plötzlich trittst du aus dem licht, in den schatten, jedenfalls wie wir es vermuten können, du weißt es nun allemal besser, ich hoffe es geht dir gut in deiner neuen welt, die du sicher nicht alleine betrittst, wir folgen dir, sei sicher.

danke für die tolle goulaschsuppe......

27 Oktober 2011

rettungs/schirm

hebelschirme, 
lasst euch feiern;
regenschirme werden wir brauchen, 
wenn es tränen regnet, oder blut.

brüssel okt 2011

18 Oktober 2011

vage/waage

stell dir vor die waage rechts einseitig zu schwer, sie erhebt sich nie wieder, kein gleichgewicht möglich, wie schwarz ohne weiß, kalt ohne heiß, arbeit ohne schweiß; die schale in der luft, links, da wo das herz schlägt; oder sie knallt links auf den boden, eine waage sollte doch das gleichgewicht finden, nur so kann man das gewicht feststellen; wiegen wir ohne balance?

pott@/kaffee

pott@kaffee, diese zeit nehme ich mir, mit dir, meinen freunden, sitzend am küchentisch, pott@kaffee, wir reden, mit dir in der hand, behaglich umfassen dich unsere hände, wärmend, lächelnd, keiner streitet mit dem pott in der hand, morgens nicht und abends nicht.

blei/stift

bleistift ich traue dir, das was du zu papier bringst in kladde; reinschrift, überlasse ich den anderen, inhalt du lebst, durch mich durch dich, bleistift; gespitzt mit schmalem strich oder abgebrochen breit bewegt, du zwingst die weiße seite zum ergrauen, sie ergraut, so wie ich mit dir, so ergrauen auch meine gedanken; bleistift.

12 Oktober 2011

e man(n)/zipation

nun denkt (sieht es am gesicht) die frau, der mann denkt das was sie denkt das er denkt; der mann denkt aber nicht das was die frau denkt das er denkt; die frau spricht ihn darauf an was sie denkt das er denkt; der mann erwidert, dass er das nicht denkt was die frau annimmt das er denkt und rechtfertigt sich für seine gedanken.

muffen/muffe

das abflussrohr steht außen vor, der kanal zu kurz geraten, somit das wasser betropft das rohr, welches rostend schmollt; sowas war nicht vorgesehen, nicht gewollt und kommt auch selten vor; hier war der klempner falsch beraten, denn das rohr im gartenhaus passte einwandfrei; der nachbar überlastet versucht jetzt überhastet die überfallmuffe zu generieren, damit das ganze ein ganzes sei; er wird es wohl nicht mehr kapieren, setzt die muffe ab und nochmal an, jetzt ist des nachbarn nachbar dran, jedoch die muffe hat nun muffe; verklemmt ist nun kanal und rohr, das ist nicht in der nachbarn sinne, ein rosttropfen im ohr; gescheitert; sollen doch die tropfen tropfen und die nachbarn spüren tropfen.......es regnet.

nach/mittag

nachmittag, dem abend zugeneigt, hektischem "früh sein" längst entwichen, nachmittag, weiche nicht dem dunklen abend, bleib da nur einfach so; weil ich dich mag.

09 Oktober 2011

seelen/freunde

wenn "seelenfreunde" in dich tauchen um die kraft in dir zu brauchen, verbiete das tauchen und verschwende darüber keine gedanken; denn du könntest daran erkranken.

licht/blut

lichtblut, durchflute, den körper, blutdruck, erkenntnis, gott, wo bist du, lichtblut, pulsiere, der holistische herzschlag transportiert den gott in uns, zum tunnel, zum licht.

zeit/kritisch

kritisch mit der zeit, unserer zeit, deshalb der zeit schlechthin;  die werte dieser zeit, herbeigeredet, beachtet, nicht beachtet; die zukunft bemisst die regeln unseres zusammenseins, spätere generationen werden zeitkritisch sein, so wie wir,  mit der vergangenen zeit.

08 Oktober 2011

nahrungs/acker

acker, durchfurchter, für nahrung, für den mund; nimm den dünger und seinesgleichen, die kritik wird niemals reichen, darauf zu achten was leben verlängert, das feld von saurem regen geschwängert; die einkaufsketten bestimmen den preis; warum nur essen wir diesen.........sch.....

kraft/los

wenn uns gras wächst auf der seele, gedanken sterbend in uns hinken, ein schmerzensschrei durchringt die kehle, mütter zum abschied weinend winken, wenn asche bedeckt der seele gras, männer mutlos zu boden sinken, geier fressen sinnesaas, wenn schwere wolken mehr asche entlassen und wir uns dafür gar hassen; dann hat uns unsere kraft verlassen.

21 September 2011

hünen/düne


es lebte der hüne in der düne;
kühn will er nach gedanken jagen,
diesen ort nicht mehr ertragen;
mit der harke in der hand
säuberte er die waterkant;
schien unersetzlich hier zu land,
von allen menschen (an)erkannt;
jedoch, verließ er in zu großen schuhen, die, seine düne; allerhand!
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wer diese zeilen hat genossen
sie wertfrei und gänzlich unverdrossen lässt fließen in sein herz bedacht, vielleicht gar über den hünen lacht um vielleicht die eigene stille, nicht zu ertragen in diesem sinne; dem hünen ist das einerlei, denn die gedanken sind nun frei und frei ist auch sein freier wille, vielleicht versteht er unsere stille.

07 September 2011

die/anderen

somit das was die anderen über uns denken, das ist, was wir positiv zu gestalten suchen,  so wir sogar dem nachruhm, die ruhe und die gesundheit opfern; welch ein weites feld für die manipulation durch diejenigen, die gleichgestrikt "besser" denken, besser die anerkennung durch andere erkaufen, auf der suche nach ehre und glück.

lebens/länglich

das glas berührt , die hand geführt, gesellschaftlich desillusioniert, gelebt, mitgestrebt, ausprobiert; resigniert; das glas berührt, des volkes meinung irrt nicht, lebenslänglich.

03 September 2011

leiser/narr

es müsste gelingen, schau in dich zu dir, leise, beatme dich, verlange nach dir, befreie dich von deinem ballast den du zu benennen suchst, es müsste gelingen, doch dein wille ist schwach, adam aß den apfel, du die schlange.

24 August 2011

fukushima

es ist das vergessen angeordnet, somit vergessen wir.

mindestens

mindestens, mindestens; wenn nicht doch etwas mehr, ein wenig, aber mindestens das; mindestens, ist das zu viel verlangt, nur das mindeste, nicht mehr, mindestens das; danach verlangt uns, "mindestens".

schreib/es

schreib es; gegen widerstände, schreib es;  enttäuschte menschen, kritik der belesenen"wissenden" an dem was du schreibst, sie streicheln dich, vermeiden dich, belegen dich, verwechseln dich, dein ich, begreifen dich, begreifen dich nicht, schreib es; schreib es auf, was von dir ist.

schatten/kunst

lautlos holt er dich ein der schatten, derer die sich der schattenkunst bedienen, raubt dir das licht, du vermutest es sei der eigene, vielleicht irrst du nicht; vielleicht stellst du deinen körper aus dem licht, vielleicht traust du es dir nicht.

31 Juli 2011

77/mal

„Der Mörder ist nun interessant; nicht die Gemeuchelten, deren Familien, die hilflos in die Weite sehen und nicht begreifen, was geschehen ist. Ihnen werden Psychologen gegeben, die sich im Scheinwerferlicht profilieren, Anwälte, die sich medial inszenieren, um Aufträge zu erhalten, und Richter, die ihn eben richten werden. Er hat das alles nicht verdient, wir haben das alles nicht verdient. Verdient hat er die Isolation seines Geistes durch die Menschen dieser Welt, die ihm den Rest seines Lebens vergällen.“

Norwegen im Juli 2011

20 Juni 2011

freu/(n)de

lass uns freunde sein,
vermute dich an mir, vermute mich an dir
schiebe mich zu dir, schiebe dich zu mir,
glaube mir, vertraue dir,
empfinde dich, erkennst du mich,
lass uns freunde sein

sinn/still

sagst du mir was ich will hören,
werde ich dich niemals stören,
sagst du mir was ich nicht will,
stehen meine sinne still.

11 Juni 2011

wilde/pferde

wilde pferde retten sich in die steppe, verhindern den zaun, überholen die esel in flottem galopp, hengst, anführer der herde, stolz weht die mähne im wind; getroffen vom todespfeil verendet deine freiheit im kot der esel die dich und deine trauernde herde erreichten, um dem gatter der koppel zuzustreben.

gold/gräber/schicht

das blockhaus am yukonriver, bärentatzen im schnee, tassentee, durch die ritzen dringt kein sturm, hier wohnt er nun der alte trapper, der ist schwer am herzen krank, der sohn fand die mutter dort, die seit wochen war schon fort, der tod ereilt sie in den bergen, der trapper wird im blockhaus sterben, der sohn wird die erinnerung erben und verlässt den yukon nicht, geht wieder zu der goldgräberschicht.

epi/kur

gewöhne dich daran zu glauben, dass der tod keine bedeutung für uns hat. denn alles, was gut, und alles, was schlecht ist, ist sache der wahrnehmung. der verlust der wahrnehmung aber ist der tod. daher macht die richtige erkenntnis, dass der tod keine bedeutung für uns hat, die vergänglichkeit des lebens zu einer quelle der lust, indem sie uns keine unbegrenzte zeit in aussicht stellt, sondern das verlangen nach unsterblichkeit aufhebt. das schauerlichste aller übel, der tod, hat also keine bedeutung für uns; denn solange wir da sind, ist der tod nicht da, wenn aber der tod da ist, dann sind wir nicht da.“

Epikur


10 Juni 2011

gehts/noch

gemüsepatent, gehts noch; genveränderte nahrungsmittel angemeldet zum patent; nahrungsmittelriese versklave uns, patentiere unsere babynahrung, unsere luft zum atmen; sagt ja facebookgeneration, gesichtserkennung, jeder erkennt jeden, "privat" das unwort des jahres, schaut rein in unsere schlafzimmer, alles frei für die freiheit, bewachtes leben, was ist schon dabei, versklave uns riese, wir helfen mit, volkszählung, abwassertest, einheitsnahrung; einheitsgesichter; es lebe die einheit, gleichheit; der klon der macht.

schweige/magnet

schweigen, der magnet der worte sieht; nicht verwendet; schweigen, lautlosigkeit transportiert zur wortbrücke; gehe hinüber, oder bleibe stehen.

06 Mai 2011

tritt/zu/rück

tritt zurück,  jugendlicher, der mensch am boden regt sich sonst nicht mehr, tritt zurück von dir,  jugendlicher, tritt zurück; vorher; ein rücktritt vom zurücktreten; gut gemacht.

gerhard/mimi/paula

ich erinnere mich gerne an euch...

die/tür


die tür schlägt zu
geräusche verblassen ins nichts;
stille schlägt um sich trifft dich, mich; 
stülpt sich über die seele, entlastet die beachtung;
allein für sich, für mich, unbeobachtet, 
los lassen, endlich, druck entlassend;
die tür schlägt zu.

15 April 2011

atom/kraft

es ist wie das neue auto, ein tolles neues auto, zur reife gebracht, jedoch die bremsen fehlen, noch nicht erfunden, doch das kümmert uns nicht, jemand wird das bremsen schon erfinden, von den jungen menschen die nachkommen, so fahren wir frohen mutes mit dem neuen auto ohne bremsen und erklären fortwährend, dass man nicht bremsen muss.

zeit/kritisch

kritisch mit der zeit, unserer zeit, deshalb der zeit schlechthin;  die werte dieser zeit, herbeigeredet, beachtet, nicht beachtet; in der zukunft bemessen die regeln des zusammenseins, sie werden zeitkritisch sein, so wie wir,  mit der vergangenen zeit.

28 März 2011

weiß/nicht

wenn ich es wüsste, doch dem ist nicht so, ich weiß nicht, das weiß ich wenigstens; wenn ich also rede transportiere ich unwissen, wissentlich; ich sollte schweigen.

wieder/einer

der baum fällt, gefällt, begräbt sich, oberirdisch, peitschende äste auf nassem moos, der krachende Tod verstummt, so liegt er da; wieder einer.

27 März 2011

bilder/album

bilder in mir schildern mein befinden, bilder in euch schildern euer befinden, bilder in uns schildern unser befinden, bilder in unseren kindern schildern uns was wir brauchen; kinderalbum, lebensalbum.

gedanken/los

meditiert endlich meine gedanken; oder seit wenigstens ruhig in mir; sowas hält doch niemand aus, schlaft doch mal aus, lasst mir den kopf mal nur noch pur, ja rund um die uhr, einen tag vielleicht, oder noch einen, oder einen augenblick nur einen kleinen; will euch zur stille lenken nicht darüber nachdenken, helft mir, einfach gedankenlos.

ein/schritt

ich gehe durch mein haus, die wände grau, es regnet hinaus, die terrasse tränennass, die tanne dimmt sonnenlicht, schattengespenster erreichen den rand der illusion, derer ich mich bediene, bedienen muss und ich atme ruhiger, suche beweise und gehe einen schritt zur seite; die sonne blendet mich nun, trocknet den grund, graue wände lichtweiß, wie gemalt, die tanne riecht in mich hinein; es geht doch sage ich mir, es geht doch.

16 März 2011

weinendes/lachen

ich erbitte mir ein lachen, ein lächeln vielleicht; es kann nicht gewährt werden in dieser zeit, die frage nach verantwortlichen schmälert diese einschränkung nicht; wenn wir, ich, nicht mehr lachen können, wohin führt uns dann der weg; in dieser, unserer welt weint sogar das lachen.

weit/weg

wie asozial, desinteressiert, wir schauen es uns an, sind weit weg, wollen verstehen, verfallen wieder in einschlägige verhaltensmuster, so ist der mensch, so sind wir.....

fukushima im märz 2011

worte/im/ nichts

das leid so groß, die zeit schmälert es, ein großer fehler....wer beginnt nachzudenken; wer?....sie sind helden, die verantwortung küsst die mentalität, es ist so unnötig.....

fünfzig menschen, hoffentlich haben sie genau gezählt

13 März 2011

hilf/los

viele menschen leben mit der natur, manche möchten sie zähmen, benutzen, ein fehler bestimmt; doch diese erbarmungslosigkeit, die die menschlichen unzulänglichkeiten gnadenlos abstraft, unerbittlich; jammert menschen, jammert, denn es ist zeit zum jammern und betet, betet dafür, dass endlich verstanden wird, dass die natur über dem menschen steht.

japan märz 2011

11 März 2011

feier

wir sind in unser leben eingeladen, in die feier dieser welt; wurden einbestellt, um unsere einwilligung geprellt; da wir nun schon da sind, feiern wir solange es geht, zum feiern ist es nie zu spät; der eine kommt, der andere geht.

indianer/sohn

so sagte der indianer zu seinem sohn:

ich kann nicht mehr mit dir reiten, werde dich nicht mehr begleiten; gehe du nun in deine welt und wenn dir jemand den weg verstellt, bedenke dein handeln, respektiere den wandel, so wirst du dein ziel in der zeit erreichen, die du benötigst deine schuld zu begleichen.

01 März 2011

wert/frei

wertfrei, frei von werten, frei von anstand, frei von skrupel, frei von rückgrat, solidarität für lügner und blender; armes deutschland, was lernen unsere kinder.

guttenberg 2011

28 Februar 2011

politiker/patrouille

schickt sie hinaus in den verharmlosten krieg; patrouillieren in unbekannter stadt; afghanistan, setzt sie aus, lasst sie die geräusche der nacht zitternd wahrnehmen, das pochend pulsierende blut spüren, den schritt um die ecke der ungewissheit; schickt sie hinaus in die dunkelheit ihrer verhinderten wahrnehmung; vielleicht  werden sie dann auf das volk hören und unsere soldaten zurückholen.

25 Februar 2011

re/lax

blumen im feld des lichts, seestrand erdet den farn, durch den  stein angestoßene wasserkreise schmeicheln dem wind, der sie in wellen fortführt, bis die glatte oberfläche die nächste berührung erwartet;  ich fühle mich wohl.

19 Februar 2011

18 Februar 2011

zeiten/wind

zeiten im wind, verweht, doch es wirkt nach, positiv; selbst der zeitenwind hat seine zeit.

shop/ping

einkauf in der stadt, shoppen ins gemüt, fußmarsch der einsamen betrachtung, welt erlaubter illusion; berate mich du weltenclown, du kannst auch mal nach mir schauen, so der glamour mich nicht verführt, man sich selbst wieder spürt; führt es denn zum guten, das heim mit prunk zu überfluten;  ich will mehr „aus“ dem hause bringen, nicht um anerkennung ringen, hoffe sehr es wird gelingen.

soll/bruch/stelle

es war einmal eine sollbruchstelle, die langweilte sich sehr, denn sie sollte nur brechen, wenn an dieser stelle der bruch gewünscht, das machte sie sehr traurig, vor lauter kummer betrank sie sich so sehr, dass sie brechen musste.

mahl/zeit

man kann nicht mit dem braten warten wenn das fett ist heiß, denn soll der braten wohl geraten, hat selbst die zeit noch ihren preis.

16 Februar 2011

illusion

nimm den freund zum freunde mit, so zwei freunde sind, zusammen mit des einen freund; nimm die freundin zur freundin mit, so zwei freundinnen sind, zusammen mit der einen freundin; werdet freunde.

wachs/brot

der kerze wachs läuft auf das butterbrot und versetzt das hungrige kind in not; denn der kerze helligkeit weist den weg zur seeligkeit; wenn kinderhand die kerze löscht um des wachses strom zu stoppen, sperrt die dunkelheit das brot und besiegelt des kindes not. die moral die angedacht, trenne brot und kerze , denn unsrer kinder hunger, taugt sicher nicht zum scherze.

platonisches/jahr

maya-kalender, hochkultur, 2012, schau auf die uhr, planeten-konstellationen ändern sich, verzerren des kosmos angesicht; doch wissenschaftler irren nicht, 26000 jahre nicht.

lava/blut

es reist der pater zu dem krater dem der ausbruch steht bevor, stoppt an des kraters rand und spricht:

"würde ich diesen schritt noch gehen, dem entschluss nicht widerstehen, dem vulkan ins auge zu sehen, wäre ich der erkenntnis nah, dass gestein und lavaglut nicht erkaltet durch mein blut."

28 Januar 2011

lolly/zorn

nimm den lolly, spürst du des roten lollys süße, du süßer kleiner mann; seht ihr den lolly dort im dreck, der kleine mann ist längst schon weg, der zornig ihn dort hingeschmissen; wir werden ihn jedoch vermissen,  den süßen kleinen mann, der knabbert längst den nächsten an.


katz/und maus "politik"

es versammeln sich die tauben katzen, reden mit den katzentatzen, schwatzen, ungestört, ungehört, gemeinschaftlich, unerhört; die blinden mäuse hören zu, wie die tauben katzen tastend diskutieren, in ruh; die katzen beachten die mäuse nicht, doch die mäuse sind darauf erpicht, zu hören was die katzen sagen, taube katzen reden nicht; nur einmal in sehr langer zeit sind die katzen dann bereit und sprechen die mäuse fragend an, fragen was eine maus so kann, doch die  mäuse vertrauen nicht, so versammeln sich die tauben katzen, reden mit den katzentatzen, schwatzen ungestört, ungehört; unerhört.



das nächste wahl/jahr kommt bestimmt

23 Januar 2011

gorch/fock

hohe masten weisen den weg, übermüdet  greift eine hand dann die andere die nasse takelage, der tritt muss stimmen, sie wollen dich trimmen, angst, tränen innerlich, es klatscht das segel, es klatscht der körper auf das deck der menschlichen unzulänglichkeit.

15 Januar 2011

drei/minuten.

16:37 uhr leben, 16:40 uhr tot, drei minuten ohne not, drei minuten ohne tod, drei minuten dann noch zwei, eben noch, dann vorbei; 16:37 uhr leben, 16:40 uhr tot; eine minute noch; die letzte; dem kind noch einen kuss, schluss.

08 Januar 2011

wie/gehts

heinz sieht willi,
willi sieht heinz,
heinz sieht willi nicht,
willi nicht heinz.


aus/geliefert

eier, milch trinken unsere kinder, unsere nachbarn, wir, fleisch, brot, wasser, wir wollen leben; wir müssen doch essen, trinken, sonst sterben wir, wir sterben weil wir essen, wenn nicht auch;  es bleibt keine wahl.

deutschland, januar 2011

07 Januar 2011

02 Januar 2011

winter/sonne

wintersonne durch den dunst, gleißend begrüßt du den schmelzenden schnee, weißbelegt die äste des essigbaums, wintersonne blinzelnd halte ich dir stand; das kind; der schneemann zur freude, kein schatten dunkelt das weiß; mein herz taut auf.

01 Januar 2011

krawatten/export

die krawattenkarawane bringt krawatten und bananen durch die wüste hin zum meer. halil fein dort mit krawatte, lenkt kamele zu dem schiff. abgeladen unbeschwert, bereichert um der ware wert, zieht die krawattenkarawane ohne krawatten und bananen, endlich dann der heimat zu. halil hat nun seine ruh.

sein/wein

der noch nie den wein genossen, 
weil er durch fremde kehlen rann,
der den winzer hat erschossen,
der doch gar nichts dafür kann.

prost/neujahr

froh und neu soll es werden, liebe und frieden in sich bergen, demut und respekt sind riesen, kummer und elend wird abgewiesen; freiheit, glück für jedermann; ob das neue jahr das kann ?

blatt/sturm


ein blatt, dass der herbststurm dem baum entriss, torkelte seinem schicksal entgegen, um vom aufwind gefangen empor geliftet zu verweilen, damit es letztlich seinen ihm zu gedachten platz auf dem erdboden einnehmen sollte; diesen platz der ihm zugeteilt war, schon bevor der schwach gewordene ast dass braun gewordene blatt freigab; man schaut aus dem fenster nicht sicher, ob es nicht doch dem reinen zufall überlassen sei, wohin das blatt verweht würde; man schaut aus dem fenster just in diesem moment, da sich das blatt vom ast löste, nicht später, nachdem es zu laub geworden, den anderen blättern gleicht und nicht früher, als es doch nur ein teil der pracht gewesen war, die den baum schmückte. 

frühlingsziegel/wunsch

der schnee kapituliert, wärme setzt die purpurroten dachziegel frei; die sonne beleuchtet den augenschmaus; es sieht nach frühling aus.