04 Oktober 2024

lets/talk/about/us

Lass uns reden:

Über euch, über die Relevanz, über das Leben, den Tod, die Freiheit, Entscheidungen, über Hoffnung, Zuversicht, über das Verstehenwollen, den Unverstand im Unterstand, über Dopamin und Kokain, Pure Reflexe über deinen, meinen Weg, über richtig und falsch. Kennst du den Unterschied in dir? Darüber lass uns reden.

Lass uns reden:

Über das Da(bei)sein, das Wegwollen, die Gesellschaft, Kinder im Bannstrahl elterlicher Struktur, über Tramps unter Brücken, goldene Uhren, über graue Anzüge, blaue Männer im Blaumann, Mütter in Not, den Kloß im Hals, vertraut verstaute Sympathien, verstaubte Kritik über das Wandeln in progressiver Illusion, über das wache Reflektieren, die Nummern die du ziehst, den Stern, den du durch den Nebel nicht erkennst, über die Reinheit der grauen Seele, über Erzählungen im schwarzen Buch, über den Versuch, unbewusst Eitelkeit zu buchen, über das Umschauen, das Abdichten verrosteter Rohre und über süße Kirschen an fremden Bäumen, den Bartflaum, das Kaum, das Viel, Wenig, Fremdenhass und Aderlass, gepeinigte, längst gesteinigt beerdigte Träume, weggespülte Lebensräume, Rosen in deinem Garten, tote Soldaten, Tschernobyl im verratenen Idyll, über das Glaskinn im Boxzeitalter, Patronen im falschen Colt, das gebrauchte Seelengold.

Lass uns reden:

Über das liebe Erleben von lebenden Liebenden, über Elektroschrott und Windräder am falschen Ort, über den Salzgehalt im Salzwasserfass, über die Zeche nach dem Besuch der Zeche, über Heidschnucken und Wolfsaugen im Dschungel der Nachrichten im Einerlei, über Staatsmänner, die Frauen werden, über das Beschweren von Beschwerden, Lastkraftwagen durch Lüneburg, Wärmekissen, die wir vermissen, und den falschen Anker am richtigen Schiff, über totgesagte Redenschwinger, über beleuchtetes Licht, diesen kleinen Wicht, der ständig über Moppen spricht, über fleißige Waldarbeiter, über Baumtod und baumumarmende Baumumarmer, Capitol und Istanbul, über Kaffeetassen, die rasselnd den Busfahrer stören, Magnolien, die einsam den Frosch betören, Schulbuben, die den Unterricht stören, über Minirock und Kasatschok und diese Flasche Gin, über aussteigene Einsteiger, einsteigende Aussteiger und über leidende Leidende, den Junischneemann, der dahinschmilzt wie die Schokolade auf der heißen Haut, über Trassen, die nie gebaut die Menschen schassen im Flüchtlingsbetrieb, und über Triebe, die sich durch Gartenzäune schieben, und dieses Unkraut dort.

Lass uns reden:

Über Konsum, Benehmen, Benchmark, Ja und Nein, Heroen und Heroin im Bus, über Cola mit Schuss, Tag und Nacht, das Kind, das auch mal lacht, über das Über, den Überfluss, den Flatrate-Rausch, den schwarzen Wald, über den Notizblock, Omas Grab, Helmuts blauen Opel, über das Essen in Essen für Sex und Toleranz, Nussecken, Eis lecken, über die Supermacht und Gas im Supermarkt und die einsame Fünfzimmerwohnung von Charly Can, über Größenwahn und Marmorböden in Flüchtlingsheimen, über die trägerlose Unterhose, Netflix, und den Bundesorden am falschen Band, über Gesundheit und Vitalität, eingesperrte Fans im Stadion der Einheit, über den Beat und Nutrias im Wasserglas, Massengrab, über Aufgeben, Aufregen, Anstrengen, über (keinen) Zugang, die Pause, das Hallenbad am Straßenrand, Arroganz im Mummenschanz, Toleranz und Schießgewehr, deinen Strohhut am Mittelmeer, gibt es längst nicht mehr.

Lass uns reden:

Über bergab Fahrradfahrende, über Küsse, die Neger küssen, Negerküsse und deren Verdruss, laute Samariter mit dem Schirm über dir, über das Anschnallen, über das Liegenbleiben, Beigeben, Dabeisein, über den Genuss genießend Blumen zu gießen, die Bahnschranke zu begrüßen, über das Reden, über den König im Bett, über das, was kommt, was ansteht, wenn man an der Kasse ansteht, über das Wiedersehen, das bessere Verstehen, über Hass in der Liebe, das Vorher, die Zeit, über Atemnot, Panik, Blei in Beinen, Flugzeuge im Bauch und die Depression. Über Rollstühle, Alte, Junggebliebene, über Menschen eben, über den Sinn Gedanken zu verjagen, über das Sich-hinterfragen, über Janis Joplins Plattenspieler, das Netz zur Welt und über ahnungslose, heißgebadete, die über jeden Zweifel erhabenen Begrabenen, über beratene Beratende, begradigte Flussläufe, den Gorilla in seinem Gitterhaus, über Zeitnehmer im Zeitgeben, über Rock’n’Roll und Blumenkohl, über die ungefähre Nähe zum Abstand, den Ort der uns zusammenhält, über bestellte Player im Film mit Überlänge, wie dieser Text, der jetzt endet und über das Beenden von legendären Traumfabriken, über die Astralreisen, die wir uns zu vergessen nicht gestatten, über Menschen, die wir hassen lassen, und letztlich auch über das Mittel zum Zweck. „Let’s talk about us.“ 2024.

https://dialogchatjpg.blogspot.com/

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