22 August 2016

du/hast/recht

ich sags mal so: "du hast recht". deine kritik nehme ich an. nein;  das ist keine ironie, glaube mir. was? du hast das noch nicht erlebt, jeder mensch verteidigt sich, rechtfertigt sich, sein ich. ich nicht; ich will das nicht, fühl mich auch nicht als geläuterter knecht; denn: "du hast recht".

gottverdammte/norm

grau, graublau, grau und weiß. kalt; heiß. nass der schweiß. niemand gibt sich preis. die farben nicht; nicht diese nässe in der blässe. deinen grauschleier kostet der einsame reiher; dort am graugeregneten weiher; er ist wie der freier, der den bunten clown nicht sieht und nicht weiß wie ihm geschieht. so kämpfen wir uns vor lauter zorn, an unsere gottverdammte norm.

ps. wer buntes auch bunt sehen kann; den geht dieser text nichts an.

seltener/reset/knopf

wir glauben, wir schaffen das. für uns wichtiges zu filtern und nur das aufzunehmen, was uns bereichert. ja das glauben wir. weil wir ja clever sind. meinungen erscheinen in unserer welt, wie für uns bestellt. überflutet wenden wir uns zunächst ab. ein reflex. wie war das und was meint der und stimmt das denn, irrt dieser oder jener? wir grübeln. suchen unseren weg, unsere akzeptanz, nehmen ihn auf den manipulativen mummenschanz, als wären wir der popanz in uns selbst.

wir schaffen das nicht. wir glauben, wir schaffen das nicht. die schwere der entscheidungen bricht uns das genick. dieses ist vielleicht wichtig und dieses und das, vielleicht verpassen wir uns, verpassen etwas. wer will verpassen? du? ich? sicher nicht!

so verpassen wir nicht, steigern die intensität, für sie ist es uns nie zu spät. den resetknopf drücken und mal einsam in uns, mit uns sein; das fällt uns sehr sehr selten ein.