15 Juli 2023

menschliche/gleichgültigkeit

wer kann mir sagen was es bedeutet, wenn die gleichgültigkeit die menschlichkeit besiegt? 

wie kann man diese beiden dinge zunächst für sich definieren, die lage einschätzen, um dann die gleichgültigkeit als trumpf zu verwenden, wohlwissend, dass damit die menschlichkeit verliert?

was ist denn eigentlich, wenn die gleichgültigkeit siegt; die menschlichkeit aus gleichgültigkeit gegen die (dann) gleichgültige menschlichkeit verloren hat? ist uns das gleichgültig?



ok/ce/la/vie

instinktiv bemerke ich, es geht um mich. es geht immer um jemanden. diesmal eben um mich. man gibt mir die schuld, sie geben mir die schuld. 

das machen "sie" gerne um sich selbst zu entschulden, um nicht mit sich selbst umgehen zu müssen. 

wer anderen die schuld gibt, kann nicht selbst schuld sein und wer nicht schuld ist, wird mehr geliebt.

objektive selbstreflexion ist hier unerwünscht, da bleiben wir doch lieber subjektiv, es könnte ja sein, dass die angst vor dem eigenen versagen vortreten könnte, das möchten wir doch nur ungern zulassen.

was bleibt ist die eigene unschuld, die wir mit klauen und zähnen verteidigen damit wir unsere eigenen fehler nicht einzugestehen haben, obwohl doch jedem klar sein sollte, dass alle menschen fehler machen.

ich helfe dir indem ich die schuld auf mich nehme? ok! ce la vie!



13 Juli 2023

die/sind/sie

wer sind "sie"? 

ach…die sind sie.....

jene "gutmenschen", die auf alles eine antwort haben und durch manipulation das zu erreichen suchen, was sie als allgemeingültig und alternativlos auf teufel komm heraus durchsetzen wollen, um dabei möglichst noch persönlich zu profitieren. 

jene fehlerlosen menschen eben, die die alleinige weisheit ihr eigen nennen und deren weltbild keinen widerspruch zulässt.

figuren eines zeitlichen begrenzten intermezzos, die sich unsterblich wähnen und allwissend ihre reputation einfordernd, der vollendung der geistigen macht zustrebend, gott gleich, nach anerkennung hecheln, um letztlich wie wir alle die friedhöfe dieser welt zu bevölkern.

für alle diese menschen, für "sie" und „die“ eben verzichte ich auf gegensätzliche alternativen und auf den diskurs der früher einmal evtl. zum kompromiss  führte….

…denn…. "sie", „die“ sind nicht dafür (ge)macht.

p.s. es wird oft die meinung vertreten, dass niemand sie und die zu definieren hätte, weil alle menschen doch zusammengehören und jeder deshalb die selbe verantwortung für diese welt hat? ich denke "sie" haben das aber nicht verstanden.


vom löffel/molch und dem gabel/stabler

es waren mal zwei löffel. die hatten nichts zu tun. wollten ausruhen und der gabelstapelfahrer, dem die löffel gehörten (er hatte noch einige mehr), ließ seine löffel in ruhe ausruhen. diese zwei und alle anderen.

da kam der kleine löffellmolch und fragte den gabelstabelfahrer, ob er sich einige löffel leihen könnte, da er knapp an löffel war. 

der gabelstablerfahrer konnte den kleinen löffelmolch aber nicht leiden und (d)er bekam die löffel nicht.

da fing der kleine molch bitterlich zu weinen an und wimmerte:

"dann gib mir doch wenigsten die versprochenen messer, sonst klaue ich dir deinen gabelstapler!" 

der stablerfahrer hatte mitleid und überreichte dem löffelmolch zwei gabeln und zwei löffel. 

"warum nicht gleich so schnaubte der löffelmolch; geht doch!"


p.s. löffel lassen sich auch leicht durch gabeln ersetzen, es sei denn man hat eine graue suppe vor sich, dann sind auch die messer hilflos. 

wer für "löffel für die welt" spenden möchte wende sich bitte vertrauensvoll an mich.


bagger/see

ein baggersee. niemand baggert da noch. das war gestern, vorgestern, irgendwann einmal, damals. da standen die förderbänder noch. 

heute ist der baggersee naherholungsgebiet. es erholen sich menschen, beim miteinander baden, angeln, schwimmen, kommunizieren und es erholt sich die natur vom baggereingriff.

im sommer sind alle buchten besetzt, alle badegrüße ins wasser transferiert. 

selbst die fische fliehen nur langsam, die enten lassen sich nicht stören. 

schwäne ziehen majestetisch ihre bahn.

nur das kinderlachen durchschneidet die ruhe, manchmal ein vergessenes radio. 

so gleiten menschen gemütlich mit ihren wassergefährten über die wasseroberfläche und weichen den tauchern aus, die plötzlich aus den tiefen des see auftauchen.

selbst die exibistionisten kennen hier keine fristen und fühlen sich nicht gestört. 

menschen begrüßen den schatten der bäume und träumen sich in ihre welt, gerade so wie es ihnen gefällt.

hier sind alle frei von neid, selbstgier, egogehabe, von selbstgerechter eitelkeit und falschen beschuldigungen, von selbstüberschätzung und fehlinterpretationen, die sich doch nicht lohnen? 

und nur deshalb; weil die "ruhe des baggersees" ihnen zusäuselt: 

"hier ist der ort für reflektierte empathie und toleranz, für soziale verbindung, für sympathie im konstruktiven menschsein; hier bleibt niemand ganz allein!"

p.s. oder es kann vielleicht ganz anders sein!


((@()@))


10 Juli 2023

das/märchen/vom/zauberwald

wer geht in den grünen zauberwald,  in das abgesteckte domizil der zauberer. 

wenn man ihn betritt umwehen keine gedanken den eigenen antrieb, denn deine kreative vitalität, deine kritische substanz, deine meinung, dein ich; ist nicht erwünscht, diese eigene struktur in dir wird am eingang einkassiert. 

denn das ist die voraussetzung dafür, dass du diesen einzigartigen wald überhaupt betreten darfst.

zauberer sind meister im verschleiern, darin zauberblasen zu erstellen und die vielen zauberlehrlinge lernen das auch recht schnell, aber suchen ganzjährig nach ihrem zauberstab. 

simsalabim;  alle fehler sind nicht so schlimm, denn es wird gut bezahlt im zauberwald und so zaubern sie heiter weiter und strahlen ihre weisheit in die außenwelt, als wäre das von da bestellt und weil sie nicht gestorben sind....