man kann so erfahren sein wie man will, selbstbewusst sein wie man will, diese erde verlassen wir meist still.
12 August 2023
stiller/protest
10 August 2023
08 August 2023
toi/toi/toi
manchmal ist mir nix schon viel zu viel, menschen viel zu viel, das stört euch? ich sei faul, träge?
seid ruhig empört und errichtet euren moralansatz stets neu, toi,toi,toi.
euch ist nichts zuviel? ihr lebt gerne lebhaft in eure lebehaft und schaut was ihr damit schafft, oder nicht schafft, doch mir ist oft;
"nix; schon viel zu viel!"
07 August 2023
verpassen
es verpasst niemand etwas keine sorge. da wo man ist, verpasst man nichts und da wo man nicht ist, gibt es nichts zu verpassen, weil man ja nicht da ist. das verpassen wird also schlicht überbewertet.
die seelenverkäufer operieren am offenen herzen indem sie bedarf herstellen und suggerieren dass man nichts verpassen sollte, vor allem nicht das, was sie dir als wichtig verkaufen wollen.
und wir? wir verpassen deshalb lieber nichts. alles ist wichtig; jederzeit. alles interessiert, auch das was nicht interessiert, manchmal sogar das besonders, wer weiß warum.
wir passen auf nichts zu verpassen, uns nicht zu verpassen, verheddern wir uns so in unserem leben?
wir geben zeit, lebenszeit für dinge, die uns nichts angehen und uns nicht interessieren würden, wenn wir nichts zu verpassen hätten und wenn wir uns nicht einreden würden, dass verpassen nachteilig ist.
ok, dann mal viel spaß beim anpassen daran nichts zu verpassen; man könnte das auch einfach lassen!
eingeborener/himself
es gibt leute die mag ich nicht. es gibt leute die mögen mich nicht. meistens sind es gar die selben.
selbst wenn man diese menschen nicht an sich herankommen lassen will, gelingt das doch nur in seltenen fällen.
ein dilemma, denn entweder man fängt ganz von vorne an, ohne die garantie, dass es mit anderen menschen wieder ähnlich schwierig wird was wahrscheinlich ist, oder man wird zum eingeborenen himself, der schnell zum außenseiter stilisiert wird und somit seine reputation (wer braucht die eigentlich und weshalb) verliert.
es gibt noch eine letzte andere möglichkeit und diese wird in der regel angewandt, nämlich seine authenzität verbergen und den schauspieler in sich entdecken.
dieser spielt dann den film ab, der ihm am meisten anerkennung übrig lässt.
so wird man ein heimlicher opportunist und schämt sich dafür, dass man keine andere lösung gefunden hat.
wer keine angst vor verlust hat, deutlich wird und konsequenzen nicht beachtet, wird als einfältig empfunden, nicht selten lachen die schauspieler dann und fühlen sich überlegen.
ich tendiere lieber zum eingeborenen himself, ob das dann authentisch wirkt ist mir schlicht egal und werden sicher andere für mich entscheiden.
06 August 2023
besonderer/kick
wenn der mensch soviel geld hat, dass er es nicht mehr ausgeben kann, sucht er den besonderen moment, der ihn von allen anderen abhebt und um diesen punkt erfahrener macht, den besonderen kick.
sie tauchen zur titanic. besser noch sie fliegen ins all. wer im all war hat auf die erde gesehen. er sah den blauen erdball und diese erkenntnis versetzte ihn in die lage zu erzählen, was andere nicht erzählen konnten.
menschen haben aber selten zeit dafür zuzuhören was andere erlebt haben, wenn sie es nicht miterleben konnten, wenn es nicht teil ihres erlebens war.
schlimmer noch, sie neiden. neiden sich hin zu falschen schulterklopfern und süßholzrasplern mit spärlichem interesse.
wer im all war, hat die kleine erde aus einer anderen perspektive gesehen und vielleicht erkannt wie winzig sein anteil am erhalt des großen und ganzen ist.
vielleicht fliegst auch du mal in dein all, dann frage ich dich ganz sicher nach deiner meinung.
der holztisch /oder /eine ganz andere geschichte
dieser holztisch ist mein freund. jahrelang. jahrzehntelang. er war stets stabil. viele runde ränder beweisen, was er leisten musste, wen er bewirten musste und sei es nur mit diesem einen glas wein.
hat nicht jeder seinen holztisch. den tisch der angereicherten erinnerungen. das möbelstück, das der familie platz bot, dem freund, vielleicht dem feind.
jeder besucher saß an diesem tisch, unbemerkt versah er seinen dienst, er wurde mit frust übergossen, es wurde an ihm liebe genossen, klaglos nahm er alles hin.
meinen holztisch hat nicht jeder und was wichtig ist, mein holztisch ist nur soviel wert wie die stühle die ihn umgeben und die menschen die auf ihnen platz nahmen; aber das ist eine ganz andere geschichte.
entsprechender/anlass
es wird vermutet das es nicht sein kann, dass die schlinge sich um den hals derer zuzieht, die den laden am laufen halten.
mit vermutungen ist das so eine sache. es wird auch der unersetzliche ersetzt, es muss nur der entsprechende anlass hergestellt werden.
himmels/leiter
ja es geht um dich. dreh dich nicht um, denn ich meine genau dich. du meinst immer noch ich meine nicht dich? doch!
wie kann er genau mich meinen, so er doch nicht weiß wer wann was hier liest. dich meine ich soviel ist mir klar, so wie ich jeden meinen könnte, so wie dich eben.
du musst nicht vermuten, das gerade du es nicht sein könntest, weil du nichts damit zu tun hast. hast du aber. ganz allgemein.
deine vermutung schlägt fehl, glaube mir. entscheide dich gegen deine verantwortung und du reihst dich ein in den reigen derer, die keine eigene betroffenheit spüren wollen, sich nicht gemeint fühlen, vielleicht aus selbstschutz, oder nicht gelittener überheblichkeit.
wenn du dann bereit dazu bist, zuzulassen das du, genau du gemeint bist; hast du die erste sprosse zur himmelsleiter erklommen.
p.s. bleib bei dir und lass dir nichts einreden.
fünftes/bier
lebenszeit als kampagnenzeit. werbung nervt doch jeden. so schleppen sie dich zu ihrem nächsten heiligen versprechen. in diesem für sie stimmigen moment.
bewerbe dich bei ihnen, gib dir diesen kick. lass sie dich grüßen mit ihren offenen armen. mit ihren verschwendeten demutsanleihen, so leasen sie dich in ihren palast verwunschener träume; suburb am nachmittag.
rauchend auf dem sofa des verwilderten hinterhofs fangen sie zu reden an. sie reden von schafen auf der wiese und vom bösen wolf der alle frisst.
sie reden von falschen fristen, vom verschwommenen gewissen und nicht über sich.
sie reden über dich von dir mit dir. fangen dich und so trinkst du dein fünftes bier und bleibst erstmal hier.
20/24
märchen/land
die realität versucht mein freund zu werden, zu sein, zu bleiben? wer ist sie? wieviele gibt es? eure? deine? ihre? soll ich mich darum kümmern?
ihr ritter der falschen runde seid auf einem anderen boot, ihr minnesänger mit flacher struktur schleicht euch lieber in eure feuchte höhle zurück, denn diese erfahrung brauche ich nicht.
"märchenland" rede mit mir, schreibe dich in mein herz. ich würde dich begrüßen, denn du könntest mir das leben versüßen.
prinzen, elfen, hexen, freudige kobolde meldet euch bei mir, taucht in mir ein in dieses zirkuszelt in dem der weinende clown seine zeit mit bunten hulahoopreifen beleuchtet, so hell.
einhorn fühle/führe mich in den zauber der eigenen magie, lass mich hier einfach eintauchen und aufsaugend den leierkastenmann begrüßen, der den könig der löwen übersieht, weil er in seinen traum spricht, in diesem/seinem licht, dass ihm die wahre freude verspricht.
schillernder regenbogen leite mich in mein neues erleben ich bete gerne mit dir in ein offenes system der freude und des lachens.
an dieser schießbude gehen wir stolz vorbei und begrüßen ein neues versprechen. hey schamane, nimm mich an deine hand, denn ich bin neu in diesem schlaraffenland.
märchenland; so atme ich dich in mich hinein und in meiner selbstbestimmten (neuen) realität bin ich sicher nicht (lange) allein.
diese meine realität soll nicht nur für mich erwachen und wird nie zur pflicht; denn die gibt es in märchenland nicht.
p.s. wenn man seinen inneren ruhe/wald mit dem magischen märchen/land verbindet, kann man vielleicht am horizont das nirvana erahnen.