24 März 2022

schon/so/weit

die waffe ist nicht die atombombe, die waffe ist die angst. angst regiert. er könnte das tun und das und wir haben angst. angst vor dem was er tun und lassen könnte, die angst mit der gespielt wird, stetig weil diese denkweise unseren intellekt beschränkt. 

wir müssen uns in unserer angst verkriechen, in unserer angst vor dem fremden tod? wir sterben alle irgendwann, wovor haben wir denn angst? haben wir mehr angst? wurde uns mehr angst verschrieben? wurden wir zur angst getrieben? 

wann beginnt die angst den rationalen pragmatismus zu beschränken? ist es schon soweit, oder haben wir davor angst?

23 März 2022

rotten/tree

this wall is too high, the lake too deep, to bring back the past, gone with the wind like this withered leaf of long-gone memories, whose tree stands but has rotted and no more stories can be told.

22 März 2022

kaum/zu/glauben


ich glaube dir sowieso nicht. das hast du verpasst.  spaß, ich glaube dir natürlich und nicht nur aus mitfühlendem pflichtgefühl. du hast es dir verdient, dass ich dir glaube, glaubst du. glaubst du das ich das glaube? wenn ich dir das jetzt glaube so glaube ich es ist ein risiko. du könntest jetzt glauben, ich glaube dir ungern. man kann ja sehen wohin es führt wenn man dir glaubt. in eine glaubenskrise nämlich. das glaubst du mir nicht? ich könnte mich irren, glaube ich. es ist mir egal ob du mir glaubst, oder ich dir nicht. ich kann nicht glauben das ich glauben muss du glaubst mir nicht, dass ich dir glaube; kaum zu glauben. 

teufel/der/nacht

es ist ernüchternd nüchtern zu sein in dieser achso tollen welt. ich hab mir das nächste glas wein bestellt. nach diesem trinke ich noch mindestens deren zwei, drei, so begrüße ich mich in meiner eigenen anonymität. 

zwar spät, aber es geht. vielleicht trinke ich mich mutig um entmutigt auszuruhen, habe ja sonst nichts mehr zu tun. hab das was getan werden musste längst  getan, ich meine die flasche zuvor zu entkorken, vielleicht ließ ich mich dabei auch gerne stören, doch werde ich mich jetzt mit diesem köstlichen bukett betören und diesem zweiten schluck, den teile ich vielleicht mit dir, oder mit dem teufel der nacht, der hat die flasche mitgebracht.

21 März 2022

gummi/twist

heidi popilka. nicht das ich sie vor mir sehen würde, dafür ist das zu lange her, das damals mit heidi popilka. eindruck hat sie hinterlassen und das kurze kleid.  buxtehude, vierzehn jahre alt, oder dreizehn, vielleicht zwölf. heidi war oft dort am treffpunkt. stets, fast immer. selten nicht. ich weiß nicht was aus ihr geworden ist, doch meine erinnerung spielt gummi-twist.

wiesen/robotik

ne was, soweit kommt es noch, dass ich mich darum beneide, kein roboter zu sein. dieser kamerad macht mir freude. ok er ist in seinem areal gefangen, aber darin völlig autark. er findet sich in vorgegebenem sehr gut zurecht und lebt seine freiheit trotzdem. keiner schreibt dem rasenroboter vor wie er zu fahren hat. das gebiet ist zwar abgesteckt, aber wo ist das denn nicht. 

die claims sind längst vergeben, die kunst ist es innerhalb dieser grenzen frei zu sein. das macht mein freund und ich schaue ihm begeistert zu. er verrichtet seine arbeit stressfrei und gleitet majestätisch über den wiesenbunker, den die maulwürfe hinterlassen haben. er verzweifelt nicht bemüht sich, verausgabt sich und genießt die ruhe, die der arbeit folgt. das auftanken in parkender position, er ist (m)ein roboter und kann das schon.

neben/straße

ständige negativmeldungen begründen irgendwann mal eine ständige frustration. ausweichen scheint schwierig, könnte aber ein neues, altes hobby aufwachen lassen. nicht im kreis fahren sondern vorwärts geradeaus und hindernisse erkennend ausweichen, bis man an seinem ziel ankommt, dem ziel nämlich nur noch straßen mit den menschen zu befahren, die derlei hindernisse nicht darstellen. 

hierbei wäre ein lebensnavi hilfreich, das nur noch nebenstraßen zulässt, die frei von den menschen sind, die schnell fahren möchten, das langsame nicht favorisieren, schnelle überholer eben, die die rennstrecke bevorzugen. nicht das ich etwas gegen schnelles fahren hätte. es sollte sich jedoch in den normen der gesellschaftlichen akzeptanz abspielen, klar ein weites feld und schon geht die diskussion los und jeder hat irgendwo recht. 

rasant, dynamisch, kurzfristig, schnell, bekannt, benannt, anerkannt. menschen leben schnell. ich biege mal ab, kann es mir auch leisten, zugegeben. cruise in der gegend herum und versuche, die schnellen leute überholen zu lassen und gönne jedem den lebensspaß den er wünscht, solange er mich nicht über den haufen fährt.   

20 März 2022

verpachtet

der gipfel menschlicher dummheit ist es einen krieg zu beginnen. einem einzelnen menschen die möglichkeit zu geben viele andere menschen umzubringen, ist aber wohl die letzte instanz völliger ignoranz und verblödung. 

sich nicht vorstellen zu können, dass ein mensch mit gänzlicher macht den eigenen horizont verschiebt und durchdreht ist wohl eine ausgeburt von lässiger lebensführung, naiver arroganz und eitler selbstüberschätzung. 

wie immer wird dummheit und die selbstverliebte herstellung eigener realität bestraft. das so etwas in der heutigen zeit noch möglich ist, verdanken wir der falschen annahme das völkerrecht würde von allen nationen geachtet. doch dieser wert war nur verpachtet.

der menschen debakel

zeiten wandeln sich. was menschen in ihren zeiten machen wandelt sich. meistens nicht zum vorteil aller. diese rosigen zeiten gibt es nicht, es bleibt zu vermuten, dass es sie nie geben wird, gab. gründe dafür suche ich nicht, nur gründe auszuweichen? dieser gesellschaftlich gewollten ego- und ich-bins-mentalität, welche menschen ihre große aufmerksamkeit widmen versuche ich aus meinem eigenen leben zu streichen, weil es sich für mich nicht bewährt hat. 

vieles was menschen versucht haben, um friedlich zusammenzuleben ist missglückt. alle als substanziell angesehenen gesellschaftsformen gipfelten in fehlern, die sich fortwährend wiederholten und keine gesellschaftliche entwicklung sichtbar machen konnten, weil niemand aus fehlern lernen wollte, schon gar nicht wenn er sich vermeintlich persönlich benachteiligt fühlte. 

düstere prognosen sollen sogar dann den himmel grau verhüllen, wenn die sonne lacht und angst hält die meisten menschen auf einem kurs, der nicht ihrem angestrebten lebensstil entspricht. das allerdings nutzt nur wenigen und die sind auch nicht glücklicher als der ignorante rest, der das aus eitelkeit und egoismus nicht bemerken will, oder das überspringen von hindernissen zum nachteil anderer menschen und zum eigenen nutzen favorisiert. 

bei menschen von glück zu reden verbietet sich ohnehin, man kann sich zwar zum eigenen glück hinlügen und die realitäten negieren, sich verbiegen; doch ist das kein fundament das tragen kann. 

der mensch bringt so sicher keine substanz in diese welt, er wurde zwar hier einbestellt doch alles was noch zählt ist geld. 

diese erkenntnis führt bei wenigen, immer mehr menschen, zu einer minimalistischen inneren haltung und dem wunsch nicht mitzumachen, auszusteigen, um zu versuchen selbstbestimmt zu leben. das debakel ist dabei aber, dass nur das promotet wird, was den menschen nun wirklich kein stück weiterbringt. 

p.s. dass will niemand hören, deshalb stimmt es auch nicht? ich schreibe es trotzdem.

welt/fremd

der welt entrückt. sich von der welt entfremdet. wessen welt ist wem fremd? wer will sich durch diese aussage entlasten. "du bist weltfremd!" wenn man weltfremd ist, entspricht man nicht der welt dessen der das behauptet?  

wer es behauptet steht sicher in seiner welt stabil, die er als das maß aller dinge ansieht. es gibt vielleicht aber auch die welt derjenigen, für die deren welt auch weltfremd wirkt. wer will schon beurteilen wessen welt fremd für wen ist oder nicht? ich mache das nicht!

kratzen und beissen

die priviligierten stimmen, stimmen ihr volk auf harte zeiten ein, indem sie voraussagen was alles schlechter wird, aber erst dann wenn es das volk verdient, derlei informationen zu erhalten. 

die russischen medien werden in unseren nachrichten bewusst gezeigt, damit nicht die medialen netzwerke eingreifen, die ja nach aufassung unserer achso  freien und öffentlich-rechtlichen  medienkultur nur eskalierend wirken können. 

da aber keinesfalls sein kann was nicht sein muss, werden informationen gefiltert und "aufgearbeitet". 

erst nachdem unsere medien mit ihren einschätzungen ihr volk bestäuben und betäuben ist die information korrekt, perfekt. das korrekte denken wird sozusagen bereitgestellt, damit niemand auf den gedanken kommt kritisch zu hinterfragen. 

so sind die öffentlich und rechtlichen medien sozusagen diejenigen, die ihrem volk das futter geben, das sie zu den braven jüngern macht, die gewünscht werden, damit niemand auf den gedanken kommt selbstständig zu denken. wer der verbreiteten angst ausweicht und kritisch das so liberale und demokratische medienverhalten hinterfragt, wird weggestellt und diffamiert. 

wehe, wenn jemand das als objektive realität verkaufte konstrukt zur massenverarschung hinterfragt gar kritisiert. man könnte sogar auf den gedanken kommen, zu hinterfragen was unsere medien so gänzlich von den russischen propagandamedien unterscheidet. ohlala, das würde einen sturm der entrüstung auslösen, ob der "sozial-ausgewogenen berichterstattung" zum einen und der achso neutralen reputation der journalisten zum anderen, die letztlich doch auch nur das sagen dürfen, was politik und programmdirektoren als wesentlich empfinden. 

wehe einer schert aus diesem system aus, was  nicht zu vermuten ist, denn dann finge das kratzen und beissen erst richtig an.