Der Erkenntnis geschuldet, dass es letztlich egal bleibt, was wir tun und wie wir handeln, weil die Endlichkeit aller Menschen immer Vorrang hat und niemand langfristige Verantwortung übernehmen muss, könnte ich diesen Blog eigentlich beenden.
Denn alles, was ich aus meinem Kopf öffentlich wegschreibe, unterliegt diesem Prinzip und ist somit letztlich wertlos.
Der Mensch stellt sich und sein Leben gerne in den Mittelpunkt und strebt regelrecht danach, seine eigene Dimension manisch zu erweitern.
Er glaubt nicht, dass diese Dimension starren, unveränderlichen Regeln unterliegt.
Diese Akzeptanz fehlt ihm, und so versucht er, Regeln zu entwerfen, die sein winziges Dasein begründen und rechtfertigen.
Aus dieser Erkenntnis heraus schreibe ich hier, denn ich bin ebenfalls Mensch, wohl wissend, dass meine Gedanken nichts bewirken werden und lediglich Hinweise auf meine endliche Struktur liefern.
Denn ich muss die Spanne zwischen meiner Geburt und dem Tod irgendwie sinnvoll erscheinen lassen, um mich zu beruhigen, und die Klarheit dieser Realität auch mit jenen zu teilen, die eine ganz andere Meinung vertreten.