25 August 2015

wald/läufer

waldläufer, sie wollen, können dich nicht sehen, verstehen. du bist suspekt, in deiner freien natur, so pur. sie wollen hassen; können dich nicht fassen; armselig, sagen sie zu dir, beschreiben ihr papier mit eigener gier, nein dieses auto gehört nicht dir. sie werden neugierig warten, waldläufer, doch du klingelst nicht an ihrem haus, stehst nicht in ihrem garten. so wechseln sie ihre schlösser aus und schauen doch einsam zu dir, abgeneigt im sinn, erkennen dich, sich selber nicht, gewichten niemals ihre sicht, erwarten der schwerter kaltes stahl. doch subtil, marginal, fatal bleibst du in dir pazifist, läufst deinen idealen nach und hoffst dabei dein glück zu finden; so wie sie; waldläufer.

24 August 2015

vielleicht/etwas

wir können nichts dafür; vielleicht etwas. für den kummer, das leid dieser armen flüchtenden. für die fliehenden, der heimat  beraubten, nichts dafür. wir verteidigen unseren anspruch, aus angst, vor diesem, oder jenem. wir können was dafür, für unser denken, für unsere gefühlswelten. wir selektieren uns fremde gedanken, setzen zäune, schranken, gemeinsam, nur nicht wanken, erklären wir uns unseren feind. doch uns gehört doch nicht, diese  welt, die haben wir uns träumend hinbestellt und kontrollieren sehr behende, unser gelände  bis zum lebensende, aus furcht uns fehlt......vielleicht etwas.