23 Oktober 2009

Armee/clown

„Wo ist der Zauber der Magie, deren Illusionen? Verloren im phantasielosen Management zur Lebenserhaltung, dem Alltagsgeschiebe?

Weißes Zirkuspferd, Manegenclown, wo bist du? Wir brauchen Clowns, wehrt euch, wir brauchen magiebeladene Innovation!

Wer stellt den Clown in die Ecke der Oberflächlichkeit, wer traut sich das?

Dort das Kinderlachen, die Basis zur Reinheit! Doch da kommen sie schon, die Armeen der kritischen Betrachtung, einflussnehmende, verbale Ego-Generation, sie entreißen dem Pferd die Nahrung, lachen den Clown aus, böse, selbstverliebt, verschieben die Meinung, die Realität; unentwegt, beharrlich, bewusst; selbstbewusst!

Der Clown weint, leise, längst steigt der Eintrittspreis und der Zirkus stirbt!

Die Armeen nicht, sie potenzieren sich, wollen ans Licht; Gleichgesinnte überall, das Pferd mutiert zum Esel, jede Farce gilt nun als Recht, als lukrativer Knecht.

Und so flieht der Clown auf dem Esel aus dem großen Zirkuszelt; hoffentlich kehrt er einmal zurück; ich wünsche ihm viel Glück!“

punkt/sieg

mysteriöse dunkle punkte meines eigenen ich´s ; ausgesetzt, von mir, vielleicht unbewusst. 

punkte die doch immer wieder aufleuchten; nach beachtung gieren. punkte die nicht dem fortschritt geistiger entwicklung dienen; in sich, für mich, unangenehm. 

dennoch markante anteile der eigenen struktur; des ich seins, ohne wenn und aber; ich begrüße euch. nicht euphorisch, mit respekt. 

ein anfang für den offenen umgang mit dem, was meine seele, mein unterbewusstsein auch offenbart, ich beachte euch, denn ihr seid mein ärgernis, versuche damit umzugehen, zu erkennen, zu verändern, anzunehmen. 

belastend allemal, ich nehme die herausforderung an; begegne der auffälligkeit; das innere schreit; doch ich gebe mir raum, zeit, zu verstehen.

22 Oktober 2009

politiker/ähnliches

weiße fassade, niemals grau. lächelndes gesicht, fratze der vermeintlichen harmonie, dargestellt im schaufenster der provozierten eitelkeit, suggerierte geschmeidigkeit, dynamisch, scheinbar zielorientierte lösungsbietende persönlichkeit, stehend im licht der kommunikation, mediale gestalt der unentbehrlichkeit, schreitend auf der treppe des machtgewinns, lösungssuggestion in die sinne der vermeintlich ahnungslosen hämmerndes ungeheuer; "ich verzichte auf dich"!

herbst

herbst, nein nicht frühling nicht sommer, herbst ich will dich ertragen, stimmungsgeladener blättersturm, dann laub der kraftlosigkeit, torkelnd dem feuchten boden zugedacht, erneut geliftet um niederzugehen, zu verweilen, im schatten des kastanienbaums des lebens , dessen zweige sich bemühen die letzten blätter zu halten, zwecklos, herbst, ich stelle mich gut mit dir, du vorletzte stufe, herbst, der sommer ist vorbei, herbst, lass mir bitte diese zeit, ich kann durch die kinder den frühling spüren, die erinnerung verblasst jedoch; herbst, ich nehme dich an, winter du bist kalt, ich mag dich nicht, ich denke über dich nach; gelegentlich. 

21 Oktober 2009

ur/laub

ich möchte urlaub nehmen von dieser gesellschaft, deren kind ich zu sein habe und deren wertegerüst meiner orientierung dienen sollte, deren egoismus nun legitimitiert zu werden droht und deren götze doch eher dem schnöden mammon dient. ich möchte urlaub nehmen von der nicht zu reduzierenden gewalt die die logische konsequenz dieser götzendehnung, des denkens, oder nicht denkens ist. urlaub, von strukturen die gegen die menschen und deren ureigensten und einfachsten bedürfnisse kämpfen. urlaub, von würdelosem respektlosen verhalten gegenüber denjenigen die von dieser "wertegemeinschaft" diskriminiert werden, alte menschen, kranke menschen, menschen wie du und ich. urlaub, sie werden sich nicht ändern diese skulpturen des einfachen, diese boten der sozialen demission, es ist nicht gewollt, sie sind dafür nicht gemacht, nicht in dieser dimension, dieser welt, ist dieser urlaub der "tod"?