10 Dezember 2022

kein/kauf oder beleuchtete/reflexion

stimmt die beleuchtung noch? die reflexion? alles gut soweit? kritikfähigkeit ist ok? warme suppe? kalter fisch? leute seht ihr auch (euren) schatten? ist der astronaut noch an land? legen wir innerlich ab? leuchtet der stern noch durch die graue suppe? ist dein vollmond noch rund? steht der gartenzwerg im weihnachtswert? was ist wie verkehrt? was überdeckt der nicht vorhandene schnee? was gibt er wie spät, früh, wieder frei? wer verdrängt was, (ver)schiebt weg? wer benutzt den abfallschubkarren zur müllhalde der längst verbrauchten dimension? 

wen juckt das schon? wer kennt sich aus mit immun? wer stärkt das, sein system, beleuchtet (endlich) seine reflexion? wer trinkt sich den mut dazu an? welche gartentür steht offen, wer lässt den nachbarn wieder hoffen? wer sitzt vor seinem warmen ofen? 

reist man alleine schneller? kommt man rechtzeitig(er) an? welche route stellt mich/dich nach oben? teilst du die wolken auf, damit wir die sonne sehen? keine nachricht? wie versprochen, teilst du mit mir deinen, meinen anteil auf? kaufen wir uns ins leben zurück? meine rechnung versinkt ins schweigen; ich kaufe nichts mehr ein.

09 Dezember 2022

kostbare/hallen

was kostbar ist entscheidet jeder für sich. noch geht das. in fremden hallen erwartet uns das neue sein. hier stehen wir zunächst allein, bis diese gebäude die gewohnheit in dir bestäuben und das was neu war nicht mehr interessant ist.

neues in der neugier versteckt, reizt den einfluss nach begreifen wollen, zu mal nicht begreifen, nicht schnell begreifen, nicht auf deiner agenda zu stehen scheint.

tote flüsse fließen nicht. quellen sind nicht tot. sind große flüsse rot schwimmt in ihnen der falsche tod. horch zu kommandant wir fliehen an land, um die fremden späher im regen zu suchen. 

dieser jeep fährt nicht mehr. sie haben ihn zurückgelassen, um das benzingeld zu versaufen und verlaufen sich im regenmoor. 

warum tobt der sturm in deinem kopf? weshalb bist du zum betteln bereit? klage nicht soldat, dein sterben war erwartbar und kostbar zugleich, dein sarg aufgereiht in den damals neuen hallen, sie lassen jetzt ganz ohne dich; die korken knallen.



zeit

wenn die uhren stehen bleiben, verpassen wir dann die zeit? zeit macht nicht halt, sie schleudert sich uns entgegen und bleibt immer da. selbst die uhren können da nicht mithalten und wenn sie gealtert sind, bleiben sie einfach stehen. 

unsere zeitmesser stehen also gelegentlich in der zeit, nicht bereit weiter ihren dienst zu versehen, weil die zeit sie vernichtet, wie sie alles und jegliches vernichtet, alles zu seiner zeit. 

das einzige konstante im leben ist also die zeit. ist deine zeit gekommen bleiben deine uhren für dich stehen und vielleicht beginnt für andere dann die zeit zum leben, zu erleben wie ihre zeit vergeht, egal ob die uhr geht, oder steht. 

zeit macht immer alt. das ist ihr auftrag. sie macht alles alt, bis es zerfällt, sie selbst altert nicht, bleibt immer frisch und schreitet stets voran, neben dir, hinter dir nie. sie ist der prior, denn sie ist zeitlos. 

zeit ist also zeitlos, sie rostet nicht, stirbt nicht, niemand kann ihr etwas anhaben, gegen die zeit kommt niemand an. 

haben wir noch zeit? hat die zeit für uns zeit? wann ist was so weit, wer ist wann zu was bereit? wer setzt der zeit zu, damit er mehr davon bekommt? wer braucht wieviel zeit? zeit ist ewigkeit.

was nehmen wir uns eigentlich heraus wenn wir sagen: "dafür habe ich keine zeit?"






08 Dezember 2022

nicht/viel

jedem mensch ist es wichtig, dass er ernst genommen wird, deshalb muss man die worte so setzen, dass sie zumindest nicht negativ kritisch wahrgenommen werden können.

also umschleicht man seine rede, man schleift sie ein, administriert die verbale vernunft um nicht anzuecken, um so nicht etwa nur unterschwellig wahrgenommen, gar nur widerwillig akzeptiert, zu werden. 

wer seine meinung umschmeichelt indem er dem gegenüber das gefühl gibt selbst nicht allwissend zu sein, der gilt als intelligent. eine bewährte masche, die oft wirkt. 

so wird eine verbale konsistenz hergestellt, die es dem gesprächspartner erlaubt ein bisschen recht zu haben, wenn er im  unrecht zu sein scheint.

"das ding ist aber, wenn er unrecht hat, hat er nicht recht." dieser im vorherigen satz erwähnten verbalintellektuellen einflussnahme auf die einschätzung des gegenübers, verfälscht jegliche kommunikation, denn die barsche und pragmatische ansprache wird oft abgelehnt. so sinkt die authenzität.

wer nicht authentisch auf augenhöhe diskutiert erreicht nichts, selbst wenn nicht ist es noch schwer, menschen für die eigene meinung zu begeistern. 

um das ganze auf den punkt zu bringen. wer dem anderen honig ums maul schmiert und ihm so suggeriert wie wichtig seine meinung doch ist, wird mehr erreichen, als derjenige der seine richtige meinung pragmatisch vertritt. 

menschen brauchen das, ob das im endeffekt wichtig ist und ernst genommen werden sollte, bleibt jedem überlassen, der sich dafür interessiert. wenn nicht; ist auch nicht viel passiert.

p.s. tacheles ist mein ansatz, aber ich gebe zu; nicht immer.

07 Dezember 2022

unruhiger/lärm

mich kostet meine ruhe nichts? doch euer lärm kostet mich meine ruhe! ich gehe weg. bleibe nicht in diesem erlaubten krach. 

manchmal muss ich weit gehen, um wieder meine ruhe (im lärm) zu finden, doch ich laufe immer wieder los.


06 Dezember 2022

schwarz/grau/bunt oder fehler/um/fehler

ich bin es (endgültig) leid. dieses ständige untergangsgezetere. dieses ständige verkaufen von angst. deutscher angst. leid bin ich es, bezahlen zu sollen, um die defizite und den kummer in der ganzen welt zu neutralisieren. 

ich bin es leid mir von experten vorrechnen zu lassen was vielleicht  in jahren funktionieren soll und sie jetzt anscheinend "gegen ihre ideologie" dazu berechtigt, das zu tun was doch auch mittelfristig notwendig sein müsste, um z.b. die energiewende hinzukriegen.

ich bin es leid verantwortlich gemacht zu werden für alles und jegliches was auf dieser welt geschieht und als vorreiter für die gesamte welt zu gelten, nur weil politik und medien die deutschen über den rest der welt stellen wollen.

ich bin es leid die berechtigte gegenwehr anderer länder gegen die doppelzüngigkeit und doppelmoral der deutschen aushalten zu müssen. 

leid bin ich es mir die dummheit unterstellen zu lassen, die die politik/medien scheinbar global voraussetzt, um ihre abstrusen ideologien auf meinem rücken auszutragen. 

sauer bin ich, dass sich menschen so entwickeln, das kritikfähigkeit und individuelle meinung durch mediales mehrheitsdenken ersetzt, zu dem führt, was letztlich den gesellschaftlichen konsens beschreiben soll.

keiner macht mehr kritisch den mund auf, aus angst etwas falsch zu sagen, etwas was vielleicht dem angelernten mehrheitsprinzip widerspricht. stattdessen kuscht fast jeder vor der medialen gesellschaftskeule die teils anonym stattfindet, weil wenige menschen die eier haben ihre meinung mit dem eigenen namen zu verbinden und sich deshalb hinter der breiten mehrheit verstecken, um vielleicht auch ihre großmäuligkeit auszuleben.

ich bin es letztlich leid persönlich dafür bestraft zu werden, dass falsche weichenstellungen zu ergebnissen führen die absehbar waren, wenn man nur rechtzeitig ein wenig menschenverstand eingesetzt und rückgrat entwickelt hätte, anstatt es jedem und allen recht machen zu wollen.

und weil das so ist, wende ich mich lieber den schönen dingen des lebens zu, denn gesellschaftskritik wird stets negativ belegt. selbst wenn mir das egal ist zieht es mich doch auch ein wenig runter, so ich es zulasse; weil es mir nur schwer verständlich ist mit welcher nonchalance falsche entscheidungen schön geredet werden.

mit verbundenen augen durch die welt torkeln werde ich deshalb nicht, aber ich versuche ab jetzt von schwarz/grau auf bunt umzustellen (nein nicht auf grün), denn ich habe lange genug dazu gebraucht zu erkennen mich nicht über dinge zu ereifern, die ich nicht beeinflussen kann. 

so sind literatur, musik, fotografie und archtiktur die dinge die mir freude bringen und natürlich die menschen, die mir dieses gewisse etwas vermitteln und mit denen ich mich nicht nur deshalb gerne treffe bzw. umgebe.

ich setze mal voraus, dass die welt noch nicht sofort untergeht und selbst wenn, der mensch es nicht verhindern wird/kann, weil egoismus jegliches miteinander verhindert. 

der mensch ist nicht nur eitel und arrogant genug das nicht einsehen zu wollen, sondern schiebt nicht nur aus diesem grund, aber auch; fehler um fehler nach.

p.s. der text soll nicht vermitteln, dass ich weiß wie das zusammenleben der menschen verbessert werden kann, dem ist nicht so, aber diejenigen die es zu wissen glauben, sollten sich mehr anstrengen, alle menschen mitnehmen zu wollen.

04 Dezember 2022

heilige/zeit

wiedermal steht die besinnliche weihnachtszeit vor der tür. die zeit des eigenbetrugs und deren protagonisten, die sich in unsere sinne einnisten, doch die haben ihre eigenen fristen. 

weihnachten ist so eine zeit, die sich die menschen schönreden, an der sie ausruhen möchten von dem was ihnen das leben während des jahres abverlangt. das ist ihr gutes recht!

so blenden wir alles aus was uns belastet, verschieben es ins neue jahr, so ist der mensch, so schützt er sich. die weihnachtszeit ist heilig, wurde heilig gesprochen.

scheinheilig, denn an weihnachten sind viele menschen alleine und es gibt die meisten selbstmorde in dieser ach so besinnlichen zeit.

die weihnachtszeit ist auch die zeit, in der die menschen sich zeitnehmen mit sich und der umgebung auseinanderzusetzen. besinnlich kommt nämlich von besinnen, um das wesentliche zu erfassen. 

deshalb ist die weihnachtszeit auch oft der termin für angespannte situationen und trennung. davon spricht natürlich niemand, weil es nicht in unsere sozialisierung passt und weil diese wahrheiten an weihnachten keine öffentlichkeit vertragen.

jingle belle und white christmas, so verstellen wir uns die sicht auf das wesentliche und fokussieren uns lieber auf glühwein und den lichterglanz, wenigstens für diese kurze zeit; ich bin dabei.