jedem mensch ist es wichtig, dass er ernst genommen wird, deshalb muss man die worte so setzen, dass sie zumindest nicht negativ kritisch wahrgenommen werden können.
also umschleicht man seine rede, man schleift sie ein, administriert die verbale vernunft um nicht anzuecken, um so nicht etwa nur unterschwellig wahrgenommen, gar nur widerwillig akzeptiert, zu werden.
wer seine meinung umschmeichelt indem er dem gegenüber das gefühl gibt selbst nicht allwissend zu sein, der gilt als intelligent. eine bewährte masche, die oft wirkt.
so wird eine verbale konsistenz hergestellt, die es dem gesprächspartner erlaubt ein bisschen recht zu haben, wenn er im unrecht zu sein scheint.
"das ding ist aber, wenn er unrecht hat, hat er nicht recht." dieser im vorherigen satz erwähnten verbalintellektuellen einflussnahme auf die einschätzung des gegenübers, verfälscht jegliche kommunikation, denn die barsche und pragmatische ansprache wird oft abgelehnt. so sinkt die authenzität.
wer nicht authentisch auf augenhöhe diskutiert erreicht nichts, selbst wenn nicht ist es noch schwer, menschen für die eigene meinung zu begeistern.
um das ganze auf den punkt zu bringen. wer dem anderen honig ums maul schmiert und ihm so suggeriert wie wichtig seine meinung doch ist, wird mehr erreichen, als derjenige der seine richtige meinung pragmatisch vertritt.
menschen brauchen das, ob das im endeffekt wichtig ist und ernst genommen werden sollte, bleibt jedem überlassen, der sich dafür interessiert. wenn nicht; ist auch nicht viel passiert.
p.s. tacheles ist mein ansatz, aber ich gebe zu; nicht immer.
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