28 Dezember 2021

neuer/wert

versuche es einen neuen wert zu vermitteln und du wirst behandelt werden wie diese affen die bananen heranschaffen. die werte scheinen längst geschaffen und in stein gemeißelt. also wird alles auf den versuch reduziert sich freiheit zum etwas neuem zu schaffen, zu borgen und zwar von der bereitschaft und toleranz derer abhängig, die ihre eigenen werte nicht zu überprüfen bereit sind.

die/tür

och sagt der philosoph ich habe keine lust meinem hochmut zu begegnen, oder meinem schweren geist, der dunkler wird von mal zu mal. hochmut ist des kaisers herz, antwortet ihm die wehmut. dir will ich noch weniger begegnen erwidert der philosoph nimmt die demut bei der hand und schließt die tür.

die guten/und gerechten

wen die guten und gerechten scheuen? denjenigen, der ihre werte antastet, zerbricht? den brecher, zerbrecher, verbrecher des inhalts mit dem sie ihr leben befassen. wie kann er es wagen, diese seine wahrheiten zu sagen? wie kann er es wagen meine welt zu zertrümmern? das ist der, den sie scheuen die guten und (selbst)gerechten.

hungrig/durstig

diesen einsiedler gestatte ich mir. in mir. das geht niemand an. wer an diese tür klopft und hungrig und durstig ist, erhält einlass. wer klopft und hungrig und durstig ist muss das nehmen was ich ihm biete, mehr habe ich (doch) nicht.

kleine/zeichen

es muss immer erst alles gemacht sein, dass etwas gemacht ist. dazu muss man machen. zum beispiel danke sagen, bei denen die den eigenen weg (manchmal nur ein kleines stück) begleiten in respekt mit sympathie. ein kleines danke reicht. es sind die kleinen gesten die verstanden werden, die ehrlichen gespräche die dann möglich werden und die basis für vertrauen bieten. es sind eben die kleinen menschlichen zeichen von zuneigung die wirken. es muss aber erst alles gemacht werden, das es gemacht ist. dazu muss man es machen. 


sie/sagen

sie sagen die industrie wird es richten. sie sagen, dass es viele kluge köpfe in deutschland gibt. sie sagen diese klugen köpfe werden technologieoffen eine klimawende einläuten. sie sagen deutschland würde bei kluger strategie, die möglichkeit haben, als erste nation neue klimaneutrale systeme zu entwickeln, die ein deutsches und europäisches silicon valley möglich machen wird. sie sagen es wird kein vabanquespiel mit dem wohlstand europas und deutschlands geben. sie sagen der übergang wird schwierig. sie sagen es gibt zwei stufen. die erste ist den bürger vorzubereiten und mit kleinen schritten (e-auto etc.) für das ziel zu begeistern. sie sagen der zweite schritt wird dann die freien innovationen befeuern, die deutschland und europa dann der welt anbieten werden um  die eigene wettbewerbsfähigkeit zu steigern, damit auch mit den großen nationen mithgehalten werden kann. talkshows sagen das nicht, politiker sagen das nicht, denn einschaltquoten und wahlen blockieren den freien geist. was sie sagen möchte ich glauben, will ich glauben; denn das wäre wirklich spannend. 

p.s. somit bewiesen wäre, dass ein diskurs stets Vielfalt und erkenntnis bringt, wenn man auch mal bereit ist vor der eigenen meinung einen schritt zurückzutreten und auch sich selbst und seine meinung zu überprüfen.

24 Dezember 2021

glückwunsch/ der /inneren/freude

ich wünsche euch frohe weihnachten und ein spannendes jahr 2022 und das von ganzem herzen, viel gesundheit keine schmerzen. diejenigen die das Weihnachtsfest ganz alleine verbringen müssen grüße ich ganz besonders. des weiteren grüße ich den verstorbenen karl dall, den papst, franz beckenbauer, charly can, ekel alfred (posthum), christine neubauer, roberto blanco und heinz hönig. ich grüße peter maffay nebst tante, christiane christiansen und cyndy und bert mit ihren freunden, der familie und den angehörigen und deren angehörigen. wenn sich jemand nicht in diesem weihnachtsgruß wiederfindet möge er sich bitte angesprochen fühlen, denn er ist ausdrücklich gemeint. in diesem sinne beschenkt euch und seid beglückt den magen mit unnützen dingen zu befüllen, denn eines ist wohl völlig klar, weihnachten ist jedes jahr.

anti/christ

stille nacht, heilige nacht wer hat das lied/leid mir beigebracht, das ich jahrzehntelang schon kenne. nein nicht das ich weihnachten verpenne, nur still und heilig ist sie mir nicht. so trinke ich auf das christuskind und die auch an mich glauben mit diesem saft aus feinsten trauben gegen meinen antichrist, doch hatte ich den nicht vermisst.

was/bin/ich

ich bin ein bettler der sich nicht traut ein bettler zu sein, ich bin ein sadhu der mit der seele die erleuchtung beleuchtet, ich bin der, der sich nicht mehr beeilt, der nicht mehr an den gräbern weint. ich bin der baum dort der sich den frühling  ersehnt. ich stehe nicht in dieser kirche oder dem gelübdehaus, ich steige da aus. ich versuche die menschen zu verstehen das wird nicht gehen. sich selbst zu belügen gelingt mir gut. ich bin eben ein missratener revolutionär, doch das interessiert schon lange niemanden mehr.


nehmen/ und geben

man muss nicht nehmen um zu geben, es ist nicht ein geben und ein nehmen. warum sollte ich nehmen, wenn ich nicht brauche, nicht geben wenn gebraucht wird? 

gehe/hin

gehe hin und rede, sage deine meinung und sie werden sich bevormundet fühlen unabhängig davon, ob die informationen hilfreich sind oder nicht. das hat einen grund. sie wollen es nicht, weil es von dir stammt. manchmal hassen menschen dann. es hassen dich die guten und gerechten, denn sie wähnen dich als ihren feind, es hassen dich die gläubigen des rechten glaubens und es hasst dich selbst der alte philosoph der dich nicht beim namen nennt. gehe hin und schweige und sie werden dich nicht einschätzen können, sie werden reden, dich beachten und ihr leben erzählen, im vertrauen dinge sagen und dich am ende nach deiner meinung fragen.






zuhörend/schweigen


was wichtig ist, ist nicht ratschläge zu erteilen, was wirklich wichtig ist; ist zuhörend schweigen. 


schön

ich möchte gerne durch meine welt reisen und das ist es was ich jetzt wieder für mich entdecken möchte. klingt egoistisch? arrogant? ok. damit habe ich nichts zu tun. meine welt besteht nicht aus ländern und verschiedenen sprachen. in meiner welt spreche ich wenig, in meiner welt (wider)spricht mein herz, nicht mein verstand. was bitte habe ich in dieser welt verstanden, um verstanden zu werden? diesen verstand benötige ich sicher nicht, davon habe ich auch viel zu viel eingesetzt, das hört nun auf. das klingt unehrlich? in meiner welt die ich bereisen möchte ist das nicht so, ich kann sie mir bauen, anmalen wie ich es will. es ist eine welt in die ich mich zurückziehen kann wann immer ich es will. ich kann sonne im regen sehen, oder einen pinienbaum im all. der hat nen knall? ja hat er. na und. ich male mir meine welt an meine leinwand, den film meines zukünftigen lebens, ich sammle mein ich ein will mit dem zusammen sein, nicht mit denen die mir die kraft rauben die ich zum träumen brauche, meine welt zu erträumen. wir können uns in unseren welten treffen, indem wir zulassen, kennen lernen zulassen ohne eigenen anspruch, denn meine welt gehört mir, deine dir. mein film endet einmal, vielleicht kann ich nicht mal mehr "the end" schreiben das ist gut, vielleicht endet diese welt  nie oder eben doch, nur schön war es dann. 


piraten/schiff

das schiff gleitet leise bei nacht in den hafen. die posten schlafen dem eigenen tod entgegegen. kein vogel weckt die menschen, kein hahn. gefrorene stille, die schwarze flagge, diese männer mit bart. der spitze schrei des verspäteten tavernenmann bricht in die stille, zerschneidet seinen anspruch auf die ruhe die dem rausch folgt. gnadenlos bohrt sich der speer in diesen schrei, so liegt er da der säufer auf verstaubtem grund, blut rinnt aus seinem mund und versickert in der überraschung jetzt erkannter gefahr. die wikinger! er erkennt sie noch matt; die piraten sind in der stadt.

23 Dezember 2021

verlassene/ambivalenz

die befreiung aus eigener befangenheit stellt den eigenen charakter in das schaufenster intellektueller ambivalenz. die so entstandene selbstkritik zeigt das fundament zur basis der wertegemeinschaft; die diese ambivalenz längst hinter sich gelassen hat. 

eigene/entscheidung

sprachlos ist man oft nur wenn man andere menschen zu nahe an sich heranlässt. das ist der grund weshalb menschen mauern um sich bauen, sich der eigenen authenzität berauben, dabei müssten sie nur selbstverantwortung übernehmen und nicht zulassen das man sie verletzt. das problem das sich ergibt ist das einschätzen ob verletzt wird oder nicht, aber auch das kann jeder für sich selbst entscheiden. wer anderen die schuld überlässt macht es sich einfach, das ist aber auch nicht verboten. 

p.s. fremde meinungen wie diese muss man auch nicht ernst nehmen, das nennt sich freiheit.

der/clown/malt

farben die wir sehen verblassen in dem geschehen gelebter realität. gibt es noch hoffnung für das bunte das spannende einerlei, oder ist das längst vorbei? 

ich habe heute nacht davon geträumt wem dieser farbkasten noch gefällt, in dieser oft tristen grauen welt. komm wir malen alles an. bunte wände bunte stühle diesen tisch. 

ich drehe mich nicht nochmal um, male stumm in dich hinein und stehe dabei auf einem bein, wie dieser clown der weinend lacht um sich dem gegensatz zu fügen, so bunt. 

er malt mit uns so sagt er mir, er malt auf mauern und papier; so wird aus ihm und uns ein wir. komm wir malen alles an. 

so nimmt der clown der kinder hände und führt sie aus dem grauen gelände hin zu diesem zirkuszelt, das haben sie für uns dort hingestellt.

zauberer

wenn ich ein zauberer wäre würde ich das leben kunterbunt malen und diesen großen garten öffnen. mit den bettlern dieser zeit  für die galeere stets bereit, würde ich sogleich das königshaus besetzen und die rosen im garten benetzen. ich würde in meiner villa kunterbunt tanzen doch niemals ganz allein, denn dieses brautkleid  soll für alle sein. wenn ich ein zauberer wäre würde ich kinder befragen und das boot drehen und mich gegen euch wenden, mit aller macht aus kinderhänden. wäre ich ein zauberer würde es weisheit regnen auf dich und dich. licht würde sich über uns stülpen, die schwarze pest würde ich übergehen nicht diese fiesen richter. wenn ich zauberer wäre würden zäune und grenzen verschwinden, niemand müsste im schmerz sich winden. wenn ich diese macht hätte zauberte ich die liebe als trank und flutete damit die ganze welt. was? ihr habt den zauberer bestellt? 

nicht das ihr versehentlich den zauderer bestellt habt, kann alles passieren.

summertime/schneemann

es war einmal ein schneeverbrenner, der war ein schneeverbrennungskenner. im frühling und sommer verbrannte er nicht, denn da gab es keinen schnee. nur einmal wurde er gerufen, denn im juni stand ein schneemann dort am baggersee und schwitzte aus jeder ritze. der schneeverbrenner(kenner) fragte den schneemann, was er denn hier wolle, er wäre doch am falschen platz zur falschen zeit. der schneemann kaute auf der nasenmöhre und sprach: "ich will hier im winter nicht stehen, da kann ich die stand-up-paddler nicht sehen, lieber schmelze ich hier in der wärme. ich würde das paddeln mal ausprobieren und zwar sehr gerne; im winter sehe ich nur die kalten sterne." 

wer im sommer einen schneemann paddeln sieht weiß jetzt warum, oder er sollte mal zum arzt gehen.

eine/eigen(artig)e/sicht

schneebedecktes dach. es brennt. der schnee schmilzt. jeder schnee würde schmelzen, könnte dem feuer niemals widerstehen. für manche menschen ist das ein problem. sie möchten den schnee sehen, ihn für sich behalten. sie sehen kein feuer, sie sehen kein haus, sie sehen kein dach, sie sehen ihre nachbarn nicht, deshalb benachrichtigen sie die feuerwehr auch nicht. 

klar, damals beim richtfest waren alle da.

22 Dezember 2021

leeres/blatt/papier

die geschichte meines blogs. es fing mit euch an, es fing mit mir an. ich versuchte mich in mir mit euch. die geschichte meines blogs begann in diesem meinem raum, ja die freiheit wollte mich sie war der weg, den ich wählte und alles was ich verlassen habe gehört zu mir. ich stolperte in das schreiben hinein, blieb. doch das was ich schrieb, was vergangen ist gehört zu mir, wie dieses leere blatt papier.

meine/welt

wer mich sucht, täusche sich nicht. ich habe ganz früh mich zu verstecken gelernt. ich melde mich hier aus meiner welt. ruf mich an, ich sage nicht wohin du fahren musst. meine einsamkeit ist die größte sicherheit, in meiner welt. wenn du mich finden willst, gibst du mich nicht auf, wenn du mich findest in meiner kleinen welt, habe ich dich einbestellt.

niemand/jemand/jedermann

niemand trifft jemand. jemand schaut auf niemand hinunter, er ist ja immerhin jemand. jemand trifft jedermann. jedermann guckt auf jemand hinunter, denn er ist ja in der mehrzahl. wenn niemand jemand erkennt, nützt jedermann die mehrzahl nichts. 

p.s. kann ein denkfehler drin sein, ich bin denken nicht so gewohnt.

was/nun oder der/anfang

ja was nun? wie kriegen wir das alles in den griff ? menschen bekommen alles hin, weil der mensch ja denken kann? einige mehr als andere. andere anders. wieder andere, ganz anders. so bekommen wir das also nicht hin. wenn jeder anders, ganz anders als der andere denkt wird es schwierig. was nun? der der anders denkt muss sich bewegen, also alle. wir müssen also anders zusammendenken. wer fängt damit an? des anderen meinung einfließen lassen? geht gar nicht. am ende setzen sie dem noch die krone auf, die mir zusteht. der mensch denkt also; oft aber auch so. es ist nämlich nicht so wichtig, dass wir das für die gesellschaft hinkriegen, hauptsache der andere ist nicht dadurch privilegiert. das nennt man neid. neid gegen alle Vernunft. was nun? alle die anders denken, erschießen, wegsperren? welches anders führt denn zum ziel? eitelkeit und neid die zwei müssen wir erschießen, das wäre mal der anfang.

ok

alles hat seine zeit, das kann man schwer anzweifeln. denn das leben besteht aus zeit. zeit die man sich gibt, zeit die man sich nimmt. zum beispiel zum nachdenken. es gibt eine zeit für emotionales handeln, es gibt eine zeit für herzensangelegenheiten, eine zeit zum irren, eine zeit des diskurses, die zeit der manipulation und eine zeit der einsicht. die zeit ist es also die unser leben bestimmt. ich lasse mich gerne manipulieren, von fremden ansichten leiten, das finde ich gut. auch dieser blog hat seine zeit, es gibt aber wenige menschen die meinen, es sei noch nicht so weit und sie würden das vermissen, da kann ich mich doch nicht verpissen.


20 Dezember 2021

der despot/in not

gib einem menschen zuviel macht und du wirst den wahnsinn erleben. selbstreflexion verblasst und der kaiser in ihm erwacht.
die macht entkernt den verstand, der nicht mehr benötigt im staub der eigenen selbstüberschätzung beerdigt den widerstand gegen die eigene willkür aufgibt. 
jene willkür die in dem größenwahn gipfelt, der den platz einnehmen wird, den die unterjochten menschen zulassen, bevor sie den despoten meucheln. 
das kann jahre dauern, denn das phlegma des menschen begrenzt dessen geist, doch das verstehen erinnert, dass sich die lage verschlimmert; erst dann wird die keule gerichtet und der henker verpflichtet.


19 Dezember 2021

verbessern/zum still sein

müde werde ich von diesen gleichen gesprächen, wende mich ab. jemand beginnt eine thematik aufzugreifen und die zuhörer haben schon ihre meinung verfestigt. mal sehen, ob ich mich da verbessern werde, denn ich bin auch zuhörer, dann nämlich wenn ich nicht selbst rede. zuhören. mal sehen, ob das mein neues hobby werden kann. nicht das ich bisher nicht zuhörte, nein, doch man kann sich immer verbessern. das was sich als meine meinung herausfiltert kenne ich ja. des redners meinung lerne ich erst kennen, wenn ich zuhöre. selbst wenn ich nicht derselben meinung bin, kann ich mich doch trainieren nicht zu unterbrechen. es ist immer etwas dabei was man nicht kennt, neues, auch dann wenn man sich global schon in seiner meinung eingerichtet hat. man kann des anderen meinung aushalten, einfach so. still sein, ausreden lassen. 

die/andere/seite

he bootsmann warum nimmst du mich nicht mit hinüber? dein boot ist voll, ich müsse warten? bootsmann wie oft hast du diesen fluss schon überquert, diese zwei minuten konzentration aufgebracht, die mitte des flusses genossen, die innere mitte und unfallfrei gegenüber angelegt. sieh diese wassermassen, die tag für tag an dir vorüberziehen, auch dann noch, wenn du dem nächsten passagier erklären musst, dass das boot voll sei, er warten müsse; aber irgendwann nimmst du auch ihn mit hinüber auf die andere seite.

18 Dezember 2021

alte/zeit

alte zeit lass mich in ruhe. das was vergessen hinter den linien zurückgelassen wurde verstaubt in schubladen, die ich nicht mehr öffnen werde. ich höre gespräche auf der straße, menschen gehen irgendwohin, reden, gestikulieren, sitzen in biergärten und in diesen bars. das ist jetzt, das jetzt, wieder neu, immer wieder. menschen zu sehen, zu hören, zu kennen, nicht zu mögen, zu vermeiden, alles das gehört in diesen moment, den nur der erkennt, der die augen offen lassen will, denn das leben steht nie still. alte zeit ich lasse dich jetzt nicht mehr zu; lass mich in ruhe.

12 Dezember 2021

es/weihnachtet

gut weihnachten. alles klar. ostern, pfingsten. jetzt ist mal wieder weihnachten dran. kerzen raus und nach dem richtigen rhythmus der Wochen entsprechend anzünden. nicht das am zweiten advent drei kerzen brennen, das würde nicht verziehen. die häuser geschmückt, amerika ist immer da und santa claus, das christkind, der Weihnachtsmann und was sonst noch so herumrennt. für kinder, alles ist gut. würden sie es allerdings nicht kennen wäre es auch gut. so erkennen sie von den erwachsenen darauf hingewiesen, dass der weihnachtsbaum im Ortsteil 1 viel größer ist als in Ortsteil 2 oder umgekehrt. nein das war nur eine feststellung nicht der rede wert. womit wir wieder beim wert wären. darum geht es immer, aber jetzt nicht. also befehlen wir wie jedes jahr besinnlichkeit und familiäres feiern. das eine kind bekommt das und das andere das. wehe wenn die wertigkeit der geschenke nicht austariert ist, dann ist mal stimmung angesagt. manchmal brennt sogar der baum obwohl er elektrische kerzen hat. ja ok, ich höre auf.

10 Dezember 2021

schnee/gestöber

konsterniert erwartet man was denn schon wieder passiert. nein man wartet nicht, denn es wird einem dargeboten. jetzt war man so gut drauf weil man ohne Verletzung die schuhe gebunden hat und dann schneit es und man muss diesen blöden wintermantel anziehen und über diese viel zu dicke Uhr stülpen, die den ärmel nicht frei gibt. liegt es an der uhr? dem mantel, dem schnee? man könnte im t-shirt den schnee... die blöde uhr ausziehen, den mantel nicht kennen, oder all dieses. das stand nicht in meiner agenda. es hat nicht zu schneien im winter, wenn ich das t-shirt favorisiere und meine uhr geht auch niemanden etwas an. ob ich die schuhe geschnürt habe oder nicht; schleich dich. ich kann im winter im schneegestöber machen was ich will und das sooft ich will. das muss auch mal gesagt sein.

gedanken/(un)wucht

wenn die gedanken sich dir nähern, dich vereinnahmen wollen, dann beginnt der kampf. vollgepackt mit energie ergreifen sie macht über dich, wollen dich besiegen, sie bleiben nicht ruhig liegen. sie sagen dir was du denken sollst, machen sollst, so als ob du ihnen gehörst. nochmal kurz zum "mitdenken": "deine gedanken machen mit dir was sie wollen und wenn du nicht hinsiehst merkst du das nicht mal." wenn du es merkst willst du deine herrschaft über dein (d)ich wieder herstellen und den angriff abwehren, schlicht das denken was du willst, bloß sag mal deinem kopf der das alles fabriziert, das er aufhören soll, du benötigst doch genau ihn dazu, wohl wissend das er es war der den angriff gestartet hat. du musst also deinen kopf ausschalten, das denken verbieten, gedankenlosigkeit herstellen, quasi den resetknopf drücken um neu mit dir zu starten. wenn das system wieder hochfährt, kannst du wieder teilnehmen aber nur dann wenn du dich konzentrierst an vorderster front. dann denkst du wieder was du möchtest, aber nicht lange, denn die freude, ängste, sorgen und sonstige gesellen forschen immer in dir. sie dringen stets in dein system ein, wollen dich beherrschen. 

der versuch deine "fremden gedanken" abzuwehren wird vielseitig geübt und das ist auch nötig, damit man seelische erschöpfung (burnout) bekämpfen kann. yoga, energiearbeit (reiki) und stete achtsamkeit sind wichtige instrumente die auch fruchten können, doch dein feind in dir ist schlau.

für mich ist der atem wichtig. wenn man sich nur auf den atem konzentriert kann es gelingen, bei mir ist es oft so, aber bei jedem menschen wohl auch anders und ganz gewinnt man nie und wer schrieb mal die gedanken sind frei? 

p.s. wer das nicht bemerkt lebt gut und dieser text ist nicht für ihn. ansonsten sei achtsam und falle nicht darauf herein und belüge dich nicht selbst, indem du denkst diese gedanken seien von dir. das ist nämlich deren trick.

09 Dezember 2021

lebst/du/noch

das neue macht es aufregend, nein zu aufregend darf es dann auch nicht sein. manchen menschen  ist es egal ob es zu aufregend ist, sie wollen das, suchen es. aufregend und nix anderes, wer sich das leisten kann, erlebt mehr, ob er mehr lebt, vielleicht ja, oder vielleicht nein. jeder sucht seinen kick, immer wieder und das ist gut so, damit man merkt das man noch lebt.

08 Dezember 2021

verdammt/nochmal

influencer, einflussnehmender. irgendein mensch wird influencer und weil ihn andere gut finden, verdient er geld. je mehr er sich anstrengt, je mehr er gefällt, sachen macht die gefallen, je mehr menschen erreicht er und je mehr geld verdient er ohne etwas zu schaffen, zu erschaffen, eine Wertstellung zu erreichen. 

der influencer muss nichts erlernen, z.b. wie man brot backt, fahrräder repariert, oder autos, oder wie man coronakranke umbettet. er influenct oder wie man das dann nennt. wenn also influencer mehr geld mit der manipulation der menschen verdienen, als diejenigen die einen wert für die menschen herstellen, dann ist ärger vorprogrammiert.

influencer entwickeln keinen charakter, weil sie genügen müssen, um gut gefunden zu werden. sollte sich das über generationen verfestigen, gibt es nur noch jasager und opportunisten, wie es jetzt schon zum großen teil der fall ist. 

politiker sind auch influencer, einflüsterer und versuchen die fahne zu beeinflussen, die sie in den wind hängen. medien sind influencer stellen nur noch ihre realitäten dar, oder manipulieren durch verzicht der berichterstattung gewisser themen.

es wimmelt von influencern im leben, im netz, jeder manipuliert jeden, die empathie hat sich längst verabschiedet. 

die geschilderte entwicklung die fakenews zu fakten macht und nichtstuendes abwarten begünstigt wo führung wichtig wäre, wird in der coronakrise deutlich. es gibt niemanden mehr der eier hat und führung auch gegen widerstände durchsetzt. 

so werden minderheiten ernster genommen als die überwiegende zahl derer die sich an recht und Ordnung und menschenverstand orientiert. durchgreifen gegen gegner der demokratie wird totdiskutiert, damit man nicht handeln muss um sich keiner kritik auszusetzen.

diese menschen verstehen die welt nicht mehr. politiker sprechen jedoch von spaltung des volkes, wohlwissend, dass zehn prozent nicht zu belehrende sich deshalb militarisieren, weil ihnen kein einhalt geboten wird. das ist doch alles scheiße, verdammt nochmal. 



03 Dezember 2021

wetter/macher

wettermacher das wäre mal ein job. ich würde das übernehmen um das wetter zu beeinflussen, die jahreszeiten, ich könnte ständigen sommer verkaufen, winter, egal was. so wäre die beeinflussung der regenmenge, der gradzahl möglich. ich könnte überschwemmungen, tsunamis ausschließen, den segelfliegern und gleitschirmenthusiasten den aufwind schenken. topjob und wie stressig, ich bräuchte dich und dich, denn alleine schaffe ich das nicht. ein ausgewogenes klima, ich würde es einfach herstellen, dazu bräuchte ich keine partei. aber ich komme auch so zu dem schluss, dass das auch ohne wettermacher gehen muss.

02 Dezember 2021

ab/reißen

die neue politische erzählung vom nicht bestückten "instrumentenkasten" zur bekämpfung der pandemie, jeder benutzt diese plattitüde. ich würde den instrumentenkasten um einen weiteren artikel aufwerten, nämlich um ein großes pflaster für den mund, es könnte verhindern, dass nur unsinn abgelassen wird. naja sie würden es eh wieder abreißen, damit die endlosen erzählungen und märchen über corona nicht abreißen können. 



p.s. es sind nur die irrungen und wirrungen der politik und deren planlosen umgang mit der pandemie gemeint; keinesfalls wird das virus bagatellisiert, gar negiert.

29 November 2021

die trilogie vom karl und dem grünen amboss


(tei1) es gibt erzählungen die faszinieren. diese geschichte von dem grünen amboss, den nur der schwache karl anheben konnte, der hatte die technik. warum der amboss grün war? warum nicht? warum ihn karl in dieses schwarze loch hineinwarf?  was fragst du mich?  

(teil 2) ne was der amboss war nicht grün und von wegen karl der war doch zu schwach um dieses glas wasser anzuheben und wer glaubt schon an schwarze löcher in seiner nähe? 

(teil 3) wer glaubt das ausgerechnet der schwache karl einen ausgerechnet grün gestrichenen amboss in ein seltenes schwarzes loch befördert; sollte sich überprüfen. weshalb bitte sollte karl das tun? 

p.s. karl hat sich grüne farbe gekauft.

  

28 November 2021

black/bird

blackbird du lebst in der vergangenheit meiner abstrusen whiskeygeladenen gedanken. ich sehe die blackcat und sitze in diesem sonnigen morgen betrunken auf der treppe des pubs in westport. es war eine unvergessliche nacht, gesang, bier, auftritte mancherlei. blackbird siehst du diese blackcat nicht? sie schleicht sich langsam aus dem schatten der aufgehenden sonne an dich heran, blackbird dieses blatt am boden ist nicht so wichtig, schütze dich, fliege in den morgenhimmel wo ist dein Instinkt? was ich nun sah, habe ich mein leben nicht vergessen und auch uwe nicht der neben mir saß, nicht weniger betrunken als ich. blackcat und der blackbird spielten miteinander. die katze hob die tatze nicht zum schlag, es sah eher aus, als wolle sie den vogel streicheln und der vogel hüpfte um die katze herum. wir schauten uns nur an; verstanden nicht was wir soeben gesehen hatten als beide blackys längst verschwunden waren. mein lieber mann waren wir besoffen.

27 November 2021

hoffentlich/ich

es geht abwärts ich muss von unten nach oben sehen. dieser blickwinkel blieb mir bisher verborgen. eine neue sichtweise behindert mich, von oben habe ich den überblick, kann meine aufgabe klar sehen. das ist schon eine umstellung. damit gehe ich recht schwer um. das kann ich ruhig zugeben. der bürostuhl, die gasfeder hält den druck nicht (aus). hoffentlich ich.


22 November 2021

angebot

es bleibt sarkasmus, zynismus und diese flasche roten wein, oder aber; man lässt das sein.

20 November 2021

die/treppe

du drückst die oberste taste für die oberste etage, nach oben; in diesem fahrstuhl indem menschen sind, die früher aussteigen werden, aussteigen müssen. du beachtest den liftboy nicht, schiebst ihn zur seite, er ist für die anderen da. ein lächeln huscht dir über dein gesicht, bis du erkennst, das dein fahrstuhl plötzlich leer ist, der liftboy fehlt auch und du steckst in diesem, deinem fahrstuhl fest. sie nehmen die treppe, mein freund, sie nehmen die treppe.

19 November 2021

das/gegenteil

warum liest du diesen blog, wenn du dich nicht mitgenommen fühlst, wenn dich die argumentationen nerven, wenn du den typ nicht leiden kannst, wenn du denkst das das alles negativ, das halbleere glas bedient. lösche den link, bleib weg von dieser "falschen interpretation" du hast die wahl, warum liest du diesen blog, wenn du dich manipuliert fühlst? weshalb? zweifelst du an deiner erkenntnis, oder bringt dich dein trotz wieder hierher. wenn du das alles für dich in anspruch nimmst, dir (selbst nicht) glaubst, bleib hier und vermute das gegenteil.

an/den/händen


kinder halten sich an den händen, damit sie einander nicht verlieren, an den händen, einfach an den händen und geben sich durch gemeinschaft kraft; was ist bitte daran nicht zu verstehen.

november/blues









mundharmonika spiele; 




spiele den novemberblues






in/aller/ruhe


wenn man denkt, es kann nicht schlechter werden, stehen wieder neue chancen bereit. es gehen wieder türen auf, einfach so. man kann sich auf das freuen, was das leben bereitstellt. zuversicht belebt selbst den grauen novembertag. es wird wieder frühling werden, sommer, warten wir es in aller ruhe ab.





18 November 2021

der banker /und der alte arme mann

wie geht es dir armer alter mann? der banker hält dir die tür nicht auf. du sitzt dort auf der bank vor der bank, trinkst dich frei von bausparverträgen, dem eigenen haus. wie geht es dir armer mann? diesen cappuccino trinkst du nicht, in diesem wagen fährst du nicht, nur deine mundharmonika und dieser hund hält deine seele noch gesund. du würdest sie dem banker schenken, seine gedanken auf dich lenken, dieses eine mal. ruf meine mutter an banker; mir geht es nicht gut.

mein/sohn oder einfacher/mann

ich hätte mir gewünscht als ich jung war meine mutter, mein vater hätten mich zur seite genommen und zu mir gesagt: 

"mein einziger junge, höre mir bitte genau, ruhig und aufmerksam zu was ich dir zu sagen habe, denn wenn du das tust wirst du so manchen sonnigen tag erleben." 

nimm dir zeit mein sohn, lebe nicht zu schnell; es wird ärger geben in deinem leben, der geht vorbei. du wirst eine frau finden und die liebe kennenlernen. wenn du verzweifelst denke daran ich schaue von oben auf dich hinab. sei ein einfacher man. sammle in dir liebe und verständnis. mach das einfach für mich sohn, sooft es dir möglich ist. strebe nicht nach des reichen mannes geld, tue es ihm nicht nach. alles was du brauchst liegt in deiner seele, du kannst das tun, versuche es ständig, denn alles was ich dir wünsche ist zufriedenheit. junge sei nicht gleich in sorge wenn dir nicht alles sofort gelingt und folge deinem herzen und nichts anderem. ich hoffe, du verstehst mich. sei ein einfacher mann.

17 November 2021

der/garten

die erwartung die sich unbedarft  meldet, sich in den garten der zuversicht eingraben will wird enttäuscht, denn der garten wird unzureichend bewässert. wie sollen die pflanzen denn wachsen, wenn das wasser abgestellt ist? wir werden diesen bach suchen soviel ist klar, strengen uns an, denn dieser garten muss bewässert werden, die erwartung mündet, so sie bewässert wird  in wachsenden optimismus, der begrenzt zuflucht sucht, sei es bei dir, bei denen die diese kanne tragen werden; von diesem bach hin zu dem garten, der das versprechen transportieren will was wenige zu halten bereit sind. wasser, wasser für diesen garten, bewässert ihn.

quoten/benoter

es ist nicht verboten für sich quoten zu benoten, nicht in meiner welt. den anteil an einer bestandsgröße benoten, das ist es was es braucht auf dieser welt, die quote benoten. unter einer bestandsgröße versteht man in der wirtschaftsmathematik die in geldeinheiten bewertete oder in physikalischen einheiten zu einem bestimmten zeitpunkt gemessene größe. also wenn man zu einem bestimmten zeitpunkt inventur macht erhält man die dann gültige bestandsgröße. die quote bezeichnet also einen (prozentualen) anteil an einer gesamtmenge oder -anzahl, wobei sich die quote auf bestandsgrößen beziehen kann und davon schreibe ich hier, das meine ich. so weit so gut. "quoten werden meistens dann eingesetzt, wenn durch die freie verteilung über den markt ein ungewolltes ergebnis eintreten würde oder eingetreten ist". solche quoten werden in verschiedenen staaten sehr unterschiedlich gehandhabt. man merke: quoten werden eingesetzt, wenn das von wem auch immer gewünschte ergebnis ungewollt ist und jeder handhabt es wie er will, oder ich habe da was falsch verstanden, so wir bei der quotenregelung ankommen. ok ich spreche die frauenquote kurz an. die frauenquote ist eine regelung, die vorsieht, dass in bestimmten funktionen oder positionen bestimmte gesellschaftliche gruppen, besonders frauen, in einer bestimmten zahl vertreten sein sollen. dabei belasse ich es, denn es ging ja um die quote im allgemeinen und die quotenregelung im besonderen.  die quotenregelung ist also eine verteilungsregel, bei der güter, ämter, rechte, funktionen oder ähnliches nach einem bestimmten verteilungsschlüssel bzw. einer bestimmten quote zugewiesen werden. wohl dem kenner der befähigt die quoten benennt, ausarbeitet; der quotenbenoter ist da wohl aussen vor.

konstruktiver/opportunist

verwunde mich, so vernarbe ich; genese ich. ich stehe wieder auf, oder bleibe liegen, nach erfordernissen sortiert, animiert; oder vielleicht meine ich gar dich und das du so bist; ein konstruktiver opportunist.

irgendetwas/irgendjemand

des menschen ansatz, der fast alles im menschlichen leben bemisst ist der, dass von nix nix kommen kann. diese meinung begegnet einem oft. irgendjemand muss also irgendwann irgendetwas gemacht haben, damit es besteht und sich weiterentwickelt und weil dieser irgendjemand nicht fassbar ist, entwickelten sich religionen, die irgendjemanden heilig sprachen. menschen glauben meist nicht an das was sie nicht sehen; aber an irgendetwas und irgendjemand.

16 November 2021

wie/immer

und wenn schon. wird schon passen, wenn wir glück haben. man kann ja mal auf das eigene glück setzen; wie immer.

fata/morgana

wer erzählt mir von freude, von freunden in freude, den fortschritten der menschheit, von vorwärtsgehenden uhren,  solidarität, von liebesleid; hochzeitskleid. wer erzählt? 

ich würde mit euch gehen, an diesen ort, wo diese menschen leben und prüfen, wessen scharlatan dort nicht spricht. wer erzählt mir vom ende des hungers, klarem wasser, kriegshasser, verlorenen ideologien. wer schert sich nicht um diesen hassenden moment, wer gönnt noch, wer erzählt von diesem noch ungeborenen einsatz um unser leben. 

wer kauft die illusionen, die sich lohnen und die menschlichkeit betonen, das mensch sein wollen, zweifelsfrei. wer zeigt mir das camp; zelt in das es nicht mehr hineinregnen kann weil sich viele bemühen, den falschen regen abtropfen zu lassen. 

treibt doch bitte die falschen gedanken von diesem baum der unvernunft, der unter seiner last brechend dieses zelt bedroht. legt wärmende teppiche aus, für euch, für uns, teppiche für die welt. 

wer erzählt mir etwas von gleichheit, empathie und solidarität, wer gräbt verschüttetes wieder aus und belebt den echten wert, den die menschheit zu definieren sucht. 

nein, dich suche ich nicht, dich den du dich hinter deinem grinsen verbirgst und die teppichknüpfer überforderst, deine teppichstangen nur zum klopfen verwendest, als verhinderte reinigung von nichts, für geld. dich meine ich nicht. 

erzählt mir wo sind die pakete eurer sorgen, wer transportiert sie wohin? ist es dieser paketfahrer, der teppiche nicht mag und vergisst, deine sorgen nicht vermisst, verspätet ankommt oder nie? 

wer erzählt mir davon was falsch läuft, weshalb die uhren falsch gehen, zu früh, zu spät? sie laufen falsch, weil es vielleicht auch so weiter geht? 

wer schraubt an unseren uhren. skepsis überholt die zuversicht, doch dieser baum wird wieder grün, so er nicht abgesägt wird. 

erzählt mir von diesem segelboot da auf dem meer, das lässig seinen anker setzt in diesem starken sturm, diesen anker der festhält was da ist; da bleiben soll. 

erzählt mir das ihr den anker wieder lichten wollt, um das boot richtung horizont in eine neue zeit zu navigieren und erklärt mir, dass das am firmament keine fata morgana ist.

15 November 2021

eine/weile

vorbilder, nee wirklich nicht. ein bild das ich vor mich stelle um so zu sein wie ein anderer sich gibt; vielleicht nicht ist. 

selbstbetrug, weil man so sein möchte wie der, der vermeintlichen erfolg hat, um auch erfolgreich zu sein, mit dessen system? 

die eigenen unzulänglichkeiten bekommst du nicht los, indem du einen anderen menschen kopierst, dessen authenzität für dich in anspruch nimmst, um dir und anderen zu genügen. 

du kannst das probieren und vielleicht funktioniert das auch; eine weile.

so/nicht

ok, ich habe mich eher unerlaubt entfernt. fiel mir nicht schwer, ich gehöre hier nicht her. die erlaubnis hätte ich von euch nicht erhalten, denn ihr wolltet mein leben mitgestalten, meine meinung mit verwalten und die eure für euch behalten. so nicht.

14 November 2021

gratis/ohne/ gewähr

nö, ich leihe meine gedanken nicht aus. Wie kommst du darauf? nein ich borge sie auch nicht; verkaufe sie nicht. ich schiebe sie weg; gratis stelle ich sie dar, hier ein; ich habe soviel davon das ich abgeben kann; macht damit was ihr wollt, aber macht mich nicht dafür verantwortlich.

12 November 2021

gedanken/alkoholismus

klare leere, es gelingt. tagsüber. in der nacht. überspringe mich, wische sie weg. wie schwer ist das denn? mein neues spiel ist nur für mich, andere menschen kennen es nicht; vielleicht nicht. ich streiche sie weg, verbringe sie ins nichts, in das schwarze etwas hinüber. stolz bin ich, denn es gelingt nicht immer, doch immer mehr. mittlerweile oft. dieser zustand macht spaß, es klärt sich auf. ich kläre mich. erkläre nicht. nicht mir, nicht dir, das ist mein spiel, mein ansatz zum ruhigen umgang mit mir. sie greifen mich nicht mehr sooft an wie früher ich erkenne das und weiche aus. nein ich weiche nicht mehr aus werde aktiv, wann immer ich es benötige. erkenne wann dieser zustand beginnt, richte mich daran aus, um das nichts zu versuchen, ins nichts zu verscheuchen, diese angriffe gegen mich und meinen sensiblen gedankenalkoholismus. diese entziehungskur ziehe ich durch, wie listig diese gedanken sich auch anschleichen, ich stelle sie in mein abseits.

stopp

stopp, bis hierhin keinesfalls weiter. so stoppe ich. den willen des mich stoppenden respektiere ich, diese mobile einschränkung; ich stehe. 

ich stehe im stopp fremden willens, dieses stopp, das ausgesprochen keine Widersprüche zulässt, den stillstand einfordernd deine psyche übernimmt, die nicht stoppt, weiter arbeitet, sich hinterfragt, weshalb dieser fremde stopp nötig ist, wird. 

ich stoppe lieber, der gewissheit folgend, das der stopp auch gestoppt werden könnte, durch mich. 


stopp

stopp, bis hierhin keinesfalls weiter. so stoppe ich. den willen des mich stoppenden respektiere ich, diese mobile einschränkung; ich stehe. 

ich stehe im stopp fremden willens, dieses stopp, das ausgesprochen keine Widersprüche zulässt, den stillstand einfordernd deine psyche übernimmt, die nicht stoppt, weiter arbeitet, sich hinterfragt, weshalb dieser fremde stopp nötig ist, wird. 

ich stoppe lieber, der gewissheit folgend, das der stopp auch gestoppt werden könnte, durch mich. 


normaler/weise

normalerweise geht das so nicht. anders auch nicht. jetzt nicht, passt nicht. morgen. übermorgen, da mache ich mir keine sorgen, die zeit, in der richtigen zeit wird es gelingen. 

nein, heute auf gar keinen fall, gestern ist vorbei, vorgestern und die tage davor. damals hätte es klappen können, oder es wird erst nächste Woche sein. 

wer sich stets gedanken um das macht was geht oder was nicht geht, was irgendwann geht, oder vielleicht nie, wird es nicht gelingen, das passend hinzubringen; normalerweise

ansatz/weise

ansatzweise. nicht mal das. nicht mal ansatzweise gehen die lichter an. glanzlichter schon garnicht. dunkel bleibt es. in dieser dunkelheit wird stochernd nach dem kleinen schein gespürt, wie nach dem licht am ende dieses tunnels. 

nicht wirklich bemüht, duckt sich auch derjenige innerlich weg, der "eigentlich" kritik darstellen möchte um öffentlichkeit herzustellen, um Verbesserungen zu erreichen. er traut sich aber nicht; nicht mal ansatzweise.

für/sich/allein

wer regt sich auf. welche emotion ist wo sichtbar. emotionen gehören zum menschsein. meine emotion begrenzt sich im moment auf trauer. 

ich trauere den menschen nach, die nachhaltig rückgrat zeigten, durchsetzungsvermögen hatten ohne den kompromissfähigen diskurs zu verlassen und damit die welt mit Ideen fortschrittlich gestalteten, ohne dabei die dem menschen angeborene ego-mentalität übermäßig zu strapazieren. 

ich trauere denen nach, die auch mal nein sagen konnten, wenn es erforderlich war, weil sie über den tellerrand hinaus visionen entwickelten um letztlich pragmatische entscheidungen umzusetzen, die den menschen wohlstand und soziale gerechtigkeit anboten, wenngleich das bis heute nicht zum durchschlagenden erfolg führte. 

ich trauere schlicht um menschlichkeit, die jeden mitnehmen will, der sich an die gesetze hält, selbst dann wenn er den von anderen menschen kreierten normen nicht entspricht, sei es durch religion, hautfarbe, oder lebensart. menschsein heißt für menschen sein, nicht nur für sich allein.

ene/mene/mu

ene mene mu, raus bist du. sie deuten auf mich; dich. raus bist du und dieser drohende zeigefinger. kindheitserfahrungen. 
ich, du bist raus. raus aus dem geschehen, aus dem moment; ausgeschlossen. drei worte, die keinen sinn ergeben schließen dich aus. 
du spielst nicht mit, die anderen schon, die sind nicht raus, jetzt nicht, vielleicht später, oder gar nicht. 
so stehst du im abseits und findest dich im nichts wieder, verstehst nicht warum dieser mensch mit diesem blöden zeigefinger ausgerechnet auf dich zeigt. 
es ist ein spiel, ein spiel das menschen ausschließt, wenn auch nur kurze zeit, weil es nicht so vieler spieler bedarf. 
menschen schließen menschen also spielend aus und sei es nur für diesen moment; raus bist du; ene mene mu.

11 November 2021

der/weiße/kombi

der weiße kombi steht da, fährt da, der fahrer, die fahrerin sieht nichts, erkennt nicht; konzentriert sich auf den verkehr. was will man mehr?  

wer einen kombi fährt, über den kann man berichten ohne ihn zu kennen. kombis waren früher handwerkerautos. man kann also sehr viel hineinstopfen von sich, für sich. weiß ist keine farbe, aber handwerker wählen sie oft.

wer also einen kombi kauft braucht platz für seine sachen. viel platz. wer viel platz für seine dinge braucht, hängt an ihnen sonst würde er sie nicht mitnehmen. 

wer an dingen hängt ist beeinflussbar, weil er angst vor Verlust derselben hat. angst vor Verlust an dem was ihn ausmacht, was die gesellschaft annehmen soll, was ihn ausmacht. 

wer angst vor verlust hat, wird um seine sachen kämpfen, um den weißen kombi sowieso. 

wenn man viele dinge mitnimmt, die man liebt fährt man konzentriert schaut nicht nach links und rechts. 

deshalb bekommt man weniger mit. das ist nicht nur beim autofahren so. wer an besitz hängt (be)kommt weniger mit, weil er sich kümmern muss. 

wer mehr besitz anhäuft braucht einen größeren kombi, vermutlich in bunt, weil er besser gesehen werden will. 

die frage ist was passiert, wenn das leben den kombi ausräumt, die flächen wieder frei werden, braucht man ihn dann noch? 

nun könnte man sicher analysieren welchen größenwahn einen suv fahrer ziert, wie der strukturiert ist, oder dieser sportwagenfahrer, dieses wohnmobil. es ging hier aber um den weißen kombi; alles andere ist mir zuviel. 



umarmung/ohne/risiko

sie umarmen bäume. diese umarmungen könnten fehlen! nicht das es die bäume nicht wert wären. jeder umarmte baum ist schließlich ausgesucht. zur umarmung befähigt worden. von uns. den umarmenden. 

menschen werden auch umarmt; ausgesuchte menschen. wer ausgesucht wird, kann sich freuen. ablehnen auch. der baum nicht. 

der umarmende geht beim baum quasi kein risiko ein, menschen suchen also umarmungen; ohne risiko. 

07 November 2021

algorithmischer/wert

sollte bewusst praktizierte soziale isolation die antwort sein, wenn man die welt, deren bewohner und bewohnerinnen nicht mehr verstehen will, weil eigene werte bis ins unkenntliche gesellschaftlich verschoben, gar ad absurdum geführt werden? der kampf um bewährte methoden und werte ist nicht machbar, so sich die gesellschaft anders entscheidet? 

algorithmen ersetzen den diskurs, so werden selbstgemachte probleme erschaffen, deren lösung man sich bezahlen lässt? 

wer diese art der "Werteerneuerung" nicht mitmacht wird stigmatisiert, weil es nur noch schwarz und weiß gibt und jeder seine meinung in der blase betreibt die derselben auffassung ist? 

gleichgesinnte unter gleichgesinnten, als herzschrittmacher der nation; alle anderen sind feinde des fortschritts? 

da bleibe ich lieber zuhause und überlasse die welt denen, die es besser wissen?

diese/wahl

lass los, sonst behältst du nicht. setze dich in die sonne und denke nicht. geht sie unter verzweifle nicht; sie macht nur das, wofür sie da ist. 

menschen locken dich, loten (dich) aus, als müsstest du (ihnen) genügen, sie würden für ihre erkenntnis; sogar lügen. nimm die challenge an, oder lächle sie hinweg, diese wahl besteht (fast immer).

neu/geboren

warum kann ein neugeborenes kalb nach wenigen minuten stehen; während ein neugeborener mensch dazu mindestens ein jahr benötigt?

01 November 2021

du/allein

so wie du bist, bist du gut. so wie du bist brauchst du nicht zu genügen. so ist man, wie man eben ist, wenn es zugelassen wird. wer es zulässt bist du; niemand anders entscheidet. 

die gesellschaft nicht, deine freunde nicht, deine feinde nicht und nicht dieser alte mann. die entscheidung liegt nur und ausschließlich in deiner hand; hast du das erkannt? 

solltest du nicht mit dir zufrieden sein; ändere dich; aber das entscheidest auch; nur du allein.

toter/tod

da hat dieser moment den tod getötet und alle haben  gejubelt. als wenn der tod an etwas schuld wäre; sie haben ihn begraben.

wie kann der tod tot sein? das war noch nie da; damit umzugehen? ich lache mich tot; stopp geht ja nicht; denn der tod ist ja tot.

26 Oktober 2021

neues/leben

morgen, ja morgen, fange ich ein anderes, neues leben an; und wenn nicht morgen, dann übermorgen; irgendwann. 

ludwig hirsch

semikolon

semikolon, du bist so eine zwischenschritt zwischen komma und punkt. du trennst mehr als ein komma, aber weniger als der strikte punkt. das semikolon macht mich aus. ich setze es wohin ich es möchte, die rechtschreibung ist mir da, eh egal. 

die zusammenhänge sind es die ich darstellen möchte und da hilft dieses komma mit strich sehr, weil es die gedanken zwingt zum innehalten, neu zu reflektieren, zu ordnen, einzunorten um dann den bezug des einen satzteils zum anderen besser zu erfassen. 

ich stelle nur den gedanklichen zusammenhang her und setze das semikolon wie ich glaube das diese hilfe mehr erkennen lässt, als das komma. 

das verwirrt vielleicht gelegentlich, doch das nehme ich in kauf, auch das ich das zeichen falsch setze, dann wird es erst recht spannend, oder aber nicht.

semikolon der gedankenstrich, das verhaltene lesen meiner struktur; pur.

uhr/zeit

die uhr steht. doch zweimal am tag steht sie in der richtigen zeit, das ist ein wert. spartanisch versieht sie ihren dienst, man muss nur zum richtigen zeitpunkt hinschauen, das liegt aber nicht an ihr; sondern an dir.

25 Oktober 2021

tief/in/mir

es fehlt mir doch, irgendwie, nie würde ich es mir eingestehen und dir sowieso nicht. dieses durch die gegend streifen, heute hier nicht sein und morgen nicht dort, Ortschaften fliegen vorbei, wer da wohl wohnt, was wer wohl macht, seine zeit entlang? 

ok, hier bleibe ich ein kleines Weilchen, oder dort gehe ich wieder fort, mir doch egal, hier kaufe ich diese flasche roten, dort den käse, das baguette und diesen kaffee hinterher.

fliehend suche ich den nächsten weg zu mir, vielleicht, oder einfach woanders hin, irgendwie komme ich immer wohin, nach nix und wieder nix steht mir der sinn, ich war stets hier und auch mal da, niemand der mich hier vermisst dort nicht, dazu reichten die stunden nicht, dieser eine tag,. 

tief in mir suche ich das andere, dieses damals immer wieder, dieses pure loslassende dasein, allein sein, und diesen einen moment. 

sonnenuntergang, fähre blanke see, dieses b&b bleibt hinter mir, wie auch die erinnerungen längst vergangener gewohnheiten, wiskeyglas am kamin, hochzeitsgäste neben mir.  

ne, ich bleibe nicht hier, muss durch die berge streifen, dieses tal, dieser fluss, brücke, quellwasser so kalt, und wildschweine, schlafe, in front of me. 

schilfdächer, please come in, the clouds are lifting, dieses pup, livemusik, ich singe mit, "fields of attenry" diese hymne klingt lange in mir nach, nein bezahlen musste ich dort nichts. 

morgens war ich fort, im regen, war niemand zugegen, nur dieser see und ich und diese zehn schleusen hintereinander von zehn männern bestückt; im dauerregen. 

fort augustus, dich vergesse ich nicht, diese kellnerin, die mir den vergessenen kuchen hinterher brachte und dieser manager der mich so lange betrank bis ich nicht mehr in meine eigene leere fand. 

lachstreppe, cappuccino in der renaissancebar; ich war da und wieder unterwegs, dieses schiffshebewerk, apple pie, walwatching, und der gefallene baum, sie sagte he; ich sagte nein. 

der kalte strand und dieser schal, handschuhe klatschnass, hupender truck im kreisverkehr, achtzig meilen schwer, linksverkehr. ich denke nie mehr zurück, jetzt ist das mein letztes teatherstück, schriftlich in das netz gebrannt.

nicht nachdenken, die devise, nachdenken ist was für alle, die nicht so sein wollen wie ich war, wieder sein sollte, doch meine entscheidung wirkt in mir nach, ich suche keinen rat; wo zum teufel ist mein motorrad?

slowly/down

langsam herunter. von dieser leiter, diesem hohen berg. slowly down, so bemerkst du dich. du warst schnell oben, auf diesem gipfel der anerkennenden distanz, die dir entgegengebracht, du als deinen anspruch definiertest. oben. respekt. niemand verstellte dir deinen weg. 

doch es wurde kalt dort oben am berg, beim gipfelsturm, klar lachte die sonne, der atem, die höhenluft und wenig zeit. 

du warst zu schnell, schneller als alle anderen, diese fahne würdest du einstecken; dort oben. 

so standest du alleine auf dem gipfel und schautest auf die anderen mitstreiter hinab, slow/down zu denen die sich noch immer schinden mussten, vielleicht nie ankamen. 

niemand da zum sprechen, nur du und deine fahne; allein; slowly/down kann so viel besser sein?

das/nicht

was so alles kostbar ist; kostbar erscheint im leben. das leben an sich sei kostbar, dieses kleid, gemälde, auto, haus, was auch immer man auswählt, was kostbar ist, für sich selbst, der Verlust würde schmerzen.

jeder wählt seine kostbarkeiten für sich aus. wichtig ist meistens, dass kostbarkeiten kosten; möglichst viel. 

wer also sich die kosten seiner kostbarkeiten aufrechnet, bewacht. bewacht kostbar sein ich; ich will das nicht.

ich/dusche/nicht

das telefon klingelt, vermutlich ein anruf. jemand möchte etwas von mir. von mir aus. nein ich dusche nicht. ich bin nicht draußen und höre nichts, ich höre sehr wohl, wie dieses teil mich nervt. 

nein, das ist nicht so, ich will das garnicht wissen, wieso dieses telefon jetzt klingelt und nein ich sage nicht ausgerechnet jetzt, denn das stimmt nicht; ich dusche nicht. 

ich will nur selbst entscheiden, was wichtig ist, für mich. dieses telefon ist es mal nicht. es könnte etwas mit den lieben sein, nein ist es nicht, verdammt nochmal. 

das ding klingelt penetrant, da ist aber jemand hartnäckig. darüber denke ich jetzt auch nicht nach, wenn der lärm bloß endlich aufhörte. nein, ich dusche nicht. 

das wollen wir doch mal sehen, wer hier wen ärgert, das halte ich locker aus. draußen rauscht ein krankenwagen mit blaulicht vorbei. 

ich stürme zum telefon, nehme den hörer ab; nicht mal ins ruhe duschen kann man.

sehr/wahrscheinlich

dann unterschätzt du dich, schätzt dich zu wenig wert. das geht ganz schnell, aus unterschiedlichen gründen, um die es hier nicht geht, gehen kann. 

so lebst du mit deiner (fehl)einschätzung und reagierst auf sie, mit ihr; jeder so auf seine art. das hat etwas mit selbstvertrauen zu tun und mit dem sozialen umgang, den menschen auf die man sich einlässt.

du schätzt dich also (falsch) ein, das geschieht eher unbewusst, du bemerkst es nicht. bis der mensch anlandet, der das versteht, dich versteht und deinen irrtum auflöst; so du das dann auch zulässt, weil du dich an "deinen zustand" gewöhnt und dich darin eingerichtet hast.

vertrauen ist der schlüssel, doch vertrauen gibt es nicht umsonst, es muss sich verdient werden; dort und dort. 

vielleicht zestört sich deine mauer langsam, wenn der mensch dem du vertraust es wert ist, das ist sogar; sehr wahrscheinlich.

24 Oktober 2021

perspektivisch/für/geld

perspektivisch, ein Wahnsinnswort. perspektivisch muss sich vieles ändern um ein gesellschaftlich ausgeglichenes leben zu erreichen. doch diese perspektive wurde solange abgetragen, bis es sie nicht mehr gab. 

nur im kleinen kreis. menschen im kleinen kreis wehren sich, unbewusst und leben in ihr leben hinein, mit sich, nicht gegen andere, die es nicht tun. 

perspektivisch könnte dieses vorbild tragen, doch nicht alle menschen wagen das. sie wagen nicht frei zu sein, alles liegen zu lassen was nicht hilft, sehen sich als mitglied in diesem großen lebensfilm, den ein anderer regisseur beschreibt. 

sie wollen gar eine hauptrolle besetzen, sich dahingehend vernetzen und biedern sich dem fremden entwurf an. 

so werden sie eingesetzt, dahin geschoben, dahin verschoben, wohin es dem großen zampano gefällt, auch wenn dann die perspektive zerfällt; für geld.

stühle/rücken

man rückt gemeinsam der sonne nach. im herbst. gelegentlich ist dieser baum ein feind, was er im sommer nicht ist. stühlerücken ins, zum licht. man kann die stühle verstellen, sich verrücken, irgendwann geht die sonne doch unter. 

was nicht untergeht, ist die sympathie, die uns ausharren lässt, bis die sonne flieht, ihre wärme von uns nimmt und der abend beginnt. 

ps. danke günther und ute!

stühle/rücken

man rückt gemeinsam der sonne nach. im herbst. gelegentlich ist dieser baum ein feind, was er im sommer nicht ist. stühlerücken ins, zum licht. man kann die stühle verstellen, sich verrücken, irgendwann geht die sonne doch unter. 

was nicht untergeht, ist die sympathie, die uns ausharren lässt, bis die sonne flieht, ihre wärme von uns nimmt und der abend beginnt. 

ps. danke günther und ute!

die/einsame/geige

dieser moment indem das orchester herunterfährt, leiser wird, in den hintergrund tritt und diese einzelne geige sich in den vordergrund schwingt, nun den ton angibt, während die instrumente des orchesters fast still der geige lauschen, diesen moment der stille einkehren lässt, getragene stille, die nur das geräusch der einsamen geige beschränkt; bevor mich das einsetzende orchester brachial aus meinen gedanken reißt und diese geige wieder zum teil des großen und ganzen degradiert, mich begeistert hinterlässt und die ruhe   in direkte Verantwortung zum klangvolumen des Orchesters stellt; das ist es was ich mag.

22 Oktober 2021

seelen/ocean

ankernd an der boje meiner seele; sanft wiegt sich das boot des vertrauens, auf den wellen der berechenbarkeit; treue geistboten umschwirren das boot; geistboten, die die angst nehmen, flüsternd den atem des sturmes lähmen; dankbar setze ich die segel, vertraue dem lotsen, der mich in den neuen ocean entlässt, die boje suchend, die der seele folgt.


21 Oktober 2021

ohne/ein/wort

die erinnerungen an dich mein freund, verblassen, du bist nicht mehr da. kommst nicht mehr. hast abreißen lassen, dich so entschieden. 

ob ich das erwartet hatte, nein, wirklich nicht, da bin ich ehrlich, man kann nichts erzwingen mein freund, das weiß ich, das bleibt, bleibt bei mir, so wie alle fragen offenbleiben, weil du nicht mehr da bist. 

es ist nicht so, dass ich leichtsinnig auf einen freund verzichten möchte, nein dir unterstelle ich es auch nicht, glaube mir. du bist nicht mehr da, gingst einfach fort; ohne ein Wort.

die/frage/des/standpunktes

wer glaubt er sei mit sich konfliktfrei, kann sich belügen, oder er treibt dem paradies entgegen. bei mir ist das nicht so. 

meine inneren gegensätze stehen sich stetig gegenüber, kampfbereit, wehe wenn sich da jemand einmischt. einerseits möchte man dahin, dort, andererseits steht das entgegen, oder das, oder vielleicht doch nicht. 

diese ambivalenz will ich mir nicht gestatten. wie soll ich frei in mir werden, für mich werden, wenn entscheidungen schwer fallen. also entscheide ich mich. 

damit beginnt das nächste dilemma, nämlich dann wenn ich irre. jeder mensch irrt. kommt immer auf den standpunkt an, seiner sichtweise, von seinem standpunkt, andere menschen haben aufgrund eines anderen standpunktes andere sichtweisen. 

ok ich nehme meine entscheidung für mich in anspruch und dann stellt sich heraus, dass mein standpunkt völlig falsch gewählt ist und ich dadurch keine klare sicht auf die sache erhalten konnte. 

schon brüllt der konflikt in mir, warum hast du deinen standpunkt nicht so verändert, das du das ergebnis deiner bemühungen besser erkennen konntest. 

soll ich weniger entscheiden, mich weniger der gefahr zu irren aussetzen? meine irrungen und Wirrungen hinnehmen, um konfliktfrei, das zu tun was mir meine dann erkaufte innere freiheit rät?

20 Oktober 2021

nicht/immer

balance herstellen. balance also. alle sagen balance ist gut. ausbalanciert! wie langweilig ist das denn? 

ich balanciere im leben rum, oder versuche es zumindest. gelingt nicht immer, aber manchmal!

betriebene/illusion

wer streitet die wahrheit herbei? wer erstreitet das was als Wahrheit wahrgenommen werden soll, eure Wahrheit, die zu unserer Wahrheit wird. 

unwahrheiten will niemand, deshalb gibt es sie auch nicht, nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, das passiert fast nie. 

die Wahrheit steht wie dieser fels. das bietet viele vorteile. wer unwahres in warheiten wäscht, ist ein grenzgänger, der die grenze nicht passiert aber den pass dabei hat. 

wahrheitspässe werden gerne ausgestellt, viele staaten tun das. die Wahrheit wird gehandelt; verhandelt. wer will da zweifeln, wer putzt sich den mund ab? 

viele wahrheiten beherrschen den markt, die teuersten wahrheiten sind die eilmeldungen längst betriebener Illusionen.

anderes/anders

wir erlauben uns anders zu sein. anders als ihr und ihr und wer weiß noch wer. vielleicht sind wir aber wie ihr und nicht anders, ganz anders; weil anders als andere zu sein keine vorteile bietet, wenn sie so leben wie wir; und wir deshalb anders leben wollen um anders zu sein. 

wir sind also nicht ganz anders als die, die so leben wie wir. das ist mal eine erkenntnis. wir denken wir sind anders, als andere doch es gibt andere, die sind genauso anders wie wir. 

sie leben dasselbe anders wie wir. damit gehen wir jetzt um. zunächst akzeptieren wir das, wohl vermutend, das sie unser anders bei uns abgeguckt haben. 

da wir aber anders denken, lassen wir deren, unser, anders sein zu; respektieren jegliches und auch unsere nachbarn, die genauso anders leben, wie wir anders leben. das selbe anders wohlgemerkt.

irgendwie gefällt uns das nicht. wir wollen unser anders allein leben. nicht zu vielen, denn das ist unser anders, nicht deren. und schon geht es los, man kann nicht einmal allein anders sein, schon ist ein anderer da und ist anders so wie wir. 

gefühlt schulden wir denen nichts, sie könnten aber genauso denken wie wir, weil sie genauso anders sind wie wir anders sind, das ist fatal, das schaffe ich jetzt nicht mehr. 

es kann doch nicht sein, das wir ein anderes anders für uns entdecken müssen nur weil die gleich anders sind wie wir. da gibt es keine chance. wer wählt ein anderes anders um nicht gleichzeitig das selbe anders zu bedienen? 

ne was, seid anders wie ihr wollt ich bin anders oder nicht, sagt der kleine wicht.