schatten in ihrem gesicht, durch und durch gedämpftes licht, ich sehe sie nicht, sehe nur die stumpfe haut, gegerbt durch sonnenjahre, gebleicht die ehemals goldenen haare, die augen trüb doch wach, aufrecht steht die königin, doch schwach; stets fragte sie nach dir, nach mir; sie lebte so weiter, in ihrer art heiter, mutlosigkeit leistet sie sich nicht, langsam verliert sie an gewicht, die seele tanzt, langsam hin zum boot, ein hauch von demut die lippen fächelt, seht wie sie noch lächelt, vor der letzten überfahrt, die hätte ich ihr gern erspart.
20 Dezember 2010
19 Dezember 2010
ver/rückt
wo verrückt etwas, ist diese gesellschaft verrückt, verrückt von den werten, die das zusammen leben erleichtern, verrückt vom verrückt sein, was wurde verrückt, zur seite geschoben, das warme gefühl für den nächsten, dem ganzen; vorrücken als vermeintliches ziel; dabei verrücken wir (ihr) die maßstäbe, ethische grundsätze, die annäherung, man hätte es stehen lassen können, doch es ist schon verrückt das ganze, wie verrückt das ist.
ihre/kinder
"ihre kinder" hießen sie, die gruppe die 1969 die rockmusik mit deutschen texten hoffähig machte, lange bevor lindenberg sein "cello" auspackte und sich langsam zu ernsthaften texten entwickeln wollte, hatten sie die gesellschaftlichen mängel in rocktexten angepackt, unkommerziell, speziell, heute nach 40 Jahren erkennen wir das diese damaligen probleme auch heute noch die unseren sind, bestand haben, ihre kinder, auch eure kinder haben versagt.
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