02 August 2024

bilieux/gaulois

Der gallische Hahn

Gallischer Hahn als Nationalsymbol auf einem Ehrenmal

Der Hahn gilt unter anderem als Nationalsymbol von Frankreich. Der Ursprung ist nicht eindeutig, da kein Nachweis auf alten Münzen und Grabsteinen usw. zu finden ist. Man nimmt an, dass der Gallische Hahn aus der Doppelsinnigkeit des lateinischen Wortes gallus („Hahn“ und „Gallier“) entstanden ist, was bereits der antike römische Geschichtsschreiber Suetonius festhielt[8]. In der Französischen Revolution 1789 ersetzte der Hahn auf den Heeresfahnen die Insignien des bourbonischenKönigtums. Napoleon I. ersetzte ihn durch den Adler, den aber die Regierung der Restaurationsperiode wieder abschaffte. Nach der Julirevolution wurde der Hahn wieder in die Fahnen aufgenommen. 1852 wurde er abermals durch den Adler ersetzt.

Heute wird der gallische Hahn als Wappentier für die Wallonische Region, die französische Gemeinschaft Belgiens, die Französische Fußballnationalmannschaft(Fédération Française de Football) und die Französische Rugby-Union-Nationalmannschaft (Fédération française de rugby) benutzt. (Siehe auch Keltomanie)

Seit April 2015 verwendet das Französische Olympische Komitee (CNOSF) eine stilisierte Version des Gallischen Hahnes im Logo.[9] Gleiches gilt für den 1933 gegründeten Weinproduzenten E. & J. Gallo Winery.

Ein gallischer Hahn triumphierend auf einem Denkmal (La Rochelle, Frankreich)
 

Vielleicht/vielleicht

Vielleicht, vielleicht werden Menschen mal reich. Von Empathie getragen. Reich an Zuversicht. Vielleicht kehrt sogar Vernunft ein. Der Wille zur Sympathie. Ein Anfang.


Menschen gibt es sehr lange. Den Anfang kennen sie nicht. Den Anfang von Gemeinsam. Von gut leben wollen. Wer den Anfang nicht findet, kann keine Fortschritte machen. Fortgeschritten sind nur die Dinge, die Egoismus und Materialismus fördern.


Es gibt Lichtblicke, doch die werden gesellschaftlich abgeblockt. Kein Mensch weiß, warum das so ist, weshalb Kinder schon den Neid beschließen und mit Spielzeugwaffen auf sich schießen.


Vielleicht, vielleicht laden Menschen sich irgendwann zum Leben ein, schaffen Voraussetzungen zur freien Verfügung, deren Brillanz ein gutes Erleben verspricht und sagen bitte nicht: “Das gibt es nicht.”


20/24

01 August 2024

Kontroverse/Konserve

„Heraus aus der Konserve, Kontroverse!“, ruft die Auseinandersetzung, „Nein, sagt die Kontroverse,  Man braucht mich im Moment nicht mehr.“ 2024


Habecks/Arroganz

Die Umweltpolitik der Grünen steht zunehmend in der Kritik, insbesondere wegen ihrer Folgen wie Waldrodungen, Vogelschlag und Betonverdichtungen, die massive Umweltschäden in unseren Waldlandschaften verursachen. Auf diese ernsthaften Bedenken reagierte Wirtschaftminister Robert Habeck von den Grünen mit der unverschämten Bemerkung:


„Jeder kann wählen, was er will.“


Diese Antwort ist nicht nur unzureichend, sondern zeugt von einer alarmierenden Arroganz. Anstatt sich ernsthaft mit den berechtigten Sorgen der Bürger auseinanderzusetzen, reduziert Habeck die Diskussion auf eine schlichte und gleichgültige Floskel. Diese Haltung signalisiert eine eklatante Missachtung der berechtigten Kritik und ein erschreckendes Maß an Desinteresse gegenüber den tatsächlichen Konsequenzen der eigenen Politik. 20/24



31 Juli 2024

buchstaben/worte/sätze

Wer Buchstaben zu Worten formen kann, die Menschen verstehen wollen, der ist ein Künstler. Wer Worte zu Sätzen formen kann, die Menschen verstehen wollen, ist ein großer Künstler. Wer öffentlich Sätze spricht, die Menschenmengen begeistern, ist nicht unbedingt ein Meister der rhetorischen Manipulation, aber oft ein solcher.


Menschen sind so. Sie brauchen einen Anführer, zu dem sie aufsehen können, damit sie nicht selbst denken und handeln müssen. Das ist Bequemlichkeit. Menschen wollen im Alltag Gewohnheit. In der Freizeit eigentlich auch. Meistens. Es kann auch alles ganz anders sein. Der eine findet sich in Worten und Sätzen wieder, der andere nicht. Diskussionen beginnen. Meinungen entfalten sich. Verschiedene Menschen, verschiedene Meinungen. Über Worte und Sätze von anderen.


Die Wertigkeit für das eigene Leben wird hierbei selten ausgelotet. Man könnte die eigene Wichtigkeit priorisieren, und das wird dann auch gemacht, gelegentlich, wenn man Zeit hat, sich Zeit nimmt. Im Allgemeinen und im Besonderen wirkt Manipulation bei Menschen oft, wenn sie gut gemacht ist. Diese wissen nicht mehr, woran sie sich orientieren sollen, bei den ganzen Fakegeschichten und relativen Aussagen. Es gibt einfachere Lösungen, die Machthaber aber verkomplizieren und das Gegenteil behaupten, bis geglaubt wird, was sie sagen.


Menschen brauchen also Führung und Gewohnheit, oft weil es bequem ist. Aber diese Bequemlichkeit macht sie anfällig für Manipulation. Wenn Führungspersonen oder Machthaber die Informationsflut nutzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen, wissen die Menschen nicht mehr, was sie glauben sollen. Deshalb bleiben sie oft in ihren gewohnten Bahnen, anstatt selbstständig zu denken und zu handeln. Die Folge ist eine leicht manipulierbare Gesellschaft, die einfache Wahrheiten schwer von komplexen Lügen unterscheiden kann. 20/24


30 Juli 2024

Winsen/62-63

Da, wo wir großgeworden sind, gehen wir irgendwann wieder hin. Erinnerungen werden dann wach. Schwache Erinnerungen wuchern, um Schärfe zu erreichen. “Damals, weißt du noch?” Aber “du” gibt es nicht mehr. Keiner ist da. Der Rest verbleibt mir und die Erkenntnis, nicht gemeinsam zu erinnern.


Es hat sich nicht viel verändert seitdem. Gebäude wurden erbaut, abgerissen, Straßen verlegt. Die Menschen hetzen noch mehr als damals ihrem Auskommen nach, materiell und auch intellektuell. In nun neuen Gebäuden mit neuen Türen, auf neuen Straßen, mit neuen Ampeln. Die Kirche wurde renoviert. Der Fischladen an der Luhebrücke ist längst wegrationalisiert. Die Luhe fließt ruhig vor sich hin wie früher. Unser Mietshaus ist abgerissen. Es gibt kein Kopfsteinpflaster mehr, und der böse alte Mann, der aus dem Hof starrte, schimpft auch längst nicht mehr. Die Hochzeit, die mich im Vorübergehen nichts anging, und der Negerkuss, den ich dort als Kind erhielt, sind längst Vergangenheit. Die Hochzeitsleute haben sich vermutlich längst vermieden, aber ich erinnere mich noch an den Negerkuss. So süß.


Schafe am Deich. Sauerampfer und das stille Brack. Die große Uhr vor unserem Haus und die Gaststätte, in der ich das Bier für Vater holte, sind nicht mehr da. Die Zeit hat sie übernommen, neue Entwicklungen, so alt. Die Schiefertafel, der Griffel, der kleine Schwamm am Tornister, die Volksschule. Das Plumpsklo wollte ich nicht abbrennen. Es hat schon sehr gestunken, im Hof. Mein Gott, war ich glücklich mit meinem ersten Pelikanfüller. Der neue Roller, dann das erste Rad. Radfahren erlernt, an der Wand entlang, die Jacke abgescheuert, Mutter hat mir eine gescheuert. Aber ich fuhr, die Balance stimmte irgendwann. Damals. Vom Munde abgespart. Das Rad. Ich habe so darauf aufgepasst. Und auf meinen ersten Ball. Den haben sie mir geklaut und ich wollte mir das Leben nehmen. Kam aber nicht dazu. Hinkefuß hat ihn geklaut. Ausgerechnet der. Derjenige, der einen Ball besaß, war der König. Alle warteten auf ihn, damit sie Fußball spielen konnten, stundenlang, bei Regen, Matsch, Eis und Schnee, im Sommer. Immer. Nun war Hinkefuß der König, anderswo.


Es hat sich verändert, das Städtchen, aber nicht für meine Erinnerungen und mich. Der Stadtpark mit der Kanone, die Tante und die Grützwurstpfanne, die Schule mit dem Milchkakaoholzverschlag, das Brack, die Schwäne, das Winterschlittschuheis auf den Feldern und die rostig angeketteten Schafe, alles noch da. In mir. 2024


P.S. Leder Rohde hat Jahrzehnte ausgehalten, der Sohn war ein Schulfreund. Das Gebäude steht noch. In der Auslage steht seit Jahren geschrieben: “Ausverkauf.”


28 Juli 2024

Ausgeschlagene/Waage

“Wie willst du aus der Defensive eigener Schwäche mit dem viel stärkeren verhandeln? Arrogante Europäer versuchen das schon jahrelang, vernunftorientiert, demokratisch, erfolglos. Nur die eigene Stärke bietet doch die Balance zum Diskurs auf Augenhöhe. Das kann man verstehen wollen oder nicht!”

20/24

p.s. “Natürlich wähnte sich die Gesellschaft schon intellektuell fortgeschrittener, doch man kann ja dazulernen.”