Wer Buchstaben zu Worten formen kann, die Menschen verstehen wollen, der ist ein Künstler. Wer Worte zu Sätzen formen kann, die Menschen verstehen wollen, ist ein großer Künstler. Wer öffentlich Sätze spricht, die Menschenmengen begeistern, ist nicht unbedingt ein Meister der rhetorischen Manipulation, aber oft ein solcher.
Menschen sind so. Sie brauchen einen Anführer, zu dem sie aufsehen können, damit sie nicht selbst denken und handeln müssen. Das ist Bequemlichkeit. Menschen wollen im Alltag Gewohnheit. In der Freizeit eigentlich auch. Meistens. Es kann auch alles ganz anders sein. Der eine findet sich in Worten und Sätzen wieder, der andere nicht. Diskussionen beginnen. Meinungen entfalten sich. Verschiedene Menschen, verschiedene Meinungen. Über Worte und Sätze von anderen.
Die Wertigkeit für das eigene Leben wird hierbei selten ausgelotet. Man könnte die eigene Wichtigkeit priorisieren, und das wird dann auch gemacht, gelegentlich, wenn man Zeit hat, sich Zeit nimmt. Im Allgemeinen und im Besonderen wirkt Manipulation bei Menschen oft, wenn sie gut gemacht ist. Diese wissen nicht mehr, woran sie sich orientieren sollen, bei den ganzen Fakegeschichten und relativen Aussagen. Es gibt einfachere Lösungen, die Machthaber aber verkomplizieren und das Gegenteil behaupten, bis geglaubt wird, was sie sagen.
Menschen brauchen also Führung und Gewohnheit, oft weil es bequem ist. Aber diese Bequemlichkeit macht sie anfällig für Manipulation. Wenn Führungspersonen oder Machthaber die Informationsflut nutzen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen, wissen die Menschen nicht mehr, was sie glauben sollen. Deshalb bleiben sie oft in ihren gewohnten Bahnen, anstatt selbstständig zu denken und zu handeln. Die Folge ist eine leicht manipulierbare Gesellschaft, die einfache Wahrheiten schwer von komplexen Lügen unterscheiden kann. 20/24
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