traum, ein kleiner tod? hilflos bin ich dir ausgeliefert, filme, kino des unterbewussten; die hingabe ins ungewisse, man kann sich nicht wehren, nicht gegen den traum, nicht gegen den schlaf; wir wachen auf, erkennen, dass wir wehrlos sind, der körper übernimmt uns; die gedanken und die kontrolle außer kraft gesetzt; traum, schlaf, vielleicht wachen wir wieder auf; zusammenhänge die nicht erklärt werden können; vielleicht schlafen wir jeden tag mit dem tod; durch den tod; in den tod ?
03 Dezember 2011
vekehrs/schutz/schild
verkehrsschild du begleitest mich, mein leben lang, du führst mich, reglementierst mich, ich sehe dich, sehe dich nicht, es gibt so viele; schildermacher du wirst nicht arm, arm sind unsere sinne, verkehrsschild ich sortiere dich; gelegentlich; es gelingt mir nicht; es kommt mir so vor, als würde ich ein (schutz) schild benötigen.
rhein/schiff
rheinschiff, ich sehe dich, da treibst du durch den großen strom, schwarz und lang, die fahne am heck; plötzlich, reduzierst du den vortrieb, scheinst zu stehen, der bug dreht sich zu mir, drohend wirkst du, fast als wolltest du zu mir, ins trockene; mich fröstelt; langsam nimmst du wieder fahrt auf, biegst ab, der rhein ist dein revier, wo willst du denn hin; langsam und düstern folgst du dem altrhein, ich folge dir, um zu erkennen, dass der see dein ziel sein muss, du tauschst den strom mit dem see, der motor stirbt, du findest ruhe; so wie ich.
winter/sonne2
und wieder begrüßt uns die wintersonne schummelt sich durch den nebel und scheint in unser herz; welke blätter hüpfen ihr im aufwind entgegen; sie erreichen die sonne nicht, mögen sie sich auch noch so anstrengen, erschöpft empfangen die blätter am boden liegend die wärmenden strahlen und trocknen dem staub entgegegen, zu dem sie zerfallen werden; wie wir; dennoch wintersonne; ich danke dir.
02 Dezember 2011
fahne/im/wind
fahne im wind, flatternd folgst du der windrichtung, oder hängst schlapp, um wieder getrieben deine fläche zu entfalten, wenn es die böe wünscht, der sturm mag dich nicht; fahne im wind, ich beneide dich nicht.
ab/schalten
abschalten, das tv, das radio, wer drückt den knopf für sich, für die ruhe: man kann abschalten, so man es wünscht, das erkennen ist das problem, erkennen das ruhe entschleunigung bedeuten kann, graue theorie? wer kann abschalten? derjenige der umtriebig ist? derjenige , der im laufschritt lebt? abschalten können nicht alle menschen; burnout; der körper sendet; der mensch kann sich trotzdem nicht wehren; dilemma der gesellschaft; abschalten.
spieglein/spieglein
der spiegel lügt nicht, so wie eine sporttabelle nicht lügt, so wie der tod nicht lügt,so wie ein baby nicht lügt; ich begrüße mich, das gesicht dass ich kenne; ich sehe in den spiegel und frage mich, machst du es richtig, kannst du dir in die augen sehen und denke darüber nach, ob ich auch morgen wieder hier stehen werde.
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