02 Oktober 2024

Tolles/Ergebnis

Manchmal geht es mir echt auf die Nerven, was ich schreibe, wenn ich meine unkontrollierten Gedanken hier ins Nirwana schicke. Manchmal mag ich keine Ruhe im Kopf; ich spiele einfach mit meinen Bildern herum. Verwerfe, behalte, gebe preis – ganz nach Belieben. So bleibt mir wenigstens dieses Stückchen Freiheit. Dieses Spiel gehört nur mir, und das Ergebnis teile ich hier sehr selten.

Manchmal werfe ich Pläne um, die ich bis dahin nicht wirklich kannte, weil ich mich da wohl verkanntet hatte. Vielleicht schwimmen sie auch in der Gegend herum, im Hirnwasser, das klar und doch trüb erscheint. Keine Ahnung, wie das alles da oben funktioniert – das ist ja auch nicht meine Aufgabe. Ich gebe lieber in diesen Momenten mein Ich auf, wenn es mir hilft, frei zu denken, ohne Gedanken zu bewerten, wenn es nicht nötig ist. Ich habe da keinen Plan.

Dann wieder schießen mir Sorgen durch den Kopf. Das kann ich nicht ab. Ich will mich nicht sorgen – nicht um dich, nicht um dich oder dich. Das geht nicht, dazu habe ich nicht nur keine Zeit, dazu bin ich auch nicht bereit. Und doch wollen sie mich besitzen, am liebsten lebenslang.

Nein, nicht mit mir. Ich freue mich, wenn das Sonnenlicht mir die Ehre erweist; den Regen brauche ich nicht, nicht die graue Decke von Oktober bis Mai. Von mir aus kann der Tannenbaum in den Himmel wachsen, solange er meine Sicht nicht stört.

Manchmal brauche ich mich, um mit mir allein zu sein. Das sind die Momente, die mich anstiften, etwas zu tun – und das nervt, so wie es gelegentlich/oft die Menschen tun, die mich umgeben. Von mir aus kann alles so bleiben oder anders werden, aber ohne mich. Ich will zwar wissen, was ich will, doch habe ich das in (m)einem ganzen Leben niemals gewusst. Wohl dem, dem anderes widerfährt. Dem, der weiß, was er will, wo er hingehört und was ihn glücklich macht. Illusionen hatte ich auch oft; alles Lug und Trug, die Vorstellungen von der wahren Geschichte über den wahrhaftig warmherzigen Menschen in dieser empathie-ummantelnden Gesellschaft. Freudengrüße? Ich grüße euch längst nicht mehr, das ist zu lange her.

Da stehen die feuchten Füße auf dem nassen Rasen und dort der humpelnde Hase – alles gleicht der Erinnerung an das, was bisher geschah. Da ist der neue Mensch, da soll er sein. Gut, okay. Mir entgeht da viel, und ich bemühe mich darum, dass es ziemlich blass bleibt bei mir, unaufgeregt und seltsam, aber nicht bewusst – glaubt das nur nicht. Bewusstsein ist schwierig; man reflektiert und kommt zu keinem spannenden Erlebnis. Und das ist dann auch kein tolles Ergebnis. 20/24

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