01 Januar 2011

blatt/sturm


ein blatt, dass der herbststurm dem baum entriss, torkelte seinem schicksal entgegen, um vom aufwind gefangen empor geliftet zu verweilen, damit es letztlich seinen ihm zu gedachten platz auf dem erdboden einnehmen sollte; diesen platz der ihm zugeteilt war, schon bevor der schwach gewordene ast dass braun gewordene blatt freigab; man schaut aus dem fenster nicht sicher, ob es nicht doch dem reinen zufall überlassen sei, wohin das blatt verweht würde; man schaut aus dem fenster just in diesem moment, da sich das blatt vom ast löste, nicht später, nachdem es zu laub geworden, den anderen blättern gleicht und nicht früher, als es doch nur ein teil der pracht gewesen war, die den baum schmückte. 

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