Jetzt modernisiere ich mich, aber nicht als Fluchtpunkt irgendeiner Philosophie, sondern als zersplitterter Versuch, mich selbst zu überholen, während ich gleichzeitig an mir kleben bleibe wie ein Schatten im Gegenlicht. Orte werfe ich hin wie lose Münzen, Barbados, Gran Canaria, Hildesheim, Altona, doch sie lösen nichts, sie verschieben nur die Luft um mich herum, kaum merklich, kaum nötig. Bio kaufe ich, als könnte Reinheit durch den Kassenzettel sickern, Elfenbein vom Elefanten, ein kalter Trotz, ein Spiegel, der mich mit leerem Blick zurückgibt.
Modernisiere mich rasant, sage ich, klatsche mit der flachen Hand, aber vielleicht höre ich nur mich selbst, der Clubtürsteher war nur der Auslöser, nicht die Grenze. Backpfeife, Rote Wange, Rückzug, ein Reflex, mehr nicht. Fahrrad über Rot, alles ohne Konstruktion, Kontrolle, ich sei von der Rolle, sagen sie, als wäre Rollenhaftigkeit nicht ihre eigentliche Natur. Bulle steigt vom Pferd, wird kleiner, schrumpft auf das Maß seiner Uniform, während ich mich löse, nicht fliehe, nur verlagere.
Er bleibt stecken im Pflichtgestell, Wachtmeister mit Jägermeister im Atem, ein Bild, das sich selbst kommentiert. Ich orte meinen nächsten Ort, halb klar, halb verschwommen, Übergangszustand, unfertiges Ich, das sich weiterträgt, weil Tragen leichter ist als stehen. Fersen streben, Schatten bleiben zurück, die Straße erkennt mich, ich erkenne sie nicht, vielleicht ein Vorteil.
Regen, flacher Himmel, Atem hakelt, Schritte stolpern ins Übermaß. Modernisierung als Stottern, nicht als Fortschritt. Ich halte an, verliere den Grund, gehe weiter, weil Stillstand mich verraten würde. Suche Ausgang, finde nur Eingänge, jede Schwelle ein Rückstoß ins Offene. Und dort, in diesem unklaren Raum, beginne ich wieder, ohne Pathos, ohne Neubeginn, eher wie ein Nachhall, der sich weigert zu verstummen.
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