Ich defragmentiere meine Gedanken nicht mehr. Auch Fetzen von ihnen lasse ich lieber im freien Raum. Wenn sie vorbeikommen, kann ich sie einfacher verarbeiten, als wenn sie gebündelt meine Nerven strapazieren. Dann beginnt nämlich das Grübeln. Auch die Mutation von Gedankenfetzen lasse ich ungern zu, das ist nicht meins. Das, was andere Menschen als Nachteil sehen, ist für mich ein Teil meines Schutzes vor mir selbst. Ich verknüpfe zu sehr, bin aber im Lernbereich und lehne zunehmend ab. Wo andere Informationen minütlich abrufen, bin ich nicht da. Es ist ein Hobby, Gedanken nicht zuzulassen. Das macht Spaß, weil es ein Kampf mit sich selbst ist oder mit der Verselbstständigung von nicht Gewolltem. Ich kann da niemandem helfen. Ich hoffe, dass ich einer der wenigen bin, die so handeln, sonst bricht doch das ganze System zusammen.
Ich verweise immer wieder auf den Vogel, der nur wenig Informationen besitzt, aber instinktiv lebt und nur das tut, was seinem Überleben dient, bis er dann tot vom Baum fällt. Er ist kein Vorbild, regte mich aber zum Nachdenken an. Das ganze Lebensgerüst der Menschen, auf dem sie herumturnen, ist Kraftvergabe. Man kann das wollen oder nicht bemerken, was es wesentlich vereinfacht.
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