28 November 2025

Nur mal eben Trotz

So treibe ich mich an Krücken durch das Gebilde das ihr eure Welt nennt. Ja ich weiß das "ihr" schmeckt euch nicht und das "euch" auch nicht, weil ich ja auch Mensch bin und Verantwortung für Entwicklung trage. Ja das stimmt. deshalb ja auch dieser Text.

Es ist nicht nur der Trotz, der mich treibt, euch gegen den eigenen Willen zu widersprechen, selbst wenn ich im Unrecht bin. Ist das nicht der Beitrag, den ich zu eurer Debatte (nicht) leisten will?

Wer mir trotzig entgegentritt, den respektiere ich schon allein aus diesem Grund. Wer nicht zum Reflektieren der eigenen Meinung und der Meinung der anderen bereit sein möchte, dem gebe ich wenig Chancen. Das kann ich machen, wie es mir beliebt; es ist meine Entscheidung, wen ich zulasse, zu mir lasse.

Wenn der Dialog einen Konsens fordert, der sich abrupt gegen meine Ansicht wendet und böse Gedanken sendet, wende ich mich meistens ab – kraftvoll. Kraftvolles Abwenden ist besser, als Kraft unnötig zu verschwenden. Feige bin, wenn das jemand so sieht. Ich nicht. Ich verzichte lieber auf sinnlosen Disput.

Widersprüchlich bin ich; ich will es nicht sein, aber es macht mich aus, denn veränderte Vorzeichen erfordern veränderte Maßnahmen. Ich rede über mich; andere kenne ich ja nicht, selbst wenn ich sie kennenlerne, wie man das so im Volksmund floskelhaft intoniert. 

Das Stakkato an Buchstaben in diesem Text mag überfordern, aber es läuft sowieso alles in das große Egal, das die Friedhöfe dieser Welt bevölkert. 

Wer mich als Prediger und Besserwisser benennt, stellt mich unbewusst auf einen Podest; das ist nicht meine Motivation. Die kenne ich nämlich selbst nicht.

Das Früher habe ich vergessen, und das, was kommt, ficht mich nicht an, und das Hier und Jetzt mit euch langweilt mich. So schreibe ich alles hier hin; es macht sowieso keinen Sinn, weil jeder nur den eigenen Mantel nimmt, wenn er nicht den des Nachbarn klaut, weil er noch neuer ist.

Diese Gesellschaft, die sich so entwickelt hat, negiere ich, so weit es mir möglich ist. Sozialer Rückzug wird zwar mit Krankheit assoziiert, aber nur von den Menschen, die sich an ihre Konventionen klammern ohne Sinn und Verstand!" 

Ja, klar ist das meine subjektive Meinung – welche denn sonst? Objektiv geht nicht und macht doch mal überhaupt keinen Sinn im Wertekatalog der gesellschaftlichen Dominanz. Das ist für mich nur Theater und Mummenschanz und die schönste Maske bekommt den ersten Preis und wurde vorher schon ausgelobt.

Geht ihr nur zu eurer Meditation, um euch vor euch zu entschulden, wenn ihr das überhaupt bemerkt was euch  fehlt – ich weiß das für mich nämlich nicht, weiß aber was ich in mir triggern lasse, verrate das aber nicht.


P.S. Wer hier eine arrogante Selbstherrlichkeit vermutet liegt wohl richtig. Bravo, gut erkannt.

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