25 Juli 2024

grund/dimension

Worin soll man sich behaupten? Woher soll ich das wissen? Fragt doch jemanden, der das besser beurteilen kann oder will. Welches Recht soll man durchsetzen? Das, was man als sein Recht betrachtet? Das ist doch alles stimmungsabhängig. Im großen gesellschaftlichen Rahmen betrachtet? Das ist mir zu viel, das kann und will ich schon lange nicht mehr.


Gesellschaften ändern sich permanent, sowohl privat als auch global. Wo soll man da hingehören? Wer will dazugehören? Und zu welchem Preis? Zu denen oder zu denen und nicht zu denen? Wessen Pflicht entsteht da? Von wem und weshalb? Es ist ein ständiges Rudern mit oder gegen den Strom, ermüdend allemal.


Das Gesellschaftsspiel ist für viele das Interessanteste im Leben. Andere wiederum sind es leid geworden, Machtspiele zu beleben, und ziehen sich zurück, weil ihnen im Laufe der Jahre die Kraft ausging und jüngere Menschen mehr Energie freisetzen können, bis auch sie so alt werden, dass es ihnen egal wird. Egal wie mir?


Hat mich die Gesellschaft geschafft? Oder nur die Protagonisten des Spiels im Spiel? Die Würfelspieler ihrer Zeit, die nie ein Schachbrett sahen? Es ficht mich gelegentlich noch an, fordert mich heraus, mit dieser Situation umzugehen. Da sich der Mensch nicht ändert, die Gesellschaft aber schon und erst recht das Gesellschaftsspiel, juckt es mich immer mal wieder, teilzunehmen; trotz der Erkenntnis, nichts bewirken zu können.


Letztendlich läuft alles wie immer, mit neuen Leuten, neuem Personal zwar, doch das Rad wird nicht neu erfunden werden. Und wenn doch, ändert sich die Grunddimension für Menschen doch nicht, oder? 20/24

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