21 April 2015

kopf/spiel


ich stehe früh auf und gehe spät zu bett. ich wache auf und gehe raus und kaufe mir die zeitungen, nice matin und irgendeine andere. dann gehe ich wieder nach hause und arbeite, im augenblick lese ich die fahne meines neuen buches. ich spaziere zum hafen, ich gehe bis zum leuchtturm oder auf die festung. jeden mittag esse ich im selben bistro, dann halte ich ein nickerchen. es ist ein sehr undramatisches leben, es ist nicht so, dass ich jeden morgen aufschrecke und denke: o gott, ich habe diese tödliche krankheit. das drama meines lebens spielt sich hier oben ab (zeigt auf seinen kopf).

henning mankell

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