28 März 2024

statusQ oder im/augenblick

ältere menschen vergraben sich gerne in ihrer sozialisierung. das was damals galt, erforderlich war, wird heute aber seltener benötigt. neues umdenken. wird/ist gefordert.

es wird nicht mehr benötigt. man wird nicht mehr gebraucht. das kennt man nicht. das geht garnicht. das neue wird nicht so gut sein. das alte hat sich ja bewährt. 

dieses neue was man nicht versteht, verstehen will, was unsicher macht. das wollen ältere/alte menschen nicht. 

jeder wird alt. jedes neue. wird alt. das neue der jüngeren wird auch alt und für die dann wieder jüngeren erst recht. die jüngeren der älteren verstehen zum teil noch das „gesellschaftlich geforderte.“ dann auch nicht mehr. spätestens wenn sie älter werden. 

sie behelfen sich mit erfahrung. das ist es was sie haben. erfahrung aus einer älteren zeit. mit anderen anforderungen.

so werden die jüngeren älter in sich. die noch älteren vergreisen gesellschaftlich. zusehends. 

es gibt ausnahmen. wenige. die erfahrenen älteren und die vielleicht weniger erfahrenen jüngeren umgeben sich aber meistens mit gleichgesinnten, um ihre berechtigung zur gesellschaftlichen teinahme/mitsprache abzufragen, bzw. sich verstanden zu fühlen.

da die jüngeren menschen gesellschaftlich relevanter sind, verstummen die älteren zusehends, weil sie sich abgehängt fühlen gar von den jüngeren dominiert. ergo. alt und jung geht nicht? vielleicht doch?

wenn jüngere aus den erfahrungen der älteren profitieren, zuhören, sich dann das nehmen was sie für ihre lebensperformance brauchen; sind sie dann klug?! 

sind alte menschen klug, wenn sie den jüngeren ernsthaft zuhören und ihr spektrum dadurch erweitern?

es gibt ältere jüngere, oder auch ältere ältere, die sich mit der sich ständig erneuernden welt befassen wollen. 

die sich nicht selbst in ihren erfahrungen zuschaufeln und offen auf das neue, auf (das) jüngere zugehen. 

einige verlassen dafür sogar ihren statusQ, bevor sie sich abgehängt fühlen müssen. sie wollen immer noch lernen, welche anforderungen das "jetzt" im leben  an sie stellt. neugierig gebliebene, vielleicht sogar zeitgeister im hier und jetzt. 

andere wieder fühlen sich mit dem wohl was sie haben, sich erarbeitet haben. 

das sich fast jeder als fortschrittlich einschätzt liegt in der natur der sache. wer will schon rückwärtsgewandt dargestellt werden. 

die frage ist nur, ob das interesse am anderen standpunkt nur geheuchelt ist?

wer sich in welcher rolle sieht und sich wie alt oder jung fühlt, definiert jeder für sich selbst. 

die gesellschaft will jedoch hierbei gerne mitwirken um den statusQ zu bestimmen. 

vielleicht ist aber auch mal das innehalten und einen kleinen schritt zurückzugehen, oder zur selbstreflexion beiseite zu treten; 

einfach mal das von außen draufschauen das, was man braucht, um seinen weg im augenblick zu finden.

20/24



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