23 April 2013

schleier/"haft"

man fühlt sich wie im grauen dunst versteckt, in einer weißen  nebelmasse, wie rauch. man sieht ungenau, eben verschleiert. so meint man eine welt, menschen, zu erkennen, doch versteht sie nicht. das was zu erkennen ist, scheint der geistigen entwicklung abträglich. doch schaut man dennoch hin, versucht zu verstehen, windet sich hilflos, um sich letztlich abzuwenden. so erzwungen entwickelt man nun seinen schutzegoismus, sucht jene eigene identität zu entwickeln, die es ermöglicht weiter zu leben, klar zu sehen, um auszubrechen aus der "schleier/haft". so erkämpft man sich die schritte zu seiner eigenheit, geht seinen weg; ganz allein, in seine eigene welt, seinen eigenen tod.

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