Verabschiedet sich meine Willkür in eine Blase aus Egoismus und ungereimten Sätzen? Benetze ich nur, anstatt zu wässern? Woraus besteht Ambivalenz, und warum erkennt man sie so selten? Selbstkritik – uihh, da geht aber die Post ab!
Sich an die eigene Nase fassen, um die vermeintliche Selbstherrlichkeit wegzublasen – das gibt sich doch keiner. Da wird gemauert und zementiert, vor allem die eigene Meinung. Oder sie wird in Stein gemeißelt, damit niemand sie korrigieren kann.
Rückzug erfolgt oft nur aus Bequemlichkeit, um keine Diskussionen führen zu müssen, um andere Meinungen nicht aushalten zu müssen. Da galoppiert doch jeder für sich, und gesetzt wird nur auf sich selbst. Egal, wie man denkt – Kritik will niemand hören, da lässt sich niemand stören.
Es geht bis zur vorgefertigten Meinungsverschiebung, zugunsten der eigenen eitlen Prämisse. Und wenn dann Unheil droht, wird die eigene Inspiration bedroht, verroht der Mensch oft hin zur emotionalen Explosion.
Kurze, knappe Schläge aus individuell eingestelltem verbalem Erguss regeln die Szene, oder die eigene Stille verdrängt das Verlangen nach aktiver Konfrontation. Komm, wir gehen Menschen schauen. 2024
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