Das Verständnis sucht nach Akzeptanz. Doch das gelingt nicht immer. Verstehen ist das eine, Akzeptanz das andere. Man kann verstehen, ohne zu akzeptieren.
Diese Situation bleibt unbefriedigend, denn wenn man etwas versteht, will man es auch akzeptieren. Am Ende ist es ein langer Prozess oder eine schnelle Entscheidung, je nachdem, worum es geht.
Geht es um reflektierende Menschen, wird es oft schwierig. Die Erkenntnis des Verstehens und die zu erwartende Akzeptanz stehen in Konkurrenz.
Akzeptanz lehnt sich an das an, was man wertet und erwartet – natürlich subjektiv und aus der eigenen Erfahrung geboren.
Ich finde, Akzeptanz ist meistens schwieriger als das empathische Verstehen oder der Wille zu verstehen. Akzeptanz wehrt sich, wenn eigene Werte unterminiert werden.
Das Unterbewusstsein lässt dann diese Akzeptanz nicht zu, so sehr man es sich auch wünscht, und fordert die eigenen Werte ein.
Das Festhalten an eigenen Werten kann man kritisieren, doch Menschen brauchen Orientierung und einen Ankerpunkt für ihr eigenes Erleben.
Letztlich geht es nicht um Schwarz und Weiß oder das rechtfertigende Grau. Es geht um Klarheit, und in dieser Klarheit gibt es kein Grau mehr. 2024
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